Wird der IS seine Kräfte bald in Europa bündeln um blutig zuzuschlagen??

Seit dem Eingreifen der russischen Armee auf der Seite von Syriens Präsidenten Assad wird die Lage für den IS immer prekärer. Sowohl in Syrien als auch im Irak gerät der IS immer stärker ins Hintertreffen. Eine starke Bastion für den IS ist derzeit noch Libyen, welches nach dem Sturz von Gaddafi in ein Machtvakuum gefallen ist, wovon radikale Islamisten profitiert haben.

Nachdem der Westen das für orientalische Verhältnisse weit entwickelte und reiche Libyen zerbombt hat dürfte ein neuerliches Engagement des Westens in Libyens Bevölkerung kaum auf allzu viel Gegenliebe stossen. Noch viel zu jung sind die Erinnerungen an getötete bzw. verwundete Familienmitglieder und der damit verbundene, meines Erachtens auch verständliche, Hass so manchen Libyers auf den Westen.

Da der überwiegende Teil der Migranten über dieses Land zu uns kommt wird Europas Schicksal in Wahrheit vor allem auch in Libyen entschieden wird. Solange Libyen das Schlepperproblem nicht in den Griff bekommt und ein Aufgriff durch europäische Schiffe automatisch ein Ticket ins gelobte Europa bedeutet wird sich an der Massenmigration nichts ändern, sondern vielmehr wird sich diese weiter beschleunigen und die Lage bei uns wird sich weiter zuspitzen.

Hinzukommt, dass die von der UN unterstützte Einheitsregierung Libyens unter Premier Fayez Serraj in Wahrheit abgemeldet ist und realistisch betrachtet nicht in der Lage ist die Probleme Libyens in den Griff zu bekommen. Der Stratege Putin hat diese Chance erkannt und gehandelt während der Westen anscheinend noch immer berät und träumt.

putin

Von der breiten Öffenlichkeit kaum wahrgenommen hat Russland Spezialtruppen und Drohnen auf der ägyptischen Luftwaffenbasis Sidi Barrani eingeflogen bzw. verstärkt. Das russische Expeditionskorps soll Khalifa Haftar, ein Ex-General Gaddafis der sich zuletzt gegen den libyschen Machthaber gestellt hatte, militärisch beistehen. Khalifa Haftar ist der starke Mann im Osten Libyens und wird von Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt und stellt quasi die Speerspitze gegen den Islamischen Staat in Libyen dar.

Mit russischer Hilfe könnte Khalifa Haftar vergleichbar mit Assad in Syrien den Westen vor vollendete Tatsachen stellen und den IS empfindlich schwächen. Bedenkt man, dass die AMIS in Wahrheit für die Katastrophe im Nahen Osten verantwortlich zeichnen und diesen jetzt endgültig die Felle davonzuschwimmen drohen ist es nicht verwundertlich, dass Thomas D. Waldhauser, Oberbefehlshaber der US-Truppen in Afrika, vor dem Verteidigungsausschuss des US-Senats erklärte, dass eine solche Entwicklung nicht im amerikanischen Interesse sei.

Nur weil es nicht im amerikanischen Interesse sei, bedeutet dies noch lange nicht, dass es nicht im Interesse Libyen, vom Genozid bedrohten Andergläubigen, Europas oder des Weltfriedens wäre!!!

Wenn Khalifa Haftar mit russischer Unterstützung den IS erfolgreich bekämpft und Gebiete von diesem säubert, dann werden die Terroristen sich entweder in ihre Unterstützerstaaten absetzen, denn auch im Irak bzw. in Syrien wird die Lage für den IS immer brenzliger, oder nach Europa kommen um hier Anschläge zu verüben. Gleichzeitig besteht die Chance, dass sich das Leben in den befreiten Gebieten normalisiert und Libyen eine neue Blüte erlebt und die Libyer das Leben genießen können wie vor dem Bombardement durch den Westen.

Realistisch betrachtet müssten wir umgehend die Grenzen schließen um ein weiteres Einsickern von Terroristen so schwer wie möglich zu machen und dürfen nur mehr wirklich Verfolgte, von denen keine Gefahr für unsere Sicherheit ausgeht, zu uns lassen. Andernfalls droht Europa im Blut ertränkt zu werden, weil der IS dem Westen blutige Rache geschworen hat, Rache auch für die Bombardements in Libyen durch den Westen.

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Spinnchen

Spinnchen bewertete diesen Eintrag 17.03.2017 21:48:10

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