fisch+fleisch hat Österreichs Medienhäuser an den Eiern!

Hier und hier ist mir aufgefallen dass sich die @fischundfleisch Redaktion über einen neuen Newsfeed Algorithmus auf Facebook beschwert. Ich verstehe dieses jammern nicht, weil doch die direkten Konkurrenten zu Fisch+Fleisch (Medien) genau dieselbe Facebook Reform abbekommen werden. Vor was habt ihr Angst?

Facebook musste etwas für die normalen Nutzer tun, weil die Beiträge von den Seitenbetreibern auf der Chronik zu dominant wurden. Die Mischung hat einfach nicht mehr gepasst.

Warum versteift sich die Redaktion überhaupt so stark auf die Zahlen mit der Reichweite? Das sagt doch überhaupt nichts darüber aus wie oft und wie viel ein Blog gelesen wurde. Habt ihr Statistiken wo man die Überschriften-Leser eliminieren kann? Sind die echten Leser seit der Facebook-Reform (die ist noch nicht zu Ende) zurückgegangen?

Die Frage ob Facebook abhängig macht sollte sich nicht stellen. Es ist wie bei den Flugblättern damals. Keiner musste das machen, aber wie hast du die Menschen damals schneller erreicht wenn du etwas verkaufen wolltest? Diese Art von Werbung war und ist übrigens auch nicht gratis. Und war obendrein etwas aufwändiger als einen Artikel auf Facebook zu schreiben, vor allem wenn man mehr als 100.000 Tausend Leute erreichen wollte. So lange die meisten Leute auf Facebook aktiv sind sollte man darauf nicht verzichten.

Wenn es auf einer Facebook Seite das Ziel gibt mehr Menschen zu erreichen, ist es das wichtigste überhaupt die Facebook Statistiken zu analysieren. Facebook ist nicht Twitter – dort gelten andere und viel kompliziertere Gesetze. Dadurch dass ich nicht die Statistiken vom Fisch+Fleisch Facebook Account zur Verfügung habe, habe ich für euch eine externe Statistik zusammengestellt. Damit eurer Selbstbewusstsein wieder etwas gestärkt wird.

Das sind die „gefällt mir“ Zahlen auf Facebook.

MartinMartin

Fisch+Fleisch gibt es erst seit ein paar Jahren und in so kurzer Zeit bei den Top-10 zu kratzen ist eine super Leistung. Respekt!

Wenn eine Journalistin mit wenig Abonnenten meint Fisch+Fleisch brauche sie und nicht andersrum, ist sie auf dem falschen Dampfer. Der Kampf für Medien und bezahlten Journalismus wird nämlich immer härter werden.

Wie lange wird eine Wochenzeitschrift wie die Sportzeitung noch überleben können? Jede Ausgabe musst du sofort nach dem Erscheinungsdatum lesen! Weil nach einzwei Tagen ist sie nicht mehr aktuell. Es ist quasi eine Wochenzeitschrift, die auch dank Copy-Paste-Journalismus, nur mehr in den ersten Tagen gelesen werden kann. Die Sportwoche gibt es deshalb nicht mehr und Spox.com Österreich powered by sportnet wurde die Zukunft. Die Causa Wirtschaftsblatt (Einstellung 2016) ist dieselbe Geschichte – zu langsam für das Social Media Leben.

Journalisten die meinen sie können weiterhin ihre Geschäfte auf ihrem privaten Account betreiben werden sich so nebenbei noch wundern. Gegen den Wettbewerbsvorteil (privater Account = mehr Reichweite) wird Facebook hoffentlich etwas tun. Irgendwie verstehe ich aber sowieso nicht warum man als Journalist auf die Vorteile einer Facebookseite verzichtet. Mit dem privaten Account würde Armin Wolf keine 4,5 Millionen Menschen erreichen.

Zum Abschluss eine Frage für euch nachdem ihr die obige Liste studiert habt: Ist Fisch+Fleisch die beste unabhängige Plattform für Journalisten?

Lange Rede kurzer Sinn: Liebe Redaktion, lässt euch nicht unterkriegen, euer Martin.

Ps.: Die Liste war Nov. 2017 etwas kleiner und deshalb fehlern Zahlen. Wurde damals etwas verhindert. ;)

5
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Tourix

Tourix bewertete diesen Eintrag 10.02.2018 19:51:53

Claudia56

Claudia56 bewertete diesen Eintrag 10.02.2018 18:18:52

Pommes

Pommes bewertete diesen Eintrag 10.02.2018 15:29:26

gloriaviennae

gloriaviennae bewertete diesen Eintrag 10.02.2018 10:48:08

Michel Skala

Michel Skala bewertete diesen Eintrag 10.02.2018 10:05:39

7 Kommentare

Mehr von MartinMartin