kommt mit oder ohne den Schiffen in die Lagune.

Ab heute dürfen keine großen Schiffe mehr zum Markusplatz vordringen. Eigentlich ist die Durchfahrt auf dem Kanal entlang von Dogenpalast und Markusplatz für Schiffe über 40.000 Tonnen schon seit 2012 untersagt. Nur fand der Erlass nie Anwendung, da er erst wirksam werden sollte, wenn eine Alternative zur bisherigen Route in den Hafen Venedigs gefunden worden sei, was sich als Utopie erwies. Das Verbot gilt ab sofort ohne Einschränkung für alle Pötte - ein Kriterium genügt - mit mehr als 25.000 Tonnen, ab 180 Metern Länge, 35 Metern Tiefgang und einem Schwefelgehalt im Kraftstoff von 0,1 Prozent.

Wie so oft kollidieren unterschiedliche Interessen. Die einen erwarten den "Tod von Venedig" aus ökonomischen Gründen, die anderen, denen der Beschluss nicht weit genug geht, aus ökologischen Gründen.

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Mario Draghi klagte Alessandro Santi, Chef des Verbandes der italienischen Schifffahrtsagenturen und -makler, Venedig verschwinde "von der Karte des Welthandels". Die Regierung in Rom habe unter dem internationalen Einfluss "der politischen Korrektheit" eine schwerwiegende Entscheidung zulasten von mindestens 4000, vielleicht bis zu 21.000 Familien getroffen. "Soziale" sei der "kulturellen Nachhaltigkeit untergeordnet" worden. Die Ankündigungen zur Unterstützung Betroffener nannte Santi "nebulös". Seinen Worten nach werden Reeder und Tourismusunternehmen neue Häfen suchen, eher "nicht in der Adria und vielleicht nicht einmal in Italien". Selbst die Luxusklasse treffe es: "Ein Todesstoß für den High-End-Kreuzfahrtverkehr, der früher Übernachtungen in Fünf-Sterne-Hotels und üppige Ausgaben in den Geschäften" garantiert habe.

In Alarmstimmung sind auch Umweltschützer und nachhaltig ausgerichtete Unternehmen. Die Firma Venezia Autentica, deren Motto lautet, "Venedig zu retten, indem wir die Venezianer retten", befürchtet, dass der Kanal nach Marghera ausgebaut werde, was verheerende Folge für den Umweltschutz der Lagune bedeute: "Ein einzigartiges und empfindliches Gebiet von 550 Quadratkilometern, das Hunderte von Vogel- und Fischarten beherbergt."

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Venedig lebt von den Touristen, schaumerma wie es da mit dem täglichen Einkommen der Menschen dieser Region weitergeht. Da aber lt.gewissen Expärten die Wasserspiegel weltweit steigen, wird Venedig sicher zum neuen Alexandria und Torbole das Tor ins Mittelmeer.

Teile vom Blog wurden hier https://www.n-tv.de/panorama/Alle-erwarten-den-Tod-Venedigs-so-oder-so-article22697757.html entlehnt.

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