Stellen Sie sich folgende Situation vor. Eine Bananenrepublik im tiefstem Kongo geht her und schließt per Gesetz die ganzen Geschäfte ihres Landes. Wobei Gesetze und Kongo hier miteinander dermaßen divergieren, wie ein alter weißer Mann in Albanien mit Filzläusen und ein Wiener Bäckergeselle, der sich unentwegt am Sack kratzt.

Also, die Kongonesen drehen die Wirtschaft ab, begründen es als notwendige Maßnahme wegen Pandemie, und schauen penibel darauf, es nicht als Epidemie aussehen zu lassen. Warum? Na, weil im Falle der Schließung durch einer Epidemie sie für den Ausfall der gesamten Lohnkosten der Firmen-Mitarbeiter, den laufenden Kosten des Betriebes und auch für den entgangenen Gewinn der Unternehmer, bezahlen müssten. Und wesentlich – das wären keine Kredite, und nichts davon, an den Staat rückzahlbar…

Wie entgeht man diesem alten gültigen Gesetz? Man erlässt ein Neues: Aufgrund des neuen COVID-19-Maßnahmengesetzes kommt jedoch der Anspruch auf Verdienstentgang gemäß Epidemiegesetz nicht mehr zur Anwendung. Betriebsschließungen werden nun auf Basis des COVID-19-Maßnahmengesetzes verfügt.

Was sagt unser aktueller Gesetzesbeschluss: Hinsichtlich der Schließung von Betrieben schafft das COVID-19-Maßnahmengesetz, eine neue Rechtsgrundlage. Diese fallen nicht mehr unter das Epidemiegesetz. Mit Updates vom 24.3.2020.

Lest selbst: https://www.pfr.at/de/news-medien/rechtsfragen-zum-coronavirus/319-covid-19-ma%C3%9Fnahmengesetz-zusammenfassung

Aber selbst, wenn man als Unternehmer, diese völlig fatale Entscheidung akzeptiert, wird man darüber hinaus auch noch als mieser Schurke dargestellt, wenn man die weiteren Kosten der Mitarbeiter nicht mitträgt, sondern sich von diesen Kosten gänzlich verabschieden möchte und die Leute kündigt. Nämlich zum AMS schickt, damit der Staat, mit so einer bescheuerten Maßnahme gefälligst auch die Kosten dafür bezahlen soll.

Entscheiden sie sich, ihre Geschäfte weiter zu betreiben und zu öffnen, drohen ihnen strafrechtliche Maßnahmen. Jene Unternehmer, die die versprochenen und marktschreierisch beworbenen Kongo-Soforthilfe-Milliarden oder Kurzarbeitbeihilfen über das AMS beantragen, schauen großteiles durch die Finger. Oder anders gesagt, sie bleiben auf den Kosten sitzen - bei NULL Umsatzeinnahmen. Jeder Arbeitsnehmer oder Konsument im Kongo, der sich über solche bösen, bösen Unternehmer aufregt, sollte besser das Hirn einschalten, und den wahren Schuldigen für seine Misere finden.

Doch die Freiberufler und Einzelunternehmer haben eine noch größere Krot gefressen. Die bei Nachweisen, dass sie bei Verdienstseinbußen bis €5.000,00 im Monat, gleich €500,00 – €1.000,00 bekommen. Wow… Bei Fixkosten zwischen €3.000,00 bis €6.000,00 eine wahre Hilfe. Bei Verdiensteinbußen über €6.000,00 gibt es €2.000,00. Da bleibt den Kongonesen, vor lauter Freude, die Luft weg. Mit dieser nichtrückzahlbaren Förderung, können sie wenigstens den Konkursantrag stellen.

Wer auch immer diese Milliarden im Kongo bekommt, wird sich glücklich schätzen können. Nur, diese bekommen nicht die KMUs, und falls überhaupt, dann so wenig, dass es einem „Nichts“ gleichkommt. Das Meiste geht für das Gesundheitssystem drauf, Banken und Großkonzerne, die, ohne sich etwas zu pfeifen, gleich 11.000 Mitarbeiter gekündigt haben. Und weitere werden folgen, weil Kongo keine wirkliche Verantwortung für seine gesetzlichen Maßnahmen übernimmt.

Jenem Unternehmer, die nicht jammern, die noch an eine Zukunft glauben, empfiehlt der Staat Kongo, sich über beide Ohren zu verschulden. Die Haftung, das Risiko und sein eigenes gesamtes Geld dazu zu verschwenden um letztendlich pleite zu gehen, weil Kongo mit seinem hinterhältigen Gesetz sie allesamt alleine lässt.

Ihr würdet euch sicherlich aufregen, Gerechtigkeit für den Kongo schreien. Mit Plakaten in großen Lettern und Parolen auf den Straßen demonstrieren, um die Regierung des Kongos zur Vernunft zu bewegen. Nicht wahr?

Spätestens jetzt macht sich ein Gefühl in uns breit, nämlich jenes, dass wir nicht in Kongo leben möchten. Auch wenn wir darüber etwas schmunzeln, uns denken, ja, ja der Kongo, da sind die Menschen dort, mit ihren inkompetenten Regierungen, wirklich am Arsch. So, beschleicht uns dennoch ein ungutes Gefühl, wie ein kalter Atem im Nacken und lässt uns erschaudern, vor den Ereignissen im eigenen Land. Und den Zuständen, die ausbrechen werden, wenn unsere Regierung nicht endlich anfängt – wirkliche Hilfe, den Unternehmern zu ermöglichen. Und nicht nur leere Versprechen über den Ether zu verteilen, damit das blöde Volk ruhig gehalten wird.

Wenn hier den Firmen, nicht sofort zu 100% geholfen wird, wird es womöglich morgen - kein Kongo mehr geben, und am Wenigsten – diese Regierung…

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