Haustiere: Spanien führt geteiltes Sorgerecht ein…

In den Wirren von Corona und Djokovic geschieht auf leisen Pfoten auch etwas Wundervolles in dieser Welt. In Spanien ist ein neues Gesetz zum geteilten Sorgerecht für Haustiere beschlossen worden. Die neue rechtliche Bestimmung macht das Wohlergehen der Tiere zum juristischen Maßstab: Sie sind demnach „Lebewesen mit eigener Sensibilität“ und gelten nicht länger als „Sachen“.

Die Neuregelung wurde auf Betreiben der regierenden Sozialisten und ihres linken Koalitionspartners Podemos eingeführt und sieht die abwechselnde Betreuung von Hund und Katze nach einer Scheidung vor. Wenn eine Scheidung vor Gericht landet, muss der Richter künftig auch die Zukunft der Haustiere im Auge behalten. Gültig für Hund, Katz, Schildkröte, Vogel oder Fisch.

Das Wechselmodell kann für eine Katze ebenso wie für einen Hund, eine Schildkröte, einen Fisch oder einen Vogel genutzt werden. Die Besitzer der Tiere sind verpflichtet, für das „Wohlergehen“ der Tiere zu sorgen. Wenn sie dies nicht tun oder bereits wegen Misshandlung von Tieren bekannt sind, kann ihnen die Betreuung untersagt werden.

Gut, nicht gerade die beste Lösung, aber immerhin ein guter Anfang in die richtige Richtung. Ich liebe die Spanier. Jeder, der dieses wunderbare Land bereist und dieses friedfertige Volk erlebt muss Spanien lieben. Und jetzt preschen sie vor mit einer Feinfühligkeit und Güte, die ihresgleichen in der Welt sucht. Jeder von uns, der Haustiere oder Weidetiere besitzt oder besaß, atmet freudvoll auf. Möge es hohe Wellen schlagen und auch die restlichen Länder Europas erreichen und transformieren.

Bei uns in Österreich gelten Katzen und Hunde im Todesfall als Sachschaden. Dementsprechend kann weder Schmerzensgeld für die Trauernden noch im Todesfall des Besitzers ein Sorgerecht beantragt werden. Bestenfalls kann man die Tierchen aus dem Tierheim holen. Sachen besitzen, keine Gefühle, keine Seele – man könnte Tiere gleich als tot bezeichnen. Schrecklich…

Doch dieses kleine Gesetz öffnet eine Tür. Wir müssen es nur wagen, weiterzudenken. Lebewesen mit eigener Sensibilität besitzen Gefühle. Punkt. Lasst uns das zur Ausgangsbasis machen: Jedem Hundebesitzer ist das die vollkommen klare und gelebte Wirklichkeit. Also lasst uns weiterdenken und fragen, was mit den Kühen ist, was mit den Schafen, Schweinen, Hühnern und dem Rest, der da kriecht und fliegt.

Die Spanier haben einen kleinen Sieg errungen. Für jene Wesen, die ganz nah mit uns zusammenleben, unser tägliches Brot und manchmal auch unsere Sorgen und Freuden teilen. Die alten Seher übertrugen uns über Jahrtausende ein Wissen darüber, wie Tiere auf diesem Planeten in der Lage sind, mit uns zu kommunizieren. Die Vierbeiner über Gedankenübertragung (sie sind die einzigen, die Worte verwenden). Die Schwimmer über die Emotionen. Die Kriecher mit ihren Bäuchen auf Großmutters Erde erreichen uns mit ihren Schwingungen und lösen Transformation in uns aus (plötzliches stilles Wissen). Und alle meine geflügelten Freunde durch puren Spirit – sie senden Bilder, die das Feuer der Erkenntnis in uns entfachen. Tja, würden wir ihnen ihr naturgegebenes Alter zubilligen würden wir atemberaubende Wunder mit ihnen erleben.

Leicht wird es jedoch nicht. Da steht die Massentierzucht-Lobby mittendrinnen und lässt uns diese Tür nicht öffnen. Letztendlich sind es wir selbst, die diese Türe blockieren. Warum? Weil wir Tierfleisch gerne verzehren und damit jegliches Tierleid dieser Welt fördern. Stellt euch vor: Wir würden auch den Zuchttieren Gefühle und Sensibilität zusprechen. Dann wäre Schluss mit der Massenzucht oder gar mit den katastrophalen Tiertransporten. Die Tierschützer sollten nicht ihre Zeit damit verschwenden, uns ständig mit den tieftraurigen Bildern von Tieren zu füttern. Sondern sich gute Juristen suchen und an Gesetzen zu arbeiten. Meine Unterstützung dazu hätten sie.

Versteht mich nicht falsch, ich bin kein selbsternannter Tierschützer. Ich schätze einen guten Lammbraten genauso wie ein knackiges Spannferkel. Die Suche nach Bio- und artgerechtem Fleisch verliert sich in den Massen von Angeboten. Oft ist keines von beiden hinter diese Etiketten vorhanden. Aber dank Spanien wird es an der Zeit den Tieren ihre Würde zurückzugeben.

Artgerechte Haltung würde eine neue Dimension erreichen und wir müssten im Gegenzug unsere Nahrung vom Grund auf neu erdenken…

lucianomarelli/pixabay https://pixabay.com/de/photos/pferd-feld-m%c3%a4dchen-pferd-2536537/

Quellnachweis: https://www.krone.at/2596733

9
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Maila

Maila bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 18:22:36

Petra vom Frankenwald

Petra vom Frankenwald bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 12:01:02

Kurmenistan News

Kurmenistan News bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 11:25:00

Julian Tumasewitsch Baranyan

Julian Tumasewitsch Baranyan bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 11:13:11

berridraun

berridraun bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 09:57:07

nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 08:17:31

Michlmayr

Michlmayr bewertete diesen Eintrag 18.01.2022 08:07:16

invalidenturm

invalidenturm bewertete diesen Eintrag 17.01.2022 20:20:43

CK13

CK13 bewertete diesen Eintrag 17.01.2022 20:13:53

48 Kommentare

Mehr von Michel Skala