… auch Wagemut oder Beherztheit genannt, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen. Das heißt auch, sich in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben. Da unsere Angst nicht von verschütteten Emotionen in uns, bewirkt wird, da diese Emotionen bereits selbst mit Angst beseelt wurden, steuert nur unser Mind, diese Angst. Somit bedeutet Mut - Kraft des Denkens.

Viele von uns verwechseln noch immer Mut mit Dummheit. Sich ins Schlachtgetümmel zu stürzen ist leicht und der dümmste Bauer ist dieser Aufgabe gewachsen. Wahrer Mut jedoch, zeigt sich darin, zu leben, wenn Leben das Richtige, und sterben, wenn Sterben das richtige ist.

Der spirituelle Aspekt des Mutes zeigt sich in der Gelassenheit, der ruhigen Präsenz des Geistes. Gelassenheit ist Mut in Ruhe. Sozusagen die statische Manifestation der Tapferkeit.

Konfuzius sagte einst zu Mut und formulierte es über dessen Gegenteil: Zu erkennen, was richtig ist und das Richtige nicht zu tun, zeugt von fehlendem Mut. Somit bedeutet Mut auch - das Richtige tun.

Ein wahrhaft tapferer Mann ist immer gelassen, immer schon vorbereitet auf das, was geschieht. Nichts stört den Gleichmut seines Geistes. Im Fieber der Schlacht bleibt er kühl, Ruhe bewahrt er, auch wenn sich um ihn herum Katastrophen ereignen. Wahre Größe bewundern wir an dem, der in bedrohlicher Nähe von Tod und Gefahr Selbstbeherrschung bewahrt, der zum Beispiel unter Lebensgefahr ein Gedicht schreiben kann oder im Angesicht des Todes ein Lied summt. Dinge, die einem gewöhnlichen Menschen sehr ernst sind, gelten dem tapferen vielleicht nur als Spiel.

In der Tat verlangen Tapferkeit und Ehre gleichermaßen, dass wir als Feinde im Krieg nur die akzeptieren, die sich im Frieden der Freundschaft als würdig erwiesen haben. Wenn Tapferkeit diese Höhe erreicht, ist sie der Milde verwandt. Weil wahrhaftig mutige Menschen – Milde besitzen. Besitzen sie kein Milde, sind sie jenen Narren gleich, die oben erwähnt, sich dumm ins Schlachtgetümmel stürzen.

Die Gleichung zu dem Ganzen lautet: Wenn Menschen, in der Ausdruckskraft ihres Denkens, das Richtige tun, besitzen sie beides – Milde und Mut.

Diese beiden Wesenheiten, die wir in dieser Zeit, wo alles in Bewegung gerät – am dringendsten benötigen.

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