Sind wir für einen neuen Krieg vor der Haustür bereit?

Sehnen wir uns, nach einer gewissen Zeit des Friedens, nach Auslöschung? Manchen Ländern Europas fällt es schwer, aus der Geschichte zu lernen. Manche glauben auch noch den Schwachsinn, dass wir uns langsam der 100-jährigen Grenze nähern, die bezeichnend wäre, wo wir es gehschafft hätten, uns nicht die Köpfe gegenseitig einzuschlagen.

Das auch nur, wenn wir bei dem Balkan beide Augen zudrücken. Bosnien ausblenden. Kosovo wegargumentieren und Serbien, ja auf Serbien sind wir ganz schlecht anzusprechen. Da man über ein mörderisches Volk, kaum Wort verlieren will. Außerdem haben sie es sich selbst verdient. Warum sind dort auch alle Massenmörder und Schlächter. Wir haben ja nur im Zeichen des Friedens und Menschenrechte, Bomben auf die dortige Zivilbevölkerung abgeworfen. Ja Frieden, jetzt haben sie es endlich kapiert.

Was die Ukraine angeht, da haben wir ja eh einen Schuldgen gefunden und was Syrien betrifft, naja das wird sich wieder beruhigend, wenn man diese elenden 35 Millionen Kurdischen Terroristen endlich aus der Welt geschaffen hat. Rückblickend der letzten 80 Jahre, seit den zweiten Weltkrieg, haben wir in Europa, zwar nicht gegenseitig einen Krieg geführt, jedoch mit feuchtem Mund, bei vielen in der Welt mitgewirkt.

Zugegeben, Syrien liegt nicht gerade vor dem Fußabstreifer Europas, dieses wir jedoch von den Weltmächten so behandelt. Die Osmanen sind wieder auf den Vormarsch zur Weltherrschaft. Zumindest glaubt es dort einer ganz sicher. Die Frage, warum Europa hierzu schweigt, müsste lauter gestellt werden. Ist es, ihr Mitwirken als Schildbruder, oder steckt ihr Kopf bereits so tief in den Verdauungstrakt eines Machtbesessenen, am Bosporus, dass man lieber seine Scheiße frisst und kuscht? Ist das Europas Definition von Frieden?

Hat Europa aus dem zweiten Weltkrieg nichts gelernt? Hat vergessen, was es bedeutet, wenn man solchen Diktatoren entgegenkommt, oder versucht, sie schweigend zu umgehen? Wie leeres Geschwätz, klingt das, was wir alles Hitler entgegengeworfen hätten, sagen wir. Doch hier und jetzt – wiederholt sich Geschichte. Hier und jetzt versagen wir aufs Neue. Und wir schweigen wieder. Ziehen den Schwanz ein, vor einen völlig verblenden Menschenmörder, der mit seinem Sichelförmigen Mond, einer Sense gleich, ganze Landstriche entvölkert.

Wie verkommen ist dieses Europa geworden? Ist es nur auf Lügen gebaut, wo geschwiegen wird, solange keiner die Strippen erkennt, die man selbst in diesen Krieg zieht? Verdient so ein Europa noch einen Zusammenhalt der einzelnen Länder, die es ausmacht? Wie kann man heute vom Friedensprojekt Europa reden, ohne dabei speiben zu müssen? Wie kann man den Briten, auch nur einen einzigen Vorwurf für den Brexit machen, ohne an der eigenen überquellenden Gallenflüssigkeit zu verenden?

Sind wir des Friedens müde geworden? Oder sollte die Frage eher lauten, sind wir der Kriege nie müde geworden?

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