Spätestens jetzt wissen wir, wo Gott - nicht ist…

... in Amerika, aber das war sowieso allen klar. Dazu gesellen sich noch jene Staaten, die mit sehr hohem streng christlichen Bevölkerungsanteil, wie Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland, diesen einen Gott, in Form von organisiertem Beten, anriefen. Hosanna in der Höhe, ganz gleich in welcher. Denn Höhe ist nun Mal ein dehnbarer Begriff und für jeden passend, der´s braucht, ihm in einer der vielzähligen Atmosphärenschichten zu begegnen.

Nun aber fragen sich viele Vertreter dieses einen Gottes, wie sie es in solchen Zeiten der Corona, schaffen könnten, durch anzahlgeminderten Messen, oder gar versteckt, hinter verschlossenen Kirchentüren, ihren sündigen Schäfchen, dennoch eine Ansteckungs-Möglichkeit bieten, ihrem Schöpfer noch schneller und sauberer zu begegnen, als eine siebzigjährige Klosterschwester, mit Buckel und Gicht in den Hüften, auf den Schoß vom Bauer Joschi, springt.

Nun diese Gleichung geht, weder zum Leidwesen der geplagten Gläubigen noch für die alte aufopfernde Braut vom Jesus, auf. Und am wenigsten, für den geilen Joschi. Begründet durch eine einfache Tatsache, welcher alle Gläubigen gekonnt ausweichen, nämlich, dass selbst jener, dem sie ihre sündigen Erlösungen entgegenwerfen, selbst sagte: Vater warum hast du mich verlassen.

Tja spätestens jetzt, wird den meisten klar, wo Gott nicht ist. Was auch die Muslime dieser Welt, dazu fantasieren lässt, dass das Virus Allahs Rache an den Ungläubigen sei, dabei nicht erkennen wollend, dass selbst in ihren Reihen, viele sich anstecken und an dieser Strafe Allahs, verrecken. Wo Glaube herrscht, ist die Dummheit nicht weit. Und damit wirft man eine Grundsatzfrage in die Welt auf: Was ist schlimmer?

Egal, solange sie sich nicht verbünden, bleibt jede für sich allein, nicht so gefährlich. Doch jetzt, wo das Versammlungsverbot herrscht und die leidgeprüften Sünder, nicht mehr wissen wo sie ihrem Gott begegnen können, vollzieht sich eine Wandlung in ihnen. Die eine ist gut, die andere eher schlecht. Die Gute ist, ihr Glaube wird gestärkt, weil sie merken, auch in ihren bescheidenen Hütten – kann Gott sein. Und die eher Schlechte, ebenfalls eine Erkenntnis, die sich auf die Vertreter Gottes richtet. Die Menschen brauchen euch nicht, brauchen eure Kirchen, Synagogen eure Tempel und Mosches nicht mehr, um Gott zu erfahren. Denn wenn sie zuhause bleiben, aufpassen, verschont sie Gott. Was für eine wundervolle tiefgreifende Erkenntnis.

Dazu fällt mir eine kleine Parabel ein: Ein Landstreicher schlief am Eingang einer Kirche. Die Füße lagen über den Türstock, in der Kirche. Der Priester kam vorbei und schrie diesen Mann an: Was ihm einfiele, das Haus Gottes so zu beschmutzen. Und was das soll, seine Füße, die mit Erde beschmutz, waren, so ins Gotteshaus zu legen. Damit auch, Gott zu entweihen. Der Penner, richtete sich auf, sah den völlig verstörten Priester an und sagte. Hör zu reg dich ab. Ich habe es verstanden. Aber sag mir Priester, in welcher Richtung Gott nicht ist, dann werde ich meine Füße in diese Richtung legen. Dem Priester blieb der Mund offen. Er schwieg, und der Penner legte sich wieder nieder zum Ausschlafen.

Tja, so ist es. In Zeiten der Krise merken wir, wo Gott nicht ist und am wenigsten in den Gotteshäusern - aller Religionen dieser Welt…

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