Unbürokratische Hilfen scheitern an zwei Buchstaben (U und N) …

Bei dem ganzen Geplärr über Verordnungen und fast wöchentlich neuen Hilfen, die von der Regierung erfunden und ins Leben gerufen wurden, sowie das Nachziehen der Wiener Schmähtandler-Stadtregierung mit ihren Kulturmillionen, bekam man das Gefühl vermittelt, sich zusätzlich einen Tresor wie Dagobert Duck anzulegen, um alle diese Hilfen hineinzubekommen.

Dem Glücksgefühl kaum in irdische Worte fassend, landeten alle Unternehmer fluxhux, den beworbenen Bonbons folgend, in den Förderhimmel und wäre da nicht ein gesundes Misstrauen gegenüber unseren Politikern, welches uns auch einen Plan B, überlegen ließ, stünde derzeit weit als die Hälfte aller Unternehmer vorm Konkursrichter.

Als das erste Monat, ohne Hilfen verstrich und die Unternehmer, sofern sie welche besaßen, sich in die Reserven griffen, ließen sich die verantwortlichen Politiker, ganz was Fieses einfallen. Nämlich das dumme Volk ruhig zu halten. Sie setzten einen drauf. besser gesagt, weiteren Bonbonregen, der bunter nicht sein konnte und zu Aufgabe hatte, die mittlerweile halbpleite gegangenen Unternehmer an den Heiligen Kelch noch glauben zu lassen.

Als jedoch der zweite Monat ohne Pinkepinke verstrich und der Unternehmer, weiterhin seine Abgaben und Gehälter der Mitarbeiter sowie alle restlichen Betriebsausgaben, zu blechen hatte, tauchten die ersten Misstrauensvorwürfe am Förderhorizont auf. Das ließ jedoch die Politiker, nicht aus ihrem Förderrausch erwachen und überschütteten uns nochmals in einer dritten Welle mit soviel Geld, dass jedem, der, bei den ZIB Aussendungen, sitzend, Fingernägel nagend (Weil er sich auch keine Chips mehr leisten konnte) regelrecht der Atem stehen blieb.

Einige schnorrten bei der Familie und Freunden und hatten nun nach 2 Monaten auch keine mehr. Genau wissen sie es auch nicht, weil keiner die Tür aufmacht. Andere wendeten sich an ihre Banken, die den Braten schon längst rochen, die Meinung vertraten - Hilfe nix meglick hihihi. Ihn ihrer größten und nicht von ihnen selbst verursachten Not, wanden sich die Unternehmer an ihre Juristen. Diese wiederum meinten unter gut bezahlten, festen, dicken tarifbedingten Honoraren, dass entgangene Gewinne der Staat nicht bezahlen wird, weil, tja weil er den Passus zu Pandemie, explizit ausgeschlossen hat.

Mittlerweile bricht Panik aus sogar unter den Tanzschulen, wo selbst die Künstler von Wien die träge Wiener Stadtregierung, zum Teufel schimpfen. Und was mach Wien und die Kulturförderung von 8 Millionen. Ratet Mal? NIX. Die haben erst letzte Woche auf die ganzen Anträge mit: „Wir haben Ihren Antrag erhalten, werden es prüfen und uns bei Ihnen melden.“ Anträge, die vor 6 Wochen gestellt wurden. Den Bock schoss auch das AMS ab, welches nach genau 8 Wochen, erst die Excel Tabellen den Unternehmer zusendete, unter welche sie die Kurzarbeitszeiten eintragen durften. Wohlgemerkt, die Anträge dazu stellten die Unternehmer bereits im März. Und auch darauf antworteten sie, wir melden uns – voraussichtliche Auszahlung Juli. Und das nur für den Monat März.

Wieviel oder wann, diese Regierung auch vorhatte zu helfen, eines haben sie mit Sicherheit erreicht. Die Begriffe schnell, sofort, unbürokratisch und ohne wenn und aber, für immer in den Köpfen der Menschen entstellt. Es ist unfassbar, was bei denen unter der Rubrik schnell und unbürokratisch abläuft. Das erinnert unweigerlich an den Film: Das Leben des Brian. Wo die eine Jüngerin zu der Sitzung stößt und die Jünger dazu motivieren möchte, Brian vor der Kreuzigung zu retten. „Wir müssen jetzt, sofort was tun. Es geschieht JETZT! Schrie sie die Jünger an. Alle schwiegen kurz, dann sagte John Cleese: „Genau- deshalb stelle ich den Antrag zur Abstimmung…“

Nun, was regen wir uns auf, wir sind zu Recht nur eine Alpenrepublik und kein Wirtschaftsland wie c.B. Deutschland. Obwohl ich da oben über sechs Jahre lang den Amtsschimmel erleben musste, haben die es wirklich schnell geregelt. Der Unternehmer ruft beim Finanzamt an. Gibt seine Steuernummer bekannt und erhält nach 48 Stunden das Geld angewiesen (Nämlich bis zum Dreifachen, als unsere politischen Pfeifen, jemals auszahlen wollten). Man kann über Deutschland denken was man möchte – aber das ist UNBÜROKRATISCH UND SCHNELL.

Ja somit erlebt Österreich die schnelle und unbürokratische Hilfe, hilfloser, inkompetenter, völlig fehlgeleiteter, weltfremder, und mit Trägheit behafteter Politiker, die mit Sicherheit, nach den nächsten berechtigten Kritiken, einen weitern Antrag im Parlament stellen werden…

Gute Nacht Österreich, bist du großer Politiker-Töchter-Söhne…

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