Wir können getrost zufrieden sein…

Warum? Nun, das weiß ich auch nicht genau, aber es ist recht beruhigend, wenn man die Tageszeitung aufblättert (egal welche) und man zu lesen bekommt, dass in Arabien wo auch immer das sein mag, Männer ein Frauenfahrzeug angezündet haben, um gegen die Fahrerlaubnis von Frauen zu demonstrieren. Nun, was rege ich mich auf, hier bei uns sind Demos mit Bademäntel angesagt, sogar von der Stadt Wien unterstützt, auf das Brieftascherl der arbeitenden Bürger, weil wir ja wirklich keine anderen Probleme haben.

Dass der 12 Arbeitstag eine freiwillige Leistung ist, hat sich bei den Roten und Grünen recht schlecht durchgesprochen, aber wie man weiß – die reden in letzter Zeit auch nicht viel miteinander. Das, was sie offensichtlich auch nicht wissen, aber das gute Volk vertreten wollen, ist, dass zu 98% aller Dienst- und Arbeitsverträge über den Kollektivvertrag geregelt sind, und sie wissen noch immer nicht, dass dieser jene ist, der das Sagen hat bei den Arbeitszeiten Regelung. In ihrer Verblendung gehen sie aber davon aus, das schalmeien sie gerade heraus um die letzten dummen Bürger aufzuwecken, die auf Ihre Posse hereinfallen könnten.

Demos bei uns machen derzeit nur die Roten und Ihre Gewerkschaften. Es kratzt nur im außersinnlichen Bereich an jene Oktoberrevolution 1917 an, aber die hatten ja den Iljitsch und wir nur den Kerni. „Wuarscht sogta, di Leit merken´s eh net.“ Aber auch das kann einen nicht wirklich aufregen, da die gegen Ihre eigenen Ideen und Vorschläge aus dem Jahr 2017 demonstrieren. Das wäre so, als würde man vorschlagen einen 100 Meter Sprint hinzulegen, und vor dem Startschuss noch Leute mobilisiert, die einem selbst ins Knies schießen. Ja, ja die Politik war schon immer dumm und die Hure der bewegenden Massen, aber was soll´s - sonst haben wir ja kaum welche Probleme…

Unsere Alten sind verlassen, weil wir arbeiten müssen und unser Leben finanziell in den Griff zu bekommen. Wenige können sich es leisten sie zu pflegen. Aber wozu machen wir uns Sorgen, unser Staat hat vorgesorgt, das soll uns auch beruhigen, weil neue Jobs in Pflegeberufen gefördert werden. Ich weiss nur nicht wann diese Förderung starten wird, denn langsam komme ich auch in ein Alter, wo es sich lohnt, 10 Min länger darüber nachzudenken. Es wird schon gut gehen, sagen unsere Politiker, und denen kann man ja auch glauben – immerhin haben wir sie dankbar gewählt…

Das Flüchtlingsthema hat sich auch erledigt, da die Deutschen ein Machtwort gesprochen haben (darüber wird noch beraten, was das Machtwort eigentlich war) und die restlichen EU Staaten eh die Klappe halten, wenn die Deutschen was sagen. Also auch alles in Butter auf weiter Flur, außer, aber das wissen wir auch nicht gesichert und nur aus den schäbigen Mündern der NGOs, dass die Flüchtlinge dieses Machtwort erst gar nicht verstanden haben, aber egal, bei uns ist es derzeit recht ruhig und das ist gut so.

Wir können echt zufrieden sein. Unsere Arbeitslosenquote ist auf Tiefstand und unter jenem Wert des EU-Durchschnitts. Unsere Rentner verhungern in ihren Zweizimmern Wohnungen, aber wie es mit Verhungern so ist, dieses ist gesellschaftlich nicht gut angesehen, deshalb geschieht es auch ganz still und leise. Aber was man nicht hört und nicht liest, davor braucht man sich ja bekanntlich nicht zu fürchten, nicht? Deshalb mache ich mir auch wegen dem Verhungern keine Sorgen. Ich sehe ja was die armen Flüchtlinge, die auch nichts haben, an Unterstützung bekommen – da wird für mich ja nach 40 Jahren Dienstjahren auch was abfallen, also worüber meckern wir? Niemand verhungert in Österreich – sonnst würde man was darüber lesen, oder?

Das Schöne an, "den Bach runtergehen", ist, dass man es kaum merkt, bis man im Bach steht. Jene die es voraussehen, stempelt man als Hetzer und verwunderlicher Weis auch als Nazis ab. Weit sind wir als Gesellschaft gekommen, wenn Kritik als Hetze verunglimpft wird und jene die sich trotz dieser sozialer Attacken nicht einschüchtern lassen, als die größten Mörder der Weltgeschichte abstempeln werden, dann, ja dann – mache ich mir wirklich keine Sorgen mehr – wozu auch…

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Michlmayr

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