Unsere Lippen für Freude erschaffen - um Freude bemüht. Aufgesetzt – als müssten sie ein Geheimnis hüten. So, als könnten sie das Tor der Hölle, welche die Brust zerreißt – amüsant verschließen. Du fragtest, was los ist, doch deine Miene, die darauf eine Antwort hätte - beantwortet nichts. Ich kontere mit einer Lüge. Warum nicht, wenn sie uns in diesem Augenblick, so guttut. Lügen befreien, wenn auch nur für einen Wimpernschlag - so wie dein Lächeln.

Wir bedecken den Tag mit Lächeln, verschlucken unsere Sorgen. Dabei, einer Ohnmacht gleich, es nicht zu sehen, dass niemand auf dieses Lächeln wartet. Dennoch lächeln wir, weil es anders nicht geht. Zum Glauben erzogen, dass alles andere - die andern nichts angeht. Wir lächeln mit Lügen, meinen, keiner bemerkt´s. Ohne zu erkennen, dass wir uns dabei nur selbst - anlächeln. Lächeln berührt, sagt man, was ist es, wenn nicht? Nicht nur Lügen, selbst das Lächeln muss gelernt werden. Am besten, du fängst gleich damit an und stellst dich vor dem Spiegel.

Deine Authentizität, fördert ein Lächeln, sanfte frohlockende Biegungen der Haut um deinen Mund. Begnadet zum Erhabenen, und doch leidvoll ausgetrickst, von einem Gesicht, welches nicht spricht. Wir lächeln, wenn man uns auf die eine Backe schlägt. Wir lächeln, selbst wenn man uns dabei fast zu Tode zerdrückt. Wir lächeln, weil der Schmerz – niemanden etwas angeht und wir lächeln, um zu zeigen, wie stark wir sind - auch wenn wir dabei zerbrechen.

Die Welt da draußen, ist voll von Lächeln. Dazu braucht man nicht extra nach Asien zu reisen. An jeder Hausecke begegnet dir fünf Weitere. Aus jeder Zeitschrift, jedem Bildschirm und Smartphone entlockt es uns den Wunsch, es gleichzutun. Zu fühlen, zu spüren, und formt gleichzeitig damit die Falschheit jenes Ausdrucks, der uns entzweit. So als würde die Welt da draußen, nur ein einziges Spiegelbild einfordern – jenes unserer Innenwelt. Aber auch das, wie wir wissen – ist nur eine Lüge - die uns guttut.

Nun, wie wundervoll, mein Lächeln und dein Lächeln, die Welt erstarren lässt – und dabei, die Stille gebärt…

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