Nein, sie geschieht schon lange nicht - sie transformiert. In immer schnelleren und sich abwechselnden Augenblicken, die wir gebündelt wahrnehmen und als Zeit verstehen. Um zu geschehen, bedarf es einen Weg, einen Prozess. Auf Grund, welchem wir Spezies Mensch erkennen könnten, dass sie geschieht. Aber das können wir nicht. Das konnten wir noch nie. Und heute, sofern man das so sagen kann – immer weniger.

Die Behinderung zur Erkenntnis – ist der Weg. Der Weg selbst - eine Illusion. Eine Sackgasse, nett mit Blumen geschmückt, wohltuend und unserem Auge, ein genehmer Freund, in der Dauer eines Augenblicks, in der Zartheit eines Morgentaus, der mit dem ersten Sonnenschein, alles was vorher war - verschwinden lässt.

Der Weg, nur vorgegaukelt, der Abstand zum Ziel, auch wenn es eine fiktive Zukunft wäre, die wir gerne zu sehen glauben, bleibt er dennoch nur ein einfacher Schwindel, mit dankbaren Zügen - unsere Absicht zu lenken.

Selbst beim Betrachten eines Blattes, welches vom Ast eines Baumes fällt, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses, und glauben den Moment in seiner Tiefe zu erahnen, dabei so blind wie alltäglich, kaum seinen Schatten wahrnehmend, der sich am Boden - der Sonne entzieht.

Die Zukunft mein Freund, existiert nicht. Auch wenn dir dein Gefühl sagt, und du dir noch so sicher bist, dass sie jeden Moment um die Straßenecke erscheint, wie das Morgenrot, welches dein Gesicht küsst; - und sie dennoch in jener Dunkelheit verharrt, die du niemals - zu ergründen vermagst.

Dabei ist die Zeit ein schlechter Geselle auf deinem Wege - die Zukunft zu sehen. Hier ein kleines Beispiel wie die Zeit, nicht nur den Raum einnimmt, sondern auch unsere Zukunft umwirbt:

Gemessen an 50 Millionen Menschen, die nötig sind, eine Technologie anzuwenden, bricht sich die Erfahrung an Zeiträumen, die uns – staunen lassen.

Das Telefon – brauchte 75 Jahre, damit es 50 Millionen Menschen nutzen.

Das Radio – benötigte nur 35 Jahre dazu.

Der Fernseher – nur 15 Jahre.

Das Mobiltelefon – nur 7 Jahre.

Das Internet – 4,5 Jahre.

Facebook – nur 1,2 Jahre.

Spiel Tamagotchi - 23 Tage.

Das Lachen auf YouTube „Chewbacca Lachen“ (Star Wars Freunde wissen was ich meine.) Eine Asiatin setzte sich eine Chewbacca Maske beim Autofahren auf und lachte völlig verblödet in die Kamera - in nur 38 Sekunden.

Die Zukunft geschieht nicht mehr – sie transformiert in Augenblicken, und nimmt, all jene aus dem Spiel – die in der Vergangenheit verhaftet sind. Wissenschaftler sagen, dass ab 2032 die künstliche Intelligenz, es endlich gelernt hat, sich selbst, ohne unser Zutun - zu erschaffen.

Es wird eine Parallelwelt entstehen, weil wir nicht mehr wissen werden, welche Fragen, welche Motivationen, sofern man sie als solche betrachten kann, dabei noch eine Rolle spielen werden, die die Existenz der Spezies Mensch – eine Zukunft geben.

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