Rätsel für Faktenchecker: Fake or real?

"WHO gibt neue Empfehlungen zur Bearbeitung des menschlichen Genoms zur Förderung der öffentlichen Gesundheit heraus.

12. Juli 2021 Medienmitteilung Lesezeit: 2 min (608 Wörter)

Zwei neue begleitende Berichte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) enthalten die ersten globalen Empfehlungen zur Etablierung des menschlichen Genoms als Instrument für die öffentliche Gesundheit mit Schwerpunkt auf Sicherheit, Wirksamkeit und Ethik.

Die zukunftsweisenden neuen Berichte sind das Ergebnis der ersten umfassenden, globalen Konsultation, die sich mit der Bearbeitung somatischer, Keimbahn und vererbbarer menschlicher Genome befasst. An der Konsultation, die sich über zwei Jahre erstreckte, nahmen Hunderte von Teilnehmern teil, die unterschiedliche Perspektiven aus der ganzen Welt vertraten, darunter Wissenschaftler und Forscher, Patientengruppen, religiöse Führer und indigene Völker.

«Human Genome Editing hat das Potenzial, unsere Fähigkeit zur Behandlung und Heilung von Krankheiten zu verbessern, aber die volle Wirkung wird nur erzielt werden, wenn wir sie zum Wohle aller Menschen einsetzen, anstatt die gesundheitliche Ungleichheit zwischen und innerhalb von Ländern zu vergrössern», sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Zu den möglichen Vorteilen von Human Genome Editing zählen schnellere und genauere Diagnosen, gezieltere Behandlungen und die Vorbeugung von genetischen Störungen. Somatische Gentherapien, bei denen die DNA eines Patienten verändert wird, um eine Krankheit zu behandeln oder zu heilen, wurden erfolgreich zur Behandlung von HIV, Sichelzellkrankheit und Transthyretin-Amyloidose eingesetzt. Die Technik könnte auch die Behandlung einer Vielzahl von Krebserkrankungen erheblich verbessern.

Einige Risiken bestehen jedoch beispielsweise bei der Keimbahn- und vererbbaren menschlichen Genome-Editierung, die das Genom menschlicher Embryonen verändern und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden könnten, wodurch die Merkmale der Nachkommen verändert würden.

Die heute veröffentlichten Berichte enthalten Empfehlungen zur Steuerung und Überwachung der Bearbeitung des menschlichen Genoms in neun verschiedenen Bereichen, darunter Register zur Bearbeitung des menschlichen Genoms, internationale Forschung und medizinische Reisen, illegale, nicht registrierte, unethische oder unsichere Forschung, geistiges Eigentum sowie Bildung, Engagement und Empowerment. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf Verbesserungen auf Systemebene, die für den Aufbau von Kapazitäten in allen Ländern erforderlich sind, um eine sichere, wirksame und ethische Nutzung des menschlichen Genoms zu gewährleisten.

Die Berichte bieten auch einen neuen Governance-Rahmen, der spezifische Instrumente, Institutionen und Szenarien benennt, um praktische Herausforderungen bei der Durchführung, Regulierung und Überwachung der Erforschung des menschlichen Genoms zu veranschaulichen. Der Governance-Rahmen bietet konkrete Handlungsempfehlungen für spezifische Szenarien wie:

In Westafrika soll eine hypothetische klinische Studie zum somatischen Genom Editing zur Sichelzellkrankheit durchgeführt werden

Vorgeschlagene Verwendung von somatischem oder epigenetischem Genom Editing zur Verbesserung der sportlichen Leistung

Eine imaginäre Klinik mit Sitz in einem Land mit minimaler Aufsicht über die Bearbeitung vererbbarer humaner Genome, die diese Dienstleistungen internationalen Kunden nach In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik anbietet

«Diese neuen Berichte des Sachverständigenbeirats der WHO stellen einen Sprung nach vorn für diesen Bereich der sich rasch entwickelnden Wissenschaft dar», sagte der Chefwissenschaftler der WHO, Dr. Soumya Swaminathan. «Die globale Forschung vertieft sich in das menschliche Genom.

Was kommt als Nächstes

Die WHO wird:

Einberufung eines kleinen Expertenausschusses zur Prüfung der nächsten Schritte für das Register, einschliesslich der Frage, wie klinische Studien mit bedenklichen Techniken zur Bearbeitung des menschlichen Genoms besser überwacht werden können

Multisektorale Interessengruppen einberufen, um einen zugänglichen Mechanismus für die vertrauliche Meldung von Bedenken über möglicherweise illegale, nicht registrierte, unethische und unsichere Forschungsarbeiten zur Bearbeitung des menschlichen Genoms und andere Tätigkeiten zu entwickeln

Im Rahmen der Verpflichtung, «Bildung, Engagement und Empowerment» zu erhöhen, führen Sie regionale Webinare mit Schwerpunkt auf regionalen/lokalen Bedürfnissen durch. innerhalb der Abteilung Wissenschaft zu prüfen, wie ein inklusiver globaler Dialog über Grenztechnologien aufgebaut werden kann, einschliesslich einer UN-übergreifenden Zusammenarbeit und der Schaffung internetgestützter Ressourcen für zuverlässige Informationen über Grenztechnologien, einschliesslich der Bearbeitung des menschlichen Genoms.

Sitzungsaufzeichnung

Berichte starten – Human Genome Editing: A Framework for Governance and Recommendations, 14. Juli 2021.

Moderator: Professor John Reeder, Direktor Forschung für Gesundheit, WHO

Podiumsmitglieder: Mitglieder des Experten-Beratenden Ausschusses der WHO zur Entwicklung globaler Standards für Governance und Überwachung der Bearbeitung menschlicher Genome»"

(Vgl. https://www.who.int/news/item/12-07-2021-who-issues-new-recommendations-on-human-genome-editing-for-the-advancement-of-public-health....übersetzt mit Pons-Translator.)

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