Wollen wir die Humanität hinter uns lassen?

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Auf der Suche nach Anworten zur "Neuen Normalität" taucht unweigerlich die Frage auf: Ja, bitte schön, wohin soll denn die Reise gehen? Dass die Lock eine Infektionskrankheit ist, die uns bisher sowohl den Namen des Zuges als auch das Fahrtziel schuldig geblieben ist, ist uns nur allzu bitter bewusst. Sie krönt uns alle grausam, und ja sie ist furchterregend, sie kann uns töten. Der Gedanke an sie ist fast schon so mulmig wie derjenige an Frau Merkels Neujahrsansprache. Das Schlagwort "Digitalisierung" haben wir wie ein Jausenpackerl vor die Füße geworfen bekommen, als Anreiz damit wir nicht in die falsche Richtung ein- steigen. Dieser Zug in ein kafkaeskes Nirgendwo hat sich bereits in Bewegung gesetzt, er soll uns schließlich alle transportieren, ja transformieren. Unweigerlich taucht Nietzsches Anspruch an uns als Gattung auf. Ist es jetzt so weit? Werden wir unsterblich? Werden wir vollkommen? Werden wir besser als wir es je waren? Und vor allem, wollen wir das überhaupt?

Noch gibt es Beharrungskräfte, Menschen, die uns im letzten Moment noch herauszerren wollen. Menschen, die mit Wehmut von Freiheit als einem ihrer höchsten Werte sprechen, von liebgewonnenen kleinen Fehlern. Menschen, die von Demokratie überzeugt sind, zwar nicht absolut, doch als das Beste was wir realistischerweise haben können. Ja sie ist mühsam, ja sie kostet uns viel und sie ist auch nicht so wirkkräftig wie wir sie gerne hätten. Es wird immer irgendwelche Globalplayer im Hintergrund geben, die uns mit dicken Seilen knebeln und unsere Substanz unentwegt aussaugen. Trotzdem haben wir bis vor kurzem noch Rechte gehabt. Nein nicht "rechts- radikale Menschen", nicht "Nazis" sind gemeint, das neue Lieblingswort der Jungen, sondern kostbare Bürgerrechte und Menschenrechte. Hans Georg Maaßen zählt in seinem Interview ein paar davon auf. Er hat übrigens über Asylrecht promoviert. Es ist und bleibt uns wichtig, dass Menschen, die anderswo echte Verfolgung erleiden, bei uns Schutz und ein neues Zuhause finden. Das sollten wir ihnen aber auch bieten können. Sie sollten nicht bei uns weiter Angst haben müssen, weil wir auch ihre Peiniger mit offenen Armen fortlaufend empfangen.

Es ist nicht mehr zu übersehen, die gesamte Welt ist Kampfgebiet. Nein es geht nicht darum "nicht zu spalten", es geht darum über die tatsächlich vorhandenen Klüfte Brücken zu schlagen. Dazu gilt es die falschen Brillen der Utopie abzulegen und nach einer Bestandsaufnahme so vorauszuplanen, dass alles möglichst gut werden kann. Die eigene Tugend besteht nämlich nicht im bloßen, planlosen guten Wollen, quasi in absurden Teddybäreinwürfen, sondern im vorausschauenden Tun.

So hält Tichy auch Schwab für einen größenwahnsinnigen Utopisten, der allerdings verdammt gut organisiert und vernetzt ist, das muss man ihm schon entgegnen. Letzterer Herr ist also derjenige, der die Rede von "The Great Reset" wie eine Frisbeescheibe, oder doch schon wie einen Sateliten, gestartet hat und nun rund um die Erde kreisen lässt. Die Globalisten und "Transhumanisten" finden sich zusammen, und das länderübergreifend, so viel steht fest. Sie befürworten strenge Maßnahmen und Magnetschwebebahnen. Wer seine eigene Region gar nicht mal so übel findet ist schnell ein Nationalist geschimpft, und vom Nationalisten ein paar Buchstaben weggekürzt, ist es dann zum Wort Nazi auch nicht mehr weit.

Ins folgende Video habe ich nur kurz reingehört, das Bild hat was.

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