Ein Denkmal der Schande/ schändliches Denkmal – spricht man in der deutschen Journaille überhaupt noch Deutsch, oder nur mehr ideologisch? Ein Nachruf.

Ich habe absichtlich länger gewartet bis ich über dieses Thema meinen Senf abzugeben gedenke. Die Wogen gingen hoch und die Empörung auch. Herrn Höcke wird bestraft und alle putzen sich schnell die Finger ab. Die Wogen glätten sich. Zeit für einen Nachruf.

Ich hab die Ansprache von Herr Höcke gehört und ich fand das, was er gesagt hat, nicht schlimmer als das, was Merkel bei der Münchner Sicherheitskonferenz von sich gegeben hat. Ich gehe nicht in allen Bereichen der Rede d'accord und das muss ich auch nicht sein. Um den eigentlich Inhalt geht es hier nicht und um den Inhalt ist es auch in der Presse nicht gegangen.

Denkmäler sind meiner Meinung nach wichtig, aber weit wichtiger ist die korrekte und schuldzuweisungsfreie Bildung in Geschichte (ähnlich dem britischen Geschichtsverständnis, warte ne doch nicht, da brauchen wir was Neues). Denkmäler können negativ (hoffnungslos), oder positiv (hoffnungsvoll) wirken. All das hätte man in einer Kritik an dieser Rede verfassen können. Also, auf eine zivilisierte Art und Weise unter die Menschen bringen können. Oder man hätte sich mit Inhalten kritisch auseinandersetzen können. Wäre ja zur Abwechslung mal denkbar gewesen. Stattdessen haben die 70% LDG (Liga der Gerechten, SJWs) in der deutschsprachigen Journaille nach der Triggerphase, 1 Nanosekunde lang etwa, sofort los-geschriehen – deutsche Sprache, Semantik, egal – er hat es gesagt - jetzt ist er fällig. Jetzt machen wir ihn so richtig fertig. Die Sau wird durchs Dorf getrieben. Endlich haben wir ihn, ha, yes. Semantik hin oder her. Mit Schaum vor dem Mund wütet man in den Tastaturen und bringt sich selbst zu Höheflügen der wildesten Wortkombinationen, was Herr Höcke nicht alles gemeint haben muss. Ohne sich auch nur im Mindesten mit der Rede Auseinanderzusetzen und Vernünftig dagegen zu argumentieren. Manchmal kommen mir diese LDG Journalisten vor wie Duracell Hasen. Sie laufen in der selben Art und Weise immer gegen jedes, sich ihnen entgegenstellende, Hindernis. Unfähig Ihr Verhalten an der Art des Hindernisses anzupassen. Vermutlich immer in der Hoffnung – wenn ich jetzt mit den Beinen auf und ab wackle und die Trommel schlage und gegen dieses Ding da laufe, dann bin ich gleich durch – nein, aber jetzt – nein, aber jetzt – nein, aber jetzt – nein, aber jetzt...

Sie haben noch nie von der Alpysia (Seehase) gehört. Diese Schnecke zieht ihre Kiemen ein, wenn sie am Siphon gestreichelt wird. Immer und immer wieder - bis sie beim 3-4 Mal nichts mehr macht. Sie hat sich an den Reiz gewöhnt und lässt ihn links liegen.

Ein Denkmal der Freude – ein freudiges Denkmal

Ein Denkmal der Angst – ein ängstliches Denkmal

Ein Denkmal der Lust – ein lustiges Denkmal

Ein Denkmal des Lichtes – ein helles Denkmal

Ein Denkmal der Schatten – ein dunkles Denkmal

Ein Denkmal des Hasses – ein verhasstes Denkmal

Ein Denkmal der Wut – ein wütendes Denkmal

Ein Denkmal der Schande – ein schändliches Denkmal

Jemand schreibt eine Rede und spricht die dann. Er macht sich vorher Gedanken was er sagt und meint. Und wenn er etwas meint im Sinne der deutschen Sprache und des Sprachgebrauches, dann meint er es im Sinne des Sprachgebrauches und nicht im Sinne, wie es gerade passen würde, damit die Ideologische Keule und Hetze gegen ihn ordnungsgemäß geschwungen/geführt werden kann. In der selben Art, wie der Hexenhammer erdacht wurde - man sagt, was die Menschen meinen, wenn sie etwas anderes sagen, dann ist es eben ein Code und sie meinen was anderes. Hexenjagd nennt man dessen Durchführung.

Keine anderen Nation baut sich als Zentrum seines Gedächtnisses ein "Denkmal der -anm. eigenen- Schande", außer die Deutschen. Vergessen ist etwas anderes als einer unschuldigen Generation pauschal Schuld zuzuweisen. Gedenken und Lernen ebenfalls. Lernen kann ich auch bei einem Denkmal der Befreiung, einem Denkmal der Freundschaft. Einen Denkmal an die Zufluchtsstätte der Juden im 19 Jh. vor Verfolgung – dem deutschen Kaiserreich.

Eine Erinnerung an alte Freundschaften und ein Denkmal einer positiven, gemeinsamen Zukunft.

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Margaretha G

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pirandello

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