Wahlkampf in dem Sinn gibt es eigentlich keinen. Eher eine Art Showkampf mit strengen Regeln. Es wird nur auf bestimmte kleinere, eher nebensächliche Themen eingegangen. Und das nur, weil Politiker den Menschen keine Angst machen wollen und Macht behalten bzw gewinnen wollen. Deshalb ist der Wahlkampf so wie er eben ist: Propaganda. Lügen oder bestensfalls Halbwahrheiten. Man spart alles aus, was bei den Menschen ein mulmiges, unangenehmes Gefühl hinterlässt. Oder gar Zukunftsängste verursacht. Stattdessen unterhält man sich über kleine Zahlenspiele und Kinderrechnugen, Bilanzspielereien. 39% der Deutschen wissen heute nicht mehr, welche Partei sie bei der letzten Wahl gewählt haben.

Kann das eventuell daran liegen, dass die Parteien sich nicht mehr wirklich unterscheiden? Ist es nicht eher so, dass die, ich nenne sie mal Mainstream-Parteien, einen Block gegen alle neuen und anderen Parteien bilden? Verhinderungswahlkämpfe auf demokratischer Basis?

Die Mauer ist bei allen Parteien die selbe, nur die Farben der Mauer wird je nach Wahlausgang umgestrichen. Die Menschen merken das schön langsam. Grosse Probleme werden nur mehr zugedeckt und weggewischt, anstatt sie anzusprechen. Und werden die Probleme genannt, dann verbietet man die entsprechenden Begriffe in der Sprache. Politisch korrekt, eben. Die Wahrheit, die interessiert kaum.

Folgende Fragen hinterlassen bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl - ein kaltes Schauern. Und genau deshalb werden diese Themen verheimlicht und bestenfalls kleingeredet:

A) Die gewaltigen Umbrüche in der Gesellschaft durch die Digitalisierung. Das werden keine kleinen Modernisierungen sein, sondern gewaltige erdrutschartige Veränderungen, die die ganze Gesellschaft erschüttern werden. Wir und unsere Kinder wollen nicht und werden nicht ausreichend vorbereitet darauf sein. Aber nicht nur das: gesellschaftlich und politisch hat man noch nicht einmal die kleinste Idee oder gar Antworten für diese neuen Probleme parat.

pixabay Arbeitslosigkeit und Armut werden steigen

B) Unsere Art zu wirtschaften geht auf Kosten unserer Enkel. So wie wir wirtschaften, wird der Planet in ein paar Jahrzehnten unbewohnbar sein. Das ist eine erwiesene, wissenschaftliche Tatsache. Es handelt sich um ein globales, ökologisches Desaster. Dieses ökologische Thema ist aber vor allem bei den Grünen in den falschen Händen. Aber auch alle andere Parteien vermeiden das Problem der massiven Umweltzerstörung so weit es geht. Sie faseln stattdessen was von Elektroautos und dem bösen Diesel. Langfristigen Planung - weit gefehlt. In Wahrheit gehen immer Wirtschaft und Profit vor allem anderen. Dass die Umwelt zerstört wird, daran werden auch Millionen Elektroautos nichts ändern können.

C) Die Migration. Macron und Merkel haben einen Plan geschmiedet - sie wollen südlich der Sahara die Menschen aufhalten und nennen das Partnerschaft. Das verschiebt die Probleme und das Elend in den Süden. Man kann all den Menschen grundsätzlich auch nicht hier im dicht besiedelten Europa aus der Armut helfen. Man kann vor allem nicht Menschen aufnehmen und pensionsartig versorgen, das ist nicht finanzierbar. Die wirklich Armen, die Kinder, die Familien bleiben nämlich in einem noch weiter geschwächten Land zurück.

Statt dessen bräuchte man eine echte Entwicklungshilfe. Politik, die wirklich den Menschen vor Ort auf die Beine hilft. Die Akzeptanz der westlichen Finanzwirtschaft für entsprechende Schutzzölle auf Waren aus dem Westen, um die eigenen Wirtschaften/Märkte vor den Billigstproduzenten zu schützen. Statt einer Erweiterung der Rüstungsausgaben für die NATO müsste man das Geld in die Kanäle von echten Entwicklungshilfeprogrammen umleiten.

D) Bildung - es wird gleichgemacht, anstatt gleiche Chancen zu bieten. Alle müssen vollkommen gleich gehobelt werden. Die Begabten werden gebremst. Wir verdummen, auch das belegen Fakten eindeutig (Stichwort: Pisa-Studie). Die Schwächeren werden mit allen Mitteln bis an den Rand eines nervlichen Zusammenbruches befördert - am Ende der Schule müssen ja doch bitte alle ideologiekonform, einheitlich zurechtgeschnitten herauskommen. Und ja nicht die falschen Fragen stellen. Man nennt das dann individuell, und selbstverwirklicht. Aber im Grunde sind alle gleich individuell und die Wünsche zur Selbstverwirklichung eingeimpft. Sonst passt die Realität ja nicht mehr zur herrschenden ideologisch verklärten Deutung. Bloss keine realisierte Vielfältigkeit... Da werden Kinder mit Mathematik gequält und können eventuell nicht mal gut Deutsch – wo bleibt die Logik? Mittelmass in allen Fächern ist das Ziel.

Nenne mir bitte einer einen Grund, warum ich noch wählen gehen sollte. Jaja, Demokratie und so... glaubt ihr wirklich wir leben in einer Demokratie? Also, ich lebe in einem Staat der eine Republik auf demokratischer Basis ist, eine repräsentative Demokratie - nichtmal auf dem Papier sind wir eine Demokratie...

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