Wir sind Realität - oder doch nur Simulation. Leben wir in einer Matrix? Eine Versuch.

Wir nehmen etwas wahr. Ein Bild. Oder besser ein bewegtes Bild. Wir sehen das Bild und den alten Fernseher vor uns. Er steht da und seine pixeligen Bilder verschwimmen nur in einiger Entfernung zu einem geglätteten Bild. Wir wissen, dass das Bild nur von einem Elektronenstrahl stammt, der auf fluoreszierende Materialien trifft. RGB – Rot, Grün, Blau so nahe beieinander, dass durch Modulation der Intensitäten der drei Punkte alle Farben im Farbraum abgebildet werden können. Das funktioniert, da es drei Typen von Proteinen im Auge gibt, die entsprechend auf die Detektion dieser drei Farben optimiert sind. Trifft Licht einer bestimmten Farbe auf die Netzhaut, dann sprechen die drei Opsine mit unterschiedlichen Intensität auf die Wellenlänge an - die eigentliche Wellenlänge des auf die Netzhaut auftreffenden Lichtes wird dann aus den drei Intensitäten hochgerechnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Farbwahrnehmung#/media/File:Cone-response-de.svg

Wenn also ein Meister ein Gemälde aus den drei Grundfarben zaubert – dann besteht es aus Gemischen der Farbpartikel und erzeugt die Illusion von etwa Grün - wenn Gelb und Blau vermengt wird. Wie bei dem oben erwähnten alten Fernseher, könnte man mit einem Hochauflösenden Auge erkennen, dass es sich nicht wirklich um Grün handelt, sondern um blaue und gelbe Partikeln. Das heißt, dass der Maler in Wirklichkeit niemals das Bild an sich geschaffen hat, sondern nur eine Illusion davon – eine optische Täuschung. So wie der Fernseher seine Bilder erzeugt.

Fernseher sind einer Entwicklung unterworfen – sie werden immer besser immer "realer" für uns. Sie werden grösser und schärfer. Dreidimensional. Und irgendwann wird das Auge und der Rest von uns nicht mehr erkennen können, was real ist und was virtuell. Holodeck sozusagen.

Jetzt meine Frage. Was, wenn dieser geniale Fernseher schon erfunden wurde und wir darin liegen, stehen was auch immer. Wir befinden uns alle in einer Simulation. Vielleicht sind wir selber auch nur Simulation. Aber wer immer in der Matrix feststeckt, der kann zwischen Real in Virtuell nicht Unterscheiden. Er selber kann ja virtuell, oder auch real sein. Gibt es eine Möglichkeit aus diesem Kreis zu fliehen, oder einfach festzustellen, ob wir bereits in einer Matrix leben?

Jetzt kommen vermutlich die ersten daher, die von der Spinner Philip sprechen. Phantast. Träumer. Geschichteldrucker.

Mit Nichten und Neffen:

"So in etwa 10.000 Jahren könnten wir seiner Meinung nach soweit sein. Und dann, um unsere Vorfahren zu studieren oder einfach nur zum Zeitvertreib, eine Simulation der Menschheitsgeschichte programmieren. Abgespaced.

Sagt nicht nur Musk, sondern auch der schwedische Philosoph Nick Bostrom, der an der Oxford University lehrt. Also ein durchaus renommierter Wissenschaftler.

Die Wahrscheinlichkeit beträgt seiner Meinung nach 20 bis 50 Prozent. Und zwar unter drei Bedingungen:

I. In der Zukunft muss es für uns unvorstellbare Megacomputer geben.

II. Die Menschheit muss lang genug überleben, um zu einer „posthumanen“ Spezies zu werden.

III. Diese Spezies muss Interesse daran haben, eine Simulation ihrer Vorfahren zu programmieren, ...

... in der wir uns demnach befinden. Jetzt. Hier. In diesem Moment. Bäm."

https://www.welt.de/kmpkt/article158325548/Wahrscheinlich-leben-wir-in-einer-Simulation.html

Ich will niemanden erschrecken, aber es besteht die Möglichkeit, dass wir uns alle in einer Simulation befinden. Dabei haben wir kaum die Möglichkeit aus uns heraus zu eruieren, was wir sind. Es ist ähnlich dem Leib-Seele Problem. Unsere Detektoren und Rechenleistung steht vor dem Problem, sich aus sich selbst heraus erklären zu wollen, aber nicht die Möglichkeit zu haben von außen das Problem analysieren zu können.

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Margaretha G

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Die Tempeltänzerin

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