Ich hab schon vor 4 Tagen den Versuch gemacht, da verschwand mein Text in den Untiefen meines PC. Doch heute möchte ich über einige Aspekte des längsten Wahlgangs in unserer Republik schreiben, die noch gar nicht so richtig vom Wahlvolk und den diversen Beobachtern gewürdigt wurden.

Diese gegenwärtige, in die Zielgerade gehende BUNDESPRÄSIDENTENWAHL 2016 wird auf jeden Fall in die Geschichtsbücher eingehen. Denn sie stellt eine ZÄSUR dar und sie ist sowas wie ein „göttliches Geschenk“ geworden, für Staat und Bevölkerung Österreichs.

Ganz im Gegensatz zu etlichen anderen Kommentatoren war alles für mich, weder lächerlich, es war auch keine Zeitvergeudung, keine Schande vor der übrigen Welt, kein Zusammenbruch der Demokratie und was sich die Fremdschämer noch so alles zu Herzen genommen haben.

Es ist, wie es ist.

Und es ist so, dass es sehr viel in der österreichischen Bevölkerung bewirkt hat.

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurde wieder mal querbeet diskutiert, politisiert, gestritten und gepoltert.

Der Wahlgang brachte sehr positive Aspekte:

POLARISIERUNG – AKZENTUIERUNG – STANDPUNKTE – HEIMATVERBUNDENHEIT

alles Zustandsbeschreibungen, von denen schon lange nicht mehr die Rede war, die aber Bewegung unter die Leute brachten.

Über Politik wurde doch schon lange nicht mehr geredet, die Hauptgesprächsthemen waren meist die Freizeitgestaltung und sich selbst hochlizitieren, wo man denn schon wieder gewesen sei und was man sich schon wieder Neues zugelegt hatte und wie gut man da gecasht hatte oder dort...

POLITIK, das wurde mit Naserümpfen goutiert, als etwas, wo man lieber nicht anstreift.......

Als hätte es nichts mit uns zu tun!

Das hat sich durch diesen Wahlmarathon gewaltig verändert.

Ein „Geschenk“ war natürlich die Flucht der Hunderttausenden, daran war ganz schnell zu erkennen, wer das Land aufgeben möchte und wer nicht, doch das zweite Geschenk waren auch die 2 Protagonisten, die vordergründig immer als DIE ZWEI ÜBEL bezeichnet werden, ein grosses und ein kleines Übel, davon wird gesprochen, je nach Standpunkt.

Vor 4 Tagen wurde der Endspurt vom Herrn von Bellen eingeleitet, er sprach davon, dass man wieder miteinander sprechen sollte, dass wir die ALTE ZUVERSICHT wieder leben sollten und er sprach auch staatsmännisch über die EU, die nach innen stark und nach außen selbstbewusst auftreten sollte.

Er sprach von den roten Linien, die gegenüber der Türkei gezogen werden – just an dem Tag (18.11.) , an dem wieder 107 Wissenschaftler in türkische Gefängnisse übersiedelt wurden und deren Existenz einer massiven Gefährdung ausgesetzt wurde.

Diese Äusserungen waren für mich der Anlass zu schreiben, denn was Herr vdB von sich gibt, zeigt mit welcher Person wir es hier zu tun haben.

Bis zum heutigen Tage sind 110.000 Menschen in der Türkei aus ihren Ämtern und Positionen im Staatsdienst entfernt worden, doch für AvdB ist damit keine rote Linie überschritten.

Denn AvdB ist extrem anpassungsfähig und opportunistisch, wenn es um seinen eigenen Vorteil geht, das hat er als WENDEHALS DER REPUBLIK oftmals bewiesen.

Die Erdogan-Türken mit österr.Staatsbürgerschaft braucht er dringendst als Stimmvieh am 4.Dezember, ohne die hat er kein Leiberl, denn die Eingewanderten vom Westbalkan wählen hier schon lieber mehrheitlich NORBERT HOFER, weil sie spüren, wer zu diesem Land steht.

Seine frommen Wünsche fürs Miteinanderreden sind nichts weiter als Worthülsen, spricht er doch denen mehr als 50% in der Republik glatt das Recht ab, durch jemanden, den sie wählen würden, auch als Bundeskanzler vertreten zu werden.

Er beschwört eine ALTE ZUVERSICHT: Was genau soll das sein, Herr vdB und wann hat das statt gefunden?

Wann hatten die Österreicher das letzte Mal Gelegenheit, politisch zuversichtlich zu sein?

Ganz richtig, es war die tiefste Vergangenheit, es war 1979, als die Österreicher das AKW Zwentendorf knapp, aber doch mehrheitlich in die Mottenkiste steckten.

Unter den nachmaligen GRÜNEN gab es jedoch keinen Grund mehr für Zuversicht, das zeigten auch die Wahlergebnisse im Bund der letzten Jahre, gerade mit AvdB und E.Glawischnig wurde nur mehr darüber spekuliert, welche Pöstchen für wen in der Regierung da sind. Sie haben noch vor jeder Wahl schon begonnen, das Fell des Bären zu zerlegen, bevor dieser erlegt war.

Dabei sind sie, gleichmässig auf der Stelle tretend, stehengeblieben.

Eine ALTE ZUVERSICHT zu beschwören ist Ablenkungskäse, nach nirgendwo, es hat sie nicht gegeben.

Was ist mit der EU und was sollte sie sein?

Das ist die Gegenwart und sie ist weiterhin NICHT stark nach innen und schon gar nicht selbstbewusst nach aussen. Und was ist gemeint, mit diesen Verortungen?

Ein zukünftiger BUNDESPRÄSIDENT sollte zumindest in der Lage sein, gewisse geopolitische Himmelsrichtungen auszumachen, nach denen eine Orientierung des Staatsschiffes möglich und wünschenswert sein sollte. Doch auch hier Fehlanzeige.

Der OPA aus dem Kaunertal lässt sich lieber von seinem Hund in eine Richtung ziehen, in die der Hund will, weil das Herrl hat massive Orientierungsprobleme im politischen Gelände.

Doch dieser lange Wahlgang hat uns sehr gut gezeigt, welche Verfasstheit die fast durchwegs gut ausgebildeten Akteure der GRÜNEN, der SPÖ, der ÖVP haben, wenn es um Land und Leute geht.

Und dieser Eindruck wird mE. auch letzten Endes wahlentscheidend sein, denn die überwiegende Mehrheit der Österreicher kann sich bei diesen 3 Parteien niemals mehr sicher sein, dass eine derartige Aufgabe des eigenen Landes, wie es im Sommer 2015 geschah, nicht wieder und immer wieder passieren kann. Nicht nur gegen Flüchtlings- und Einwandererströme, nein nicht nur das.

Die Aufgabe unseres Landes geschieht tagtäglich innerhalb einer EU, die völlig orientierungslos im politischen Universum herumschwimmt und Gefahr läuft, nun sogar das drittklassige Führungspersonal zu verlieren, welches derzeit die Geschicke der EU ins Verderben lenkt.

NORBERT HOFER hat dagegen seinen politischen Kompass schon ganz anders im Griff, weil er auf der Basis einer zu sichernden Heimat navigiert. Und er sucht schon beständig Bündnispartner für diese Navigation in aufgewühlten Gewässern.

Österreich MUSS sich mit den VISEGRAD-Staaten zusammentun und des weiteren mit Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien, um die Ostflanke der EU zu sichern.

Das ist das Gebot der Stunde.

Österreich muß sich in weiterer Folge innerhalb der EU ganz dringend für eine Aufhebung der Sanktionen gegen RUSSLAND einsetzen, das ist eine unabdingbare Notwendigkeit für die mittelbare Zukunft.

Österreich muß jetzt schon mit GROSSBRITANNIEN eigene und gute bilaterale Handelsbeziehungen austüfteln und Abschlüsse suchen, denn dieses Land wird, befreit von der EU, ganz, ganz wichtig werden als Handelsdrehscheibe weltweit und wird einen beispiellosen Aufschwung erleben.

Österreich muß, nicht zuletzt durch einen gut orientierten Bundespräsidenten, ganz starke Beziehungen zu den zukünftigen Regierungsparteien in Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark und Schweden aufbauen, denn all diese Länder werden, zusammen mit VISEGRAD das Bild der NEUEN EU in der näheren Zukunft formen und prägen.

Österreich muß sich auch den neuen Gegebenheiten in der Weltpolitik zuwenden. Mit dem neuen Präsidenten der USA sind gute Kontakte herzustellen und alles, was NATO ist, ist mit grösstem Misstrauen zu beobachten und es gilt nach wie vor, jeden Beitritt zu diesem zerstörerischen Militärbündnis zu verweigern.

Das alles kann AvdB nicht, denn er ist offensichtlich noch immer tief traumatisiert vom Wahlsieg DONALD TRUMPS !

Er hält Frau MERKEL wahrscheinlich noch immer für die Lichtgestalt von MULTIKULTI in Europa und er würde auf Gedeih und Verderb weiterhin Zehntausende ins Land holen, koste es, was es wolle, selbst wenn es die Existenz eines schönen Staates wie Österreich kosten würde.

Die Verwerfungen in EUROPA werden durch die bevorstehende Selbstzerstörung DEUTSCHLANDS von so derartig gravierender Natur sein, dass es recht und billig sein muß, rechtzeitig Bündnispartner zu gewinnen, um das zukünftige KALIFAT DEUTSCHLAND und das schon entstehende KALIFAT BOSNIEN unter Kontrolle zu bringen.

Auch ITALIEN an der Südgrenze Österreichs wird über kurz oder lang, zumindest aus dem Euro, aussteigen müssen und wird sich mit Hilfe der LEGA Nord und der 5Sterne – Bewegung bald ganz anders präsentieren, als wir das bisher für möglich gehalten haben.

Ich bin und war dankbar für diesen überlangen Wahlkampf, denn dieser hat in vielerlei Hinsicht augenöffnend und haltungsfördernd gewirkt.

Ganz im Gegensatz zu vielen Stimmen: Mir konnte er nicht lange genug dauern!

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baur peter

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