Einmal davon abgesehen, dass es kein Dauerzustand ist, sein darf und auch wirklich nicht sein soll, dass sich Menschen dauerhaft nur mehr über ein Thema den Kopf zerbrechen sollten, nämlich ob, wann, wo und womit sie sich... und was darüber hinaus noch viel sicherer und noch viel wirksamer und noch viel immuner sein oder machen sollte, als..... welche Grundrechnungsarten für das Begreifen von nicht begreifbaren Erfindungen paranoider Zombies nun notwendig, verfügbar oder gegebenermaßen beherrschbar sein sollten.....

Einmal von alldem abgesehen und für einfach, selbstverständlich, verbunden und verwurzelt befunden, was gibt es in jedem Lebensalter, was unser Leben zu einem unvergleichlich einzigartigem Erlebnis macht, dessen Geschehen uns ein ums andere Mal in so großes Staunen versetzt, dass wir wortlos und ergriffen stehen, sitzen, liegen bleiben und wortlos in Betrachtung, Andacht und Anhörung verharren?

Es ist das JETZT, der AUGENBLICK, der Ruf eines Vogels, das Aufkommen eines plötzlich starken Windes, die instantan erlebte Einmütigkeit und Synchronizität mit einem Ereignis außerhalb der Grenzen unserer Haut.

Die Transzendenz dieses Ereignisses geht ohne jede Zeitverzögerung in unser Innerstes und löst aus.

Dort aber ist kein Schalter, kein Druckknopf, kein mechanischer Auslöser, kein Hebel, kein Abzugshahn, kein Anlasser und auch kein simpler schwerer Hammer, der auf den Amboss knallt.

Biologisch sagt man, dort wären an die eineinhalb Kilo feinster liebevollster Mikroorganismen, vielleicht auch viel mehr, eher mehr als weniger, ich recherchiere das nicht und ich will ihre Anzahl nicht nachzählen müssen, ich bin ganz ehrlich, des Zählens zu müde und die Zahlen dieser Welt, wie sie sich eben gerade seit vielen Monaten numerisch präsentiert, sie langweilen mich und sie ermüden den Geist, wie es das Leben mit all jenen tut, die schon vom ersten Arbeitstag ihres Lebens an begonnen haben, die Tage bis zu ihrer Pension zu zählen.

Ich denke mir, dass ERBSENZÄHLER da vielleicht sogar noch besser dran sind als Menschen im Arbeitsprozess, ich weiß allerdings nicht genau, welcher Spezies die Erbsenzähler zuzurechnen sind?

Sind es auch Menschen, sind es Ratten oder sind es gar Maulwürfe oder die gefürchteten Maulwurfsgrillen, die sich ihren kleinen Vorrat an verfügbaren Erbsen zur Sicherheit abzählen, damit sie dann wissen, was sie dann haben, falls das Ganze so bleibt, wie es ist, oder damit sie wissen, was sie verloren haben, wenn das Ganze nicht so bleiben sollte , wie es war.

Ich war 34 Tage lang am Leben. Ich war 34 Tage lang im JETZT. Ich habe 34 Tage lang mit beiden Händen unaufhörlich in der Erde gewühlt. Ich habe 34 Tage lang an jedem einzelnen Tag etwas entstehen gesehen, in der Erde, auf der Wiese, auf den Hügeln, oben auf dem Gebirgskamm, bei der kleinen Turmfalkenfamilie am Kirchturm der mächtigen einzigartigen Kirche von L., keine zwanzig Meter vor meiner Türe, meinem kleinen Stiegenbalkon. Die Schreie der kleinen Flugkünstler waren sogar jeden Tag anders, Blumen, Blüten und Pflanzen (das Wiesenschaumkraut) schossen über Nacht hervor wie kleine Raketen, nur viel, viel lautloser.....

Das Getöse ihres Wachstums wird man hören können, wenn man sich als Menschenwesen endgültig ganz verwurzeln wird können, so schnell bin ich noch nicht, doch ich habe ja noch viele Jahre lang Zeit, obwohl mir das Geburtsdatum in meinem Reisepass ganz etwas Anderes suggerieren will. Ich höre nicht auf ihn, den Träger meines Geburtsdatums, er ist ohnedies BORDEAUXROT und nicht die Farbe meiner Wahl, meine Farbe für einen Pass ist GRÜN!

Kann in diesen Zeiten nur GRÜN sein, ansonsten zum Reisen völlig ungeeignet, mein Bordeauxroter wurde mir erst vor kurzer Zeit zum Reisen in alle Länder dieser Erde ausgestellt, jetzt wird er offiziell - von Staats wegen zu GRÜN umgefälscht - in meinen Augen ein glatter Verfassungsbruch, eigentlich ein kriminelles Delikt des Staates, begangen in flagranti, sichtbar und hörbar für die ganze Öffentlichkeit!

Die ÖFFENTLICHKEIT - ja , auch das wird sie gleichmütig hinnehmen, sie wird lamentieren und danach jubeln wie schon lange nicht mehr: ICH DARF, ABER DER UND DIE UND JENER DA, DIE DÜRFEN NICHT!

Ich habe also auch beschlossen, mich von meinem Geburtsdatum zu trennen, mein Alter zu meiner Jugend zu machen und beginne nun mit den unausweichlichen Fälscherarbeiten am GRÜNEN PASS.

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal hungrig oder durstig war, es muss irgendwann vor meiner langen Fastenzeit gewesen sein, die ich in weiser Voraussicht, ein erleuchtetes Leben "haben" zu müssen, vom 13. Januar bis zum 23. Februar 2021 in mein Leben eingerichtet habe.

Materie hat mich diese Zeit viel gekostet und das ist nicht jedermanns Sache, sich so leicht und mir nichts dir nichts von etlichen Kilos der eigenen Substanz zu trennen, zu beharrlich hat man sich diese angetrunken und angefressen.

Ich sank kontinuierlich hinunter auf die Marke von 61,7 kg, ausgehend von 77,3 Kilo stattlichen Lebendgewichtes, mein trauliches Weib suchte mich schon mühselig in der Dunkelheit des winterlichen Ehebettes, dachte, ich wäre ein Strich geworden, oder die Annäherung eines Ausgezehrten, unmittelbar nach der Befreiung aus Kerkern der Kriegsherren...

42 Tage lang pures, pudelwohles Fühlen ohne jedes Hungergefühl. ohne wirklich Verzicht zu leisten sich verpflichtet zu fühlen, mit beinahe täglichen Bewegungseinheiten zwischen 5 und 11 km Laufen, Walken oder Gehen. Und jeden dritten Tag Krafttraining an improvisierten Abläufen des Alltags. Und dazu noch regelmäßig YOGA, eine weitere Entdeckung für Geist und Seele.

Das war LEBEN PUR.

JETZT, nach 34 Tagen, täglich bei meinem neuen Haus, in meinem neu erworbenen Garten, bin ich wieder zurückgekehrt in mein "altes normales Leben" hier in Wien, in die Stadt, die ich in einigen Wochen verlassen werde und die gestern ihre Locken down gelassen hat, was ja nichts anderes heisst, als dass sie ihren LOCKDOWN beendet habe, den ich mir seit 31.3. wirklich nicht unbedingt anschauen wollte.

Deshalb begann ich vorsichtshalber schon einmal mit der Rückkehr zum Leben, zum WIRKLICHEN LEBEN, und nichts mehr soll mich fortan von diesem trennen.

Es ist meine ureigenste Rückkehr zu noch mehr INSTINKT, zu noch mehr INTUITION, zu noch mehr BAUCHGEFÜHL, zu noch mehr an JETZT und UNMITTELBARKEIT und zu noch stärkerer Wiederverbindung mit KOSMOS, STERNEN, ERDE, BERGEN, PFLANZEN und TIEREN.

Manche , auch hier, "schimpfen" mich einen Animisten oder einen Vitalisten, ich weiß damit nicht so recht was anzufangen, ich hab dazu keine passende Ideologie, doch ich weiß eines ganz genau:

Es hat eine neue Liebesbeziehung in mir begonnen und es wird eine lebenslange, nie endende Liebesbeziehung mit dem Leben und der pulsierenden Natur sein, denn ich weiß, dass ich in "Gottes Hand" bin und er mir die Selbstmacht in die Hände gegeben hat, alles richtig zu entscheiden für ein gut gelingendes Leben!

I'll be back, Baby!

Das Klischee, dass sich viele das ALTE NORMALE LEBEN zurück wünschen, kann ich nicht erfüllen, denn ein solches hab ich nie gelebt, gewollt oder angestrebt.

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nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 05.05.2021 06:45:14

philip.blake

philip.blake bewertete diesen Eintrag 04.05.2021 20:18:46

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