Die VERBALLHORNUNG auf der NARRENSPITZE.

Als ich gestern nachmittag auf dem schönen Aussichtsplatz der HERTERHÖHE, auf dem Weg zum ZIRBITZKOGEL, in nordwestlicher Richtung die NARRENSPITZE (2336m) im Dunst von 30km Entfernung erkennen konnte, lachte mein Herz und ich freute mich schon darauf, ihren Gipfel im kommenden Winter durch eine gute Schitour zu erreichen.

Das aber ist Zukunftsmusik und in diesem kleinen Blögchen geht es um den Zusammenhang des Begriffs "Verballhornung" mit dem Gipfel der Narrenspitze.

Beziehungsweise, es geht eigentlich darum, dass der Gipfel der Spitze der NARRETEI noch lange nicht erreicht ist und deshalb eine gewisse VERBALLHORNUNG dieses Gipfelsturms noch für einige Zeit notwendig sein wird.

Der Weg zum Gipfel ist schwer zu erkennen, die Abhänge der Narrenspitze sind eher konturlos, nur geübte NARRETEI lässt einen auf dem Erkennen des Weges vorankommen, einige der guten Weggefährten sind schon länger zurückgeblieben, sie hatten große Probleme mit ihrer ERNSTHAFTIGKEIT und der daraus resultierenden Anspannung ihrer intellektuellen Synapsen.

Auf diesem Weg hilft vor allem und ganz besonders die ganzheitliche Form des INSTINKTIVEN DENKENS.

Es ist der weit verbreiteten Denkgewohnheit des sezierenden, des intellektuellen PARTIALDENKENS weit überlegen und schafft Zusammenhänge in der Wegbeschaffenheit weit spielerischer zu erkennen, als angestrengtes Analysieren, Sezieren oder Diskutieren, denn dabei wird nicht stehen geblieben und der Denkfluß gestört.

Der Denkfluß wiederum, der sich im Aufstieg zum Gipfel ergibt, wird durch die VERBALLHORNUNG ganz bestimmter, durch Gewohnheit eingefurchter, Begriffe, Denkmuster, Diskussionslitaneien ein gänzlich anderer als würde man sich im ewiggleichen Trott einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung bewegen, die keinerlei erfrischende Überraschungen mehr parat hätte.

Wie jeder schon bemerkt hat, befinden wir uns nicht real im Aufstieg zur realen Narrenspitze südöstlich des Sölkpasses, sondern auf einer paraboloiden Wegstrecke zur genauen Erörterung des aktuellen Themas Nr. 1, nämlich der herrschenden PANDEMIE oder aber der herrschenden CORONA-DIKTATUR und der damit einhergehenden Wegbeschränkungen und -begrenzungen.

Sind wir in der Lage, die Wegbeschaffenheit zum GIPFEL DIESER PHÄNOMENE mit den herkömmlichen Mitteln der ermattenden, erschöpfenden, der pedantischen Methode des PARTIALDENKENS zu schaffen, oder ist nicht gerade in so einer Situation, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen im höchsten Maße beansprucht, die ganzheitliche Form des INSTINKTIVEN DENKENS notwendig, um den GIPFEL DER NARRETEI schlussendlich zu erreichen?

Es scheint so, dass Zweiteres erfolgreicher sein könnte, weil zuviele Steine auf dem Weg liegen und man jedesmal beim Sezieren sehr viel Zeit verliert, um die Gefährlichkeit des jeweiligen Steines abschätzen zu können.

Hier ist auf jeden Fall die ZWEITE AUFMERKSAMKEIT gefragt, die uns den Weg zum Gipfel der Narrenspitze ohne unnötigen Aufenthalt zeigt.

Hinter uns, auf dem Weg zurückgelassen, hallt das wütende Geschrei derer, die die NARRENFREIHEIT auch gleich mitwegsperren wollen, die einem ALLMÄCHTIGEN BERGFÜHRER am liebsten all ihr Geld geben wollen, welches sie vorher den NARREN rauben dürfen, damit dieser sie sicher, gefahrlos, risikolos zum Gipfel bringt.

Wir, die NARREN, die unterwegs zu ihrer Spitze, zur NARRENSPITZE sind, wir schauen sanft lächelnd zurück, verballhornen hier, verballhornen da, und tänzelnd voranschreitend, erscheint uns nach langer Wanderung endlich der Gipfel im hellen Glanz der Mittagssonne.

Wir sind fast nahezu allein, ein Häufchen unentwegter Verballhorner und geselliger Humoristen, diesen langen entbehrungsreichen Weg gegangen, doch wir haben uns von unseren Instinkten nie abbringen lassen, obwohl wir nie sicher wussten, ob wir wirklich richtig lagen.

Oben angekommen, lagen wir uns froh und glücklich in den Armen, die Masken der Verstellung und der Unvernunft flogen in hohem Bogen den steilen Grat hinunter, wir küssten uns überschwänglich, egal, ob Männlein oder Weiblein und ein unentwegt Närrischer öffnete eine köstliche Flasche roten Weines, die nun die Runde machte, bis sie leer war!

ALLEN war bewusst, dass es noch nie in der uns bekannten Geschichte, unsrer persönlichen Biographie, eine derart herausfordernde Situation gab, in der es um alles ging:

Um DEMOKRATIE, um SELBSTBESTIMMUNG, um FREIHEIT, um VERANTWORTUNG, um WIRTSCHAFT, um BILDUNG, um die KINDER, um UNSERE SELBSTWIRKSAMKEIT, um KULTUR, um EUROPA, und auch um FRIEDEN.

Es gab noch nie so ein WIRRWARR an falsch angelegten Pfaden, an Falschinformation, doch durch unsere neu erschaffene Denkweise der VERBALLHORNUNG und des INSTINKTIVEN DENKENS konnten wir die kaum sichtbaren Zeichen des Weges finden, die uns dann auf die NARRENSPITZE führten.

Es gab schon höhere Herausforderungen in unserem Leben, als diese 2336m Seehöhe, doch dies schlug alles bisher Dagewesene.

Auf dem Abstieg zurück nach unten, sammelten wir unsere armen Weggefährten, die Ernsthaften sowie die sezierend Denkenden fürsorglich ein und brachten sie zurück zum Basislager.

Wir lachten und scherzten mit ihnen, so, wie wir es beim Aufstieg gemacht hatten, sie waren glücklich, nun auch geborgen zu sein, mitlachen zu dürfen und nicht asozial ausgegrenzt zu werden.

Wohlgemerkt, dies ist eine PARABEL, keine wirkliche Geschichte über einen stattgefundenen Aufstieg.

Wiewohl diese Parabel gut dazu dienen könnte, einen erfolgreichen Aufstieg zu erleben.

Ich selbst bleibe meinem derzeitigen Lieblingsgipfel, der NARRENSPITZE, natürlich treu, da komme, was wolle.

Wer auch immer die gewählte Methode für gut befinden wird, der solle sie doch ungehemmt auf Facebook teilen, denn hier ist der Platz der Wohlerzogenen, hier wird die PARABEL sehr schnell im Nirvana verschwinden.

https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Narrenspitze

https://de.wikipedia.org/wiki/Verballhornung

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