Die Schote mit der Quote - Frauenquote als Dogma

In einer politisch korrekten, auf Tempo 30 reduzierten Welt, mit veganer Ernährung, gesetzlich reguliertem Flirt und Sex, bedingungslosem Konformitätszwang, allgegenwärtiger moralischer Empörung und nicht abtragbarer Erbsünde ist für Weiße Männer kein Platz mehr. Man zieht sich zurück. Sollen doch die Frauen den Karren alleine vor die Wand fahren.

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Aber jetzt mal ernsthaft. Natürlich sollte jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten optimal gefördert werden, die gleichen Chancen wie andere erhalten, und einen Lebensweg seiner Wahl einschlagen können. Aber was hat das mit Mann und Frau zu tun? Und mit Quoten? Menschen sind nun einmal unterschiedlich. Innerhalb eines Geschlechts divergieren sie weit mehr als zwischen den Geschlechtern.

Stellt Euch eine Schulklasse vor, bei der 90 Prozent das Abschlussziel nicht erreichen werden (Fack ju Göhte). Kann man das Problem wirklich beheben, indem eine Quote bestimmt, dass in jedem Fall 50 Prozent das Abschlussziel erreichen MÜSSEN? Nichts anderes sind Frauenquoten.

Die Denkfehler des Quotenregelungs-Dogmas:

1. Es wird unterstellt, auf Basis weder wissenschaftlich noch statistisch belegbarer Annahmen, dass es für die Gesellschaft vorteilhaft wäre, wenn jede Position repräsentativ zum gesellschaftlichen Spektrum, primär dem von Mann und Frau, besetzt würde. Zu Ende gedacht hieße das: Egal ob die Leute können bzw. überhaupt wollen, wir brauchen in jeder Position soundso viele Männer und Frauen, Homos und Heteros, länger- und kurzfristiger Hiergewesene, praktisch und theoretisch Begabte, Alte und Junge, Hübsche und Hässliche, Extro- und Introvertierte.

Im Grunde genommen stellt man die Arbeitsteilung an sich in Frage, also die Basis unserer Zivilisation, den Grundstein von Fortschritt und Wohlstand. Macht aber nix, es ist aus ideologischen Gründen unbedingt erforderlich. Besser gestern als heute:

2. Es wird unterstellt, dass Mann und Frau gleich wären, wenn nur die entsprechenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Alternativ wird unterstellt, dass sie eben nicht gleich wären, und deshalb um jeden Preis in jeder Position ergänzend vertreten sein müssten. Klammheimlich wird auch unterstellt, dass Frauen ja eigentlich die besseren Menschen seien, und schon von daher unbedingt die Fäden in der Hand haben müssten.

Im Grund genommen weiß man gar nicht so genau, was man eigentlich unterstellt, man weiß nur, dass man es um jeden Preis umsetzen muss, koste es was es wolle. Da lässt man sich von Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Biologie und Psychologie, von praktischen Erfordernissen ganz zu schweigen, gar nicht erst verwirren.

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3. Es wird unterstellt, dass Personalchefs alle doof sind. Die stellen Leute ein, nur weil sie Männer sind, und lehnen fantastische Bewerberinnen ab, nur weil sie Frauen sind. Die verzichten also vorsätzlich auf für die Firma einträgliches Humankapital. Ein erbarmungswürdiger Zustand, der deutlich macht, dass es höchste Zeit wird, dass die politische Linke diesen tumben Bizness-Leuten mal erklärt, wie man Geschäfte macht!

4. Es wird unterstellt, dass genauso viele Frauen wie Männer Karriere machen, technische Berufe ergreifen, Männerdomänen erobern wollen. Aber ist das tatsächlich so? Wenn dem nämlich nicht so ist, dann sorgen Quoten zwangsläufig dafür, dass womöglich gerade die Falschen in Positionen gehoben werden, nicht nur, was die Qualifikation angeht, sondern eben auch was Eignung, Interesse und Einsatzfreude, und nicht zuletzt auch ethische Grundhaltung angeht. Dieses Problem kennt man auch schon von den Numerus-Clausus-Regelungen in der Medizin.

5. Es wird unterstellt, dass Männer in Politik und Geschäftsleben andere Verhaltensweisen als Frauen an den Tag legen würden. Dafür gibt es aber keinen Beleg, weder im Jetzt noch in der Geschichte. Politik und Geschäftsleben sind von Notwendigkeiten bestimmt, von Effektivität und Problemlösung. Wer diese Effektivität nicht liefern kann, geht unter, als Firma, als Nation, und auch als Entscheidungsträger.

Das Patriarchat löste das Matriarchat ab, weil es effektiver war. Weil es die richtigen Antworten auf die Anforderungen der damaligen Zeit hatte. Die Matriarchate waren nicht konkurrenzfähig und gingen unter. Später gab es dann auch im sogenannten Patriarchat wieder weibliche Anführer, Priesterinnen, Königinnen. Und heute Politikerinnen und Geschäftsfrauen. Deren Handlungen unterscheiden sich aber in NICHTS von denen männlicher Herrscher und Entscheidungsträger. Diese Frauen führten Kriege, ermordeten politische Gegner, trafen skrupellose Entscheidungen - zum eigenen Wohl und oft auch dem Wohl des Volkes (der Firma), denn das Eine schließt das Andere nicht aus.

6. Es wird unterstellt, dass Karriere der Inbegriff des Glücks sei, so, als gäbe es keine anderen Möglichkeiten, sein Leben sinnvoll zu verbringen. Karrierepositionen sind aber naturgemäß begrenzt. Mangel herrscht in der Gesellschaft vielmehr gerade bei von Frauen ausgeübten Tätigkeiten: Pflegeberufe, Kindererziehung, soziales Engagement. Sollte man nicht vielmehr dafür sorgen, dass mehr Männer in diese weiblichen Domänen vordringen als andersherum? Sollte nicht statt sinnloser, ja kontraproduktiver Quoten im Hochleistungs- und Wettbewerbsbereich, vielmehr die Basis unserer Gesellschaft gestärkt werden: Die soziale Tätigkeit? Durch gesteigertes Ansehen dieser Tätigkeiten und soweit möglich auch durch höhere Löhne?

7. Es wird unterstellt, dass Frauen in modernen, westlichen Gesellschaften einseitig benachteiligt wären. Das ist aber eine extrem selektive Sichtweise. In vielen Tätigkeiten dominieren die Frauen, z. B. im PR Bereich, bei den Videobloggern, in der Modebranche, im sprachlichen Zweig (Übersetzer, Dolmetscher usw.). Und viele Türen öffnen sich für Frauen deutlich leichter als für Männer. Mädchen bekommen z. B. viel leichter Praktikanten- und Assistentenstellen in höherqualifizierten Berufen, Architekturbüros, Mode- , Design-, Werbe- und PR-Agenturen, Anwalts- und Arztpraxen. Eine Erfahrung, die JEDER junge Mann während seiner Ausbildung machen musste. Später mag er durch Qualifikation und harte Arbeit diese weiblichen Quereinsteiger überholen, aber leicht gemacht hat man es ihm nicht. Jungs und Männer bekommen nicht so ohne weiteres Assistentenstellen bei irgendwelchen Koryphäen, weder bei männlichen noch bei weiblichen solchen.

Und was ist eigentlich mit dem Model-Job? Quote für Männer? Längst überfällig. Wo man hinschaut überbezahlte weibliche Models – teilweise mit extrem nervigen Stimmen! Wir brauchen unbedingt männlichen Ersatz für Heidi Klum.

Und im Pornobereich? Männerquote? Ach, ich vergaß, Pornos sind ja sexistisch und beuten die hochbezahlten Darstellerinnen auf fieseste Weise aus. Andererseits: Wäre das nicht gerade ein Grund für eine Männerquote? Damit AUCH die Männer endlich mal ganz fies ausgebeutet werden!? Sexuell und so?

Eine Quote für Männer in frauendominierten Bereichen scheint längst überfällig und ist mindestens so wichtig/überflüssig wie Frauenquoten.

Schlusswort:

Wir leben in großem Wohlstand. Wir genießen persönlichen Schutz durch einen Rechtsstaat, der wiederum Schutz durch militärische Bündnisse genießt. Wir werden, dank hochentwickelter Medizin, älter denn je. Wir haben technologische Erleichterungen jeder Art. Frauen und Minderheiten genießen in unserer Gesellschaft einen speziellen Schutz wie in KEINER anderen Gesellschaft auf der Welt. Wir haben die Freiheit, auch aberwitzigste Dinge (wie z. B. die Frauenquote) zu ersinnen und diese öffentlich zu fordern, ohne dafür verbrannt oder an den Pranger gestellt zu werden.

Das ALLES wurde primär von Männern im Rahmen männlich dominierter Herrschaftsstrukturen geschaffen. Was genau hat das böse Patriarchat eigentlich falsch gemacht?

Natürlich kann man diese Gesellschaft immer noch weiterentwickeln. Und natürlich mögen insbesondere Frauen dabei Potential entfalten, das diese Gesellschaft positiv verändert. Aber glaubt jemand ernsthaft, dass mit quasi-religiösem Eifer vorangetriebene Dogmen, wie die politische Korrektheit, die fanatische Genderisierung und Sprachumkrempelung, die ultimative Quotisierung jeden Personals, die allgegenwärtige Gedankenkontrolle und Sexismushatz, die Rückkehr von Hexenjagden und Pranger (MeToo), der Wahn, das menschliche Leben komplett, bis in die Sexualität und Ernährung hinein zu regeln (Sexismus, Veganismus, Plastiktütenphobie), dass all diese eher besorgniserregenden Vorgänge unsere Gesellschaft voranbringen werden?

Das erinnert doch alles eher an Mittelalter und Inquisition, an religiösen Wahn, Doppelmoral und Bigotterie. Tägliche Glaubensbekenntnisse, Ketzerprozesse und dem „wahren Glauben“ unterworfene Sprache, Kunst und Wissenschaft. Mit fatalen Folgen.

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