Von POMMES LEIBOWITZ | Immer wieder versucht die Politik, ihre Ziele und Methoden hinter einer Vielzahl an wohlklingenden Worten und gezielt geprägten Kampfbegriffen zu verstecken. Manche Menschen begnügen sich damit.

Man nennt die richtigen Stichworte, z. B. "Willkommenskultur", "bunte Vielfalt", "Solidarität", und schon erwärmt es das Herz emotionsdominierter Gemüter. Klar: nur böse Menschen könnten solchem verbalen Wohlklang widersprechen wollen, oder!?

Refugees Welcome

Wehe aber man hinterfragt die schönen Worte, diese mitunter Seiten, ja Bücher umfassenden philosophischen Rahmen, auf schlichten Sinn, Zweck und Realisierbarkeit. Dann fällt alles in sich zusammen wie ein virtuoses aber eben nur aus Luft und Papier bestehendes Kartenhaus.

Es gibt kein Recht auf Migration!

Es steht jedem Menschen frei, dorthin zu gehen, wo er erwünscht (!) ist. Oder irgendwo Eigentum zu erwerben. Oder neues, noch unerschlossenes Terrain zu erschließen und zu bewirtschaften, wie das auch bei den damaligen Völkerwanderungen der Fall war. Da konnte sich niemand in ein gemachtes Bett setzen. Die Menschen zogen in noch weitgehend unbesiedelte Gebiete, rodeten, betrieben Landwirtschaft, schufen Infrastruktur.

Probleme traten erst auf, als das Land in Europa und Asien schon überwiegend besiedelt war, also in Besitz war. In Besitz von Menschen, die mit harter Arbeit, ihrem Lebenswerk und dem ihrer Vorfahren, Gebiete erschlossen und Wohlstand erwirtschaftet hatten.

Was passierte jetzt, wenn Neue dazukamen? Waren es wenige, so wurden sie in der Regel geduldet aber meist ausgegrenzt und unverhohlen diffamiert. Sie lebten in Ghettos oder Minderheitenzonen. Erst, wenn sie sich selber etwas aufgebaut hatten, wurden sie nach und nach akzeptiert.

Waren es aber zuviele, so gab es Krieg. Krieg um Land. Mitunter eroberte die zahlenmäßig oder schlicht technisch und militärisch überlegene Kultur die weniger entwickelte, unterwarf sie, vertrieb sie, oder schlachtete sie schlicht ab.

Heute ist die Situation völlig anders. Die Welt ist weitgehend erschlossen und dicht besiedelt, und Krieg und Eroberung sind weltweit geächtet (auch wenn sich nicht alle daran halten). Das bedeutet aber eben auch, dass die Zeit der Migration, der Völkerwanderungen vorbei ist. Man kann sich nicht einfach in das gemachte Nest der anderen setzen und womöglich noch regelmäßige Fütterung (Sozialleistungen) erwarten.

Ein schlichtes Gleichnis:

Stellt euch vor, ihr habt euch ein Häuschen gebaut, einen Garten mit Blumen und Gemüse angelegt, einen Brunnen gegraben und ein Apfelbäumchen gepflanzt. Und dann macht der König einen Aushang, dass das Land allen gehöre und jeder frei hingehen könne, wo immer er wolle. Und dass Zäune verboten, Türen und Tore zu öffnen seien.

Auf einmal lagern Menschen, die selber keine Lust hatten, einen Garten anzulegen, in eurem Garten. Zertreten die Blumen, essen euer Gemüse und eure Äpfel, belästigen und beleidigen eure Frauen und Töchter. Einige dringen gar bis in euer Haus vor.

Okay, trotzdem sind die ja total friedlich. Also die meisten. Belanglose statistische Ausreißer mit ein paar Toten sollte euch dieser Spaß doch wert sein. Und eigentlich bereichern sie euch doch mit ihrer Anwesenheit und Vielfalt. Eigentlich seid doch ihr selber die Intoleranten, die Unsolidarischen, die tumben Besorgtbürger, die sich "abschotten" wollen und sich selbst damit am meisten schaden.

Auch, dass die Früchte des Gartens natürlich unmöglich für alle reichen können, ist da gar kein Argument. Lasst uns von Luft und Liebe leben.

Nein, das ist kein "Reframing".

Ein weiterer missbrauchter und missverstandener Kampfbegriff der neuen Linken. Obiges ist eine Parabel, die - am anschaulichen Beispiel im Kleinen - die Absurdität im Großen bewusst macht. So, wie auch Reframing eigentlich eine bewährte Methode lösungsorientierten Denkens ist bzw. sein sollte.

Man überträgt bekannte und funktionierende Muster auf neue Sachverhalte und entwickelt daraus Lösungen für neue Probleme.

Lösungsorientiertes Denken statt politisch korrektem Wunschdenken ist die meist vernachlässigte Fähigkeit der modernen westlichen Welt. Diese Verwahrlosung der Denkkultur zugunsten von Glaubensdogmen und Korrektheitswahn ist das größte Problem unserer Zeit.

»Einer der größten Fehler der Menschheit ist der Versuch, "richtig" statt "effektiv" zu handeln. Verbesserung wird nicht von Predigern und Tugendwächtern erzielt.«

Stephen Fry

Nicht nur dieses komplette UN-Migrationsmachwerk

ist mehr als merkwürdig. Auch das Verhalten unserer Regierung. So wird eine öffentliche Diskussion darüber gezielt verhindert. Es wird die Fake-News von angeblichen "Falschmeldungen" zum Migrationspakt verbreitet, ohne aber diesen angeblichen Falschmeldungen widerlegende Fakten entgegenzuhalten. Es werden humanitäre Gemeinplätze gehandelt (man will doch nur das Beste) und als Trumpfkarte wird ausgespielt, dass es sich ja nur um "Empfehlungen" handele. Deshalb sei auch eine demokratische Kontrolle (u. a. durch das Parlament) überflüssig. Aber welchen Zweck hätten gemeinsam unterschriebene Empfehlungen, wenn man sie nicht realisieren wollte? Irgendwann klammheimlich, während der Fußball-Weltmeisterschaft oder so?!

Wahrhaft erschreckend und symptomatisch für den Zustand unserer Demokratie: Eine Petition GEGEN diesen Migrationsunfug wurde nicht veröffentlicht. Sie wurde nicht "gelöscht" wie zunächst vermutet, sondern schlicht nicht veröffentlicht, was natürlich auf das GLEICHE hinauskommt, denn wie soll man sich an einer nicht veröffentlichten Petition beteiligen. So wird mit Wortklauberei und Haarspaltereien unsere Demokratie Stück für Stück zerlegt.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2265663387004061&set=a.1577233879180352&type=3

Die Begründung für die Ablehnung dieser Petition ist so köstlich, dass sie gesondert erwähnt werden sollte:

"Sie sei geeignet, den interkulturellen Dialog zu belasten."

Welchen interkulturellen Dialog? Gibt es einen? Und was hat der im deutschen Parlament zu suchen, zusammengestellt von deutschen Wählern um deutsche Interessen zu vertreten. So steht es in der Verfassung. So sollte es sein, in einer Demokratie!

Werden wir von Verfassungsfeinden regiert?

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