er beginnt mit Zensur. Es fand in den letzten Jahren eine eigentümliche Pervertierung unserer Werte statt. Um eine zunehmend verkrustete Demokratie vor vermeintlichen Gefahren zu schützen, bedient man sich gefährlicher, antidemokratischer Methoden.

Wobei auch die inszenierten Gefahrenszenarien, die konstruierten Feindbilder, z.B. ein diffuses "Rechts" dem - wie seinerzeit den Hexen, den Juden usw. - alles Böse in der Welt angedichtet wird, bereits faschistoide Zügen aufweisen. Nur Diktaturen benötigen Feindbilder.

Rassismus, Imperialismus, Nationalismus, Kolonialismus,

das alles war niemals ein Alleinstellungsmerkmal des Faschismus. Sämtliche Völker der Welt, insbesondere natürlich die erfolgreicheren, huldigten dem. Teilweise heute noch. Der älteste überlieferte Rassismus ist der der Ägypter gegen die Juden. Aber auch die Juden selber sahen sich als „auserwähltes Volk“, was immer das heißen soll. Japaner und Chinesen machen bis heute überhaupt keinen Hehl daraus, dass sie sich zumindest kulturell überlegen wähnen.

Englische Wissenschaftler (nicht deutsche) entwickelten Theorien von der Überlegenheit der „weißen Rasse“ und entwarfen Modelle der Eugenik, die auch den alten Griechen, immerhin den ERFINDERN der Demokratie, seinerzeit nicht fremd waren. Viele angesehene britische Autoren huldigten ganz unbefangen diesen Ideen: George Bernard Shaw, Julian Huxley, D. H. Lawrence, H. G. Wells und nicht zuletzt Rudyard Kipling. Selbst die Inder griffen diese Theorien auf, sahen dann aber sich selbst (und das teilweise bis heute) als den Ursprung der Kultur, der Zivilisation, der „wahren Arier“. Ex Oriente Lux.

Und nicht einmal die kommunistische Sowjetunion war von Rasse- und Eugenikgedanken frei.

Der russische Genetiker Alexander Serebrowski (1892 - 1948) erforschte die Möglichkeiten der Eugenik zur Vervollkomnung der sozialistischen Gesellschaft und propagierte die Anwendung neuester Techniken der künstlichen Befruchtung zur Züchtung von sowjetischen Supermenschen. In Stalin fand er einen interessierten Zuhörer und Förderer, auch wenn seine Pläne angeblich nie in die Tat umgesetzt wurden.

Fazit: Rassismus führte nicht automatisch zu Faschismus, sondern im Gegenteil. Die überwiegende Mehrzahl der Staaten fand, trotz ausgeprägtem Rassismus, zu Demokratie und Menschenrechten. Der freie, offene, wissenschaftlich geprägte Dialog ermöglichte es überhaupt erst, von den ursprünglichen Eugenik-Ideen Abstand zu nehmen. Es war die offene Diskussionen, die unbeeinflusste wissenschaftliche Erforschung, die letztlich die Überwindung ermöglichte.

Ähnliches könnte man über den Nationalismus sagen. Es war der Nationalismus, der überhaupt erst Demokratien ermöglichte. Das Bewusstsein einer nationalen Identität, das Ziehen von Grenzen - räumlichen und kulturellen - gegenüber anderen Völkern war die Grundvoraussetzung, um Rechtsstaaten und demokratische Regierungen zu ermöglichen. Es gab nicht zuerst Demokratie und Menschenrechte, die dann durch fiesen Nationalismus zerstört wurden, es war genau umgekehrt. Demokratische Systeme und Menschenrechte funktionieren überhaupt nur, und das bis heute, innerhalb nationaler Grenzen.

Natürlich versucht man, auch internationale Gesetze und Regeln zu formulieren. Aber hält sich irgendjemand daran? Und kann man irgendetwas dagegen tun, wenn sich letztlich niemand daran hält? Außer sich regelmäßig ein bisschen zu empören?

Faschismus beginnt mit Zensur!

Zensur, Feindbilder, restriktive Maßnahmen, marodierende Banden, die sich im Recht glauben, weil sie die angesagte Ideologie vertreten, DAS sind die Merkmale des Faschismus, nicht die freie, offene Diskussion, auch über „belastete“ Themen.

Welche Formen von Zensur gibt es?

Neben den direkten Eingriffen des Staates, teils auf gesetzlicher Grundlage, teils auf Basis per Gesetz beauftragter, mehr oder weniger willkürlich agierender Behörden und Unternehmen (z. B. beim Netzdurchsetzungsgesetz, das die Gewaltenteilung aushebelt) gibt es auch noch andere Formen der Zensur, die viel gefährlicher sind, weil sie einschleichend und sanft daherkommen, mit sozialem und moralischem Druck arbeiten, die alltäglichen Sprachgewohnheiten verändern, gehirnwäscheartig unser Denken manipulieren.

Alleine die Liste der Worte, die man aus irgendwelchen merkwürdigen Gründen nicht mehr verwenden soll, wird immer länger.

Zensur

Einst von George Orwell als Neusprech beschrieben und vorhergesagt, hat es sich längst unter verschiedenen Namen etabliert: Politische Korrektheit, Pressekodex, Genderisierung, Antidiskriminierung.

Es läuft immer auf das gleiche hinaus: Unverhohlen setzt man die Manipulation der öffentlichen Meinung, des Denkens an sich, über die Information, über die Fakten, ÜBER DIE WAHRHEIT! Das „korrekte Denken“ wird zur neuen, gefühlten Wahrheit.

Wenn aber immer mehr Worte verboten, gegendert, manipuliert und umgedeutet werden, dann ist das, als wenn beim Scrabble immer mehr Buchstaben aus dem Spiel genommen werden. Bis man letztlich nur noch ganz bestimmte Dinge sagen und schreiben kann. Die Sprache und das Denken verarmen. Der Käfig der Sprachregulierungen wird immer enger, bis er schließlich auch noch das letzte bisschen restaktiver Hirnsubstanz erstickt hat.

Free your Mind: Befreit Euch aus dem erstickenden Korsett der Sprachregulierer. Befreit Euch von staatlichen Zensurversuchen. Unterstützt unabhängige Plattformen wie FischundFleisch, all die kleinen gallischen Dörfer, die noch Widerstand gegen den Imperialismus der zeitgeistigen Ignoranz leisten.

Free your Mind!

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