Von POMMES LEIBOWITZ | Eine hysterische Mediengesellschaft, getrieben von immer neuen Hypes, unfähig Lösungen zu entwickeln, Entscheidungen und effiziente Maßnahmen zu treffen, unfähig aber auch, sich einzugestehen, dass manches halt einfach nicht geht. Alleine noch fähig, sich an ihrer Empörung und permanenten Hysterie zu ergötzen und eine Sau nach der anderen durchs Land zu treiben.

Aktuell also Covid-19 alias Corona. Davor war schon der Wald gestorben, das Ozon und die Bienen verschwunden, und seit mittlerweile mehreren Jahrzehnten wird immer wieder mal der Klimawandel aufgewärmt.

Noch nicht vergessen sind auch Vogelgrippe, Schweinegrippe, die SARS-Pandemie 2002/2003 und auch und vor allem der Rinderwahn, der zu bleibenden Veränderungen in der Ernährung vieler Menschen führte. Man könnte auch noch die quasi alljährlichen Horrormeldungen über angebliche oder tatsächliche Gifte im Essen dazu zählen, regelmäßig werden Speisen entdeckt, die angeblich Krebs verursachen, generell unverdächtig scheint überhaupt nur noch pflanzliche Rohkost zu sein. Sofern aus biologischem Anbau.

Panik und Aktionismus vermeiden ist effektiver als Händewaschen. Vielleicht kann die nachfolgende "sympathische" Karikatur zur Entspannung beitragen ;)

Corona-Wahn

Man muss die Dinge in den Relationen sehen

Menschen sterben. Täglich sterben weltweit 150.000 Menschen, die meisten davon vor Ablauf ihrer biologischen Uhr.

1,3 Millionen Menschen sterben jährlich bei Verkehrsunfällen. Die wenigsten übrigens, prozentual betrachtet, in England, gefolgt von Deutschland. Die meisten in Thailand und Venezuela.

Die Wahrscheinlichkeit, in absehbarer Zeit bei einem Verkehrunfall zu sterben, oder an einer von unzähligen anderen Krankheiten, ist WESENTLICH höher als die, an Corona zu sterben.

Weltweit sterben 420.000 Menschen jährlich an Lebensmittelvergiftung. Nicht an Grippe, nicht an "ungesunden" Nahrungsmitteln oder solchen, die bei 1000facher Überdosierung bei Versuchstieren Krebs auslösten, sondern an ganz normalen verdorbenen Lebensmitteln, u. a. weil auf "fiese" Konservierungsstoffe und -methoden verzichtet wurde.

Ca. 50.000 (!) Menschen sterben allein in Deutschland jährlich an einer Lungenentzündung. Corona verursacht in einzelnen Fällen ähnliche Symptome, aber wird bei guter ärztlicher Versorgung nicht annähernd so viele Tote zur Folge haben.

Man muss schauen, was mit angemessenem Aufwand machbar ist

Die Vorstellung, in offenen modernen Gesellschaften eine Pandemie aufhalten zu können, ist absurd.

Wenn es sich bei einer Pandemie um eine tatsächlich lebensbedrohliche Krankheit wie z. B. Ebola handelt (Corona gehört nicht dazu, es ist nur statistisch gefährlicher als vergleichbare Grippe-Epidemien), dann wäre eine sofortige Abriegelung der Grenzen nötig, vermutlich müsste der Ausnahmezustand ausgerufen werden und jede Quarantänemaßnahme militärisch abgesichert werden.

Stattdessen aber unkontrolliert absolut jeden ins Land zu lassen und der Bevölkerung unverfroren zu empfehlen, sich die Hände zu waschen (was an die Armlänge Abstand erinnert) ist Hilflosigkeit gepaart mit Unverfrorenheit.

Mal ehrlich: Wie oft am Tag wäscht man sich die Hände, und wie oft hat man sich bis dahin schon unbewusst ins Gesicht und die Augen gefasst, durch die Haare gestrichen, womöglich auf den Nägeln gekaut? Einfach mal drüber nachdenken.

Man kann, mit vertretbarem Aufwand, keinen zuverlässigen Schutz erzielen. Zuverlässig wäre nur, sich im Keller einzunisten und keinen Besuch mehr zu empfangen. Noch besser ist ein ABC-Bunker. Aber will man das? Wegen einer schweren Grippe?

Man muss abwägen:

Verbieten wir den Individualverkehr, weil es dort weltweit die meisten Toten gibt? Nein, kommt außer den Grün-Esoterikern niemandem in den Sinn.

Vergleichbar einschneidende Maßnahmen müsste man aber durchsetzen, wenn man eine Pandemie aufhalten wollte. Und das würde eben nur Sinn machen, wenn diese wesentlich mehr Todesopfer als alleine der Straßenverkehr (dessen Opfer von uns geduldet, in Kauf genommen werden) bereits fordern würde.

Man muss also Maßnahmen ins Verhältnis zum gewünschten Ziel setzen. Auch wenn es dabei um Menschenleben geht. Jedes einzelne Leben ist wertvoll, aber wir sind keine Götter, wir können nicht alles kontrollieren, und wenn wir es um jeden Preis versuchen, werden die Nebenwirkungen womöglich weit schlimmer als die gewünschten Wirkungen sein. Die Folgen von solchem sinnlosen Aktionismus kann man zur Zeit bei der Flüchtlingsrettung beobachten, und wird man alsbald bei der Klimarettung beobachten können. Wirkungsloser Aktionismus zu unbezahlbarem Preis, nicht nur wirtschaftlich, auch gesellschaftlich gesehen.

Was mich persönlich nervt:

Ich habe jetzt zum wiederholten Mal weder Küchen- noch Klopapier im Supermarkt vorgefunden. Leere Regale. Was soll das? Wozu braucht man Klopapier, wenn man nix mehr zu fressen hat? Und wollen sich diese "besorgten" Leute tatsächlich im Keller verbuddeln, bis der Corona-Sturm vorüber ist? Das kann dauern.

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