Der Song Contest ist politisch? Na Gott sei Dank ist er das!

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Es kam wie es kommen musste. Die Ukraine hat den ESC (European Song Contest) gewonnen. Bevor wir hier lange herumreden: Es ist ein Triumph der Solidarität mit dem angegriffenen Land. Die Zuseher aus allen Teilnehmerländern haben ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt mit ihrem Votum für das Kalush Orchester und den Song Stefania. Es ist ein Zeichen der Solidarität von Bürgern wie mir und Dir und kein Zeichen der Solidarität aus Staatskanzleien. Obwohl die natürlich nicht weniger wichtig ist.

Die PutinVersteherBlase ist von der Leine

Es kam, wie es kommen musste. In den sozialen Medien ergießt sich eine Suada an Haß gegen den ukrainischen Sieg. Die PVB (PutinVersteherBlase) speit ihre Meinung in die Kommentarspalten und in die Threads der Medien, die über den ESC berichten. Putins fünfte Kolonne ist von der Leine und beklagt den Untergang von Fairness, Kultur und Wettbewerb. Das ist die sichtbare Reaktion nach außen. Was die PVB wirklich tut: Sie lässt ihren Frust darüber los, dass sie schlichtweg in der Minderheit ist mit ihrem Faible für Herrn Putin. Die Bevölkerung über ganz Europa hinweg beweist mit dem Votum für den ukrainischen Rapper mit dem rosa Schlapphut schlichtweg das, was man Solidarität nennt. Zugegeben, ein SMS abschicken für den Song eines Landes, damit liegt man noch nicht im Schützengraben, um den russischen Agressor aufzuhalten. Und damit kann sich die Ukraine keine schweren Waffen kaufen.

Die Bevölkerung ist solidarisch - da geht es um mehr als um Musik

Unterschätzen sollte man den Triumph beim Song Contest trotzdem nicht. Die Politiker, die über Waffenlieferungen für die Ukraine entscheiden, haben in den Ergebnis vom Wochenende einen recht guten Seismograph für die öffentliche Meinung zur Ukraine. Und der schlägt ganz klar dahin aus: Wir stehen zr Ukraine.

Das Gesudere, wonach der ESC nicht politisch sein soll...tja, was soll man da noch sagen. Seit Jahrzehnten schieben sich Zypern und Griechenland gegenseitig die berühmten "douze points" zu, hat es je jemanden gekümmert?

Wer heute die Putinsversteher jammern, dass der Sieg der Ukraine politisch motiviert war, jammert sie vor allem deswegen: niemals war so klar, das die eigene politische Präferenz eine Minderheitenmeinung ist.

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