Mariupol: die Befreiung als Bombardement

Mariupol stirbt. Die Stadt hat knapp eine halbe Million Einwohner, die Bevölkerung spricht zu gut gleichen Teilen ukrainisch und russisch. Die Griechen sind eine Minderheit in der Stadt. Viel ist nicht mehr übrig von Mariupol, seit Russland die Stadt belagert. Alleine in einem Theater, in dem sich die Zivilbevölkerung verschanzt haben soll vor den russischen Bomben, soll es mehr als 200 Tote gegeben haben. Putin hat gesagt, dass er die Ukraine nur von den Nazis befreien will, die der russchischsprachigen Minderheit im Land das Leben zur Hölle mache. Und vor lauter Hilfe bombardiert er die Stadt. Glaubt jemand ernsthaft, dass die Bomben unterscheiden zwischen russisch- ukranisch- und griechischsprachigen Ukrainern?

Putin bombt sich seine Vision eines Europas frei. Brutal, ungehemmt und ungeniert.

Putin will nicht die russischsprachigen Bevölkerungen in Nachbarländern schützen. Er hat Angst vor ihnen und verachtet sie. Er hat Angst davor, dass sie den Verlockungen des Westens erliegen und den Westen attraktiver finden als das angebliche Mutterland. Er verachtet sie, weil ihnen das europäische Hemd nährer ist als der russische Unterrock.

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Ttavoc

Ttavoc bewertete diesen Eintrag 29.03.2022 16:35:00

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