Islamophobie – über das Krankheitsbild islamischer Aktivisten

Die W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin und die Alice-Salomon Hochschule Berlin veranstalten einen Zirkus, bei dem von Werner Schiffauer bis Naika Foroutan alle mitmachen, die Meinungsmache zur Wissenschaft erhoben haben.

Die Veranstaltung nennt sich "Living with Islamophobia", und ordnet damit unwillentlich Islamophobie korrekt zu, nämlich als Krankheitsbild islamischer Aktivisten und ihrer Freunde, die offensichtlich unter einer Phobie leiden. Denn Islamophobie ist ein Begriff, der geprägt wurde, um auf den Islam bezogene Religionskritik zu unterdrücken, ist also die Urangst islamischer Extremisten vor der Kraft der Aufklärung.

Islamophobie beschreibt hingegen nicht den gegen Muslime gerichteten Hass, also gruppenbezogenen Menschenhass. Erst seit 2017 sammelt das Innenministerium Daten zu Übergriffen auf Muslime, unter der Kategorie Hasskriminalität, Unterkategorie islamfeindliche Straftaten. Auch der Begriff islamfeindliche Straftaten ist falsch gewählt, es müsste muslimfeindliche Straftaten heißen, denn was soll eine Straftat gegen eine Religion sein? Etwa die Karikaturen von Charlie Hebdo? Genau das würden die an Islamophobie erkrankten Aktivisten gerne forcieren, zu diesem Zweck setzen sie den Hass auf Menschen mit Religionskritik gleich.

Das hat für islamische Extremisten nicht nur den Vorteil, jegliche Kritik an Ideologie und Religion des Islam abzuwehren, sondern suggeriert auch, der von ihnen meist als Vergleich genannte Antisemitismus sei ebenfalls als eine Art von Religionskritik.

Was erst wie ein Gegensatz wirkt, denn selbstverständlich halten besagte Extremisten oft Juden oder erstatzweise Israel für den Grund allen Übels und unterstützen jede Form der Kritik am jüdischen Staat, ist eine überlegte Doppelstrategie. Denn ganz werden die Aktivisten trotz aller Bemühungen Kritik am Islam nie unterdrücken können, dafür ist die Zahl der durch islamische Anschläge Ermordeten zu hoch. Bei Antisemitismus findet jedoch eine rein fiktive Übertragung allgemeiner gesellschaftlicher Krisenerscheinungen auf die Gruppe der Juden statt, die dann für alle Probleme verantwortlich gemacht wird. Durch die Gleichsetzung mit Islamophobie wird einerseits erreicht, die Kritik an der Ideologie und Religion des Islam zur reinen Fiktion zu erklären und andererseits zu unterstellen, dass, sollte es doch einen konkreten Bezug zwischen Islamkritik und Islam geben, dies ebenfalls für Antisemitismus und Judentum zu gelten habe, oder zumindest ersatzweise für Antisemitismus und den jüdischen Staat Israel.

Damit entledigen sich islamische Aktivisten nicht nur der ernsthaften Auseinandersetzung mit Religionskritik, sondern deflektieren geschickt Kritik wiederum auf Juden.

So auch diese Konferenz. Unter anderem ist ein Vertreter des Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin eingeladen, eine der ersten Organisationen, die Muslimfeindlichkeit, Islamophobie und Antisemitismus gleichsetzte. Mit dabei ist auch TELL MAMA-Gründer Fiyaz Mughal, dem nachgewiesen wurde, dass der Großteil der von ihm gemeldeten Angriffe auf Muslime erfunden war, und damit nicht genug, Mr Mughal auch noch pro-israelische Akteure mit Anwaltsschreiben drohte. TELL MAMA wurden daraufhin in Großbritannien die staatlichen Mittel gestrichen. Dennoch hat Mughal eines seiner Hauptziele erreicht: Jedes Mal, wenn ein Übergriff auf Juden stattfindet, werden Muslime gleich mit zu Opfern erklärt, selbst wenn die Angreifer aus einer islamischen Gemeinschaft stammen. Damit wird Antisemitismus in islamischen Gemeinschaften nicht bekämpft, sondern durch die Täter-Opfer-Umkehr noch verstärkt, Juden sind weiter hoch gefährdet, Opfer von Gewalt durch Täter aus islamischen Gemeinschaften zu werden, und gegen tatsächliche Muslimfeindlichkeit wird ebenfalls nicht vorgegangen. Letzteres wahr auch nie die Absicht der islamischen Vertreter, denn wie den meisten Ideologen sind ihnen Menschen gleichgültig, auch Muslime.

"Living with Islamophobia" soll die Perspektive der Betroffenen darstellen. Offensichtlich sind die Verantwortlichen des Jüdischen Museums bereits von der Krankheit betroffen, ihnen muss jedes kritische Denken abhanden gekommen sein, um so eine Show in ihren Räumlichkeiten zuzulassen.

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