Die Sache mit dem Kohlenstoff (C) - und dem Sauerstoff (O)

Na, habt ihrs auch gemerkt? – ich muss gestehen, ich war unterwegs und zu oberflächlich auf FuF - auch ich habs auf den ersten Blick auch nicht gesehen.

Mineralöle, Biomasse und auch Humus enthalten, wenn überhaupt, nur sehr wenig CO2.

Fossile Brennstoffe bestehen aus Kohlenwasserstoffen (z.B. C6H12) in verschiedenen Ausführungen. Der Kohlenstoff ist an Wasserstoff gebunden und nicht an Sauerstoff. Biomasse enthält u.a. Kohlenstoff, aber kein nennenswerte C02-Mengen und auch Humus enthält Kohlenstoff (bis zu 10%) aber kein nenneswertes CO2 – lediglich Wasser kann CO2 bis zu einem gewissen Maße speichern, was es dann sauer werden lässt – was dann der Flora und Fauna dort gar nicht gut tut. (Ja, dann gibts noch den geologischen CO2-Kreislauf mit Kalk und Co. - aber der ist hier nicht relevant, weil vom Menschen nicht beinflusst.)

Mit der Reaktion mit Sauerstoff (Verbrennung wie wir sie kennen oder im menschlichen/tierischen Körper) entsteht erst das CO2.

Es ist gar so, dass ein Kohlenstoffatom zwei Sauerstoffatome bindet. Angesichts der Ordnungszahlen von sechs bei Kohlenstoff und acht bei Sauerstoff bestehen sind 16/22stel des CO2 aus Sauerstoff. Mal ganz grob: wir verbrennen etwa das Doppelte an Sauerstoff als an Kohlenstoff.

(Ein bißchen komplizierter ist es dennnoch, denn fossile Brennstoffe bestehen ja aus Kohlenwaserstoffen (CXHX) - aber nicht aus CO2!)

Das C02 wird von den Pflanzen aufgenommen, und durch die Photosynthese (auch eine chemische Reaktion – mit Licht –) wird Kohlenstoff (C) vom Sauerstoff (O) getrennt. Der Sauerstoff wird freigesetzt, der Kohlenstoff in der Biomassen, also auch dem Humus und endlich in den fossilen Trägern gespeichert. (Auch hier ist es ein bißchen komplizierter, weil Zucker und Wasser auch mit reinspielen)

Die Folge der Verbrennung ist also, dass wir eben nicht nur CO2 freisetzen, sondern auch dass wir der Atmosphäre Sauerstoff entziehen. Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen.

Es ist wohl so, dass derzeit, der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre deswegen nicht nennenswert sinkt – zum Glück – aber wir verbrennen auch unseren guten Sauerstoff.

Die Speicherung des CO2 im Humus kann also nicht erfolgen. Es kann nur eine Speicherung des Kohlenstoffes erfolgen, z.b. mittels natürlicher Humusbildung. Denn es wird das C02 gespalten, der Kohlenstoffen, also das „C“ eingelagert und und den Sauerstoff, also das „O" wieder in die Atmosphäre entlässt - wo wir es als (frische Wald-)Luft genießen.

Die Humusdegeneration ist, sofern nicht direkt durch Feuer zerstört, (z.B. Moore) insoweit relevant, dass die Lebensgrundlage für Pflanzen, insbesonere Wälder, entfallen - und auch die unserer Nahrungsmittelproduktion. Die Neubildung von Humus ist in der Tat eine sehr langwierige Angelegenheit und nur sie kann den CO2-Gehalt in der Atmophäre senken.

Und somit kann auch auch die Einlagerung von CO2 in Lager, z.B. unterirdisch, nur eine Übergangslösung sein. Photosysnthese ist, neben der Reduzierung des "Verbrauch" die einzige Lösung; aber Photosynthese geht ja gerade massiv zurück – mit jedem Baum den die Menschheit tötet. Nur weil die Erde aus dem All grüner aussieht, ist noch lange nicht mehr pflanzliche Biomasse vorhanden. Prognose? ziemlich mau!

Es fällt auf, dass die halbe Community auf FuF grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse, vor allem auch die der Klimaforscher, ignoriert, aber gleichzeitig keinen blassen Schimmer der physikalischen Grundlagen hat.

Bezeichnend dass manche glauben, Links nicht ansehen zu müssen.

Quelle: Chemieunterricht 7. Klasse

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