Ein Plädoyer gegen den erzwungenen Handschlag.

Und wieder treibt sich der Handschlag durch die Schlagzeilen diverser Medien, die sich den Schutz der westlichen Kultur auf die Fahnen geschrieben haben. Doch ist der Handschlag wirklich probates Mittel um auf die Errungenschaften der westlichen Zivilisation so stolz zu sein?

Werte Damen, könnten Sie sich vorstellen, einem Herrn den Handschlag zu verweigern, wenn sie sich über die Verhaltensweisen so mancher männlicher Zeitgenossen auf öffentlichen und erst recht auf den heimischen Toiletten bewusst wären?

Werte Damen, dies ist ein ein Versuch, Sie über die Geheimnisse dieses Ihnen weitgehend unbekannten Raumes und weitere ungeschmackliche Gegebenheiten aufzuklären. Ehefrauen können den Inhalt dieses Beitrages vielleicht erahnen.

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie schnell so manche Spezies des männlichen Geschlechtes ihren Toilettengang verrichtet? Ja, Männer haben den Vorteil im Stehen pinkeln zu können; doch unvermeidbare Beobachtungen in diesen Etablissements lassen weitere Erkenntnisse reifen. Verkehrt man auf öffentlichen Herrentoiletten, so beobachtet man unweigerlich die Zeitgenossen, die ihren Urinauscheidungsmuskel kaum des letzten Tropfens abschütteln und dieses Organ angefeuchtet, wie es ist, wieder in der Unterbekleidung verwahren. Meist sind es dieselben Zeitgenossen, die ignorant mißachten, dass im Eingangsbereich auch ein Wasseranschluss samt Becken mit Reinigungsmöglichkeit der Hände angeschlossen ist. So mancher erkennt den Spiegel, richtet seinen Krawatte her, verwahrt sein Hemd korrekt im Gürtelbund, bewundert nochmals seine eitle Erscheinung, kontrolliert die stoppelfreie Rasur des Gesichtes und den Sitz seiner Friseur.

Solch eitle Gesellen vergessen oft die Toilettenhygiene, sie sorgen sich eher ob ihres äußeres Auftretens der Damenwelt gegenüber und in der Öffentlichkeit, als um die Hygiene. Eine Hygiene, die vom Umfeld kaum beachtet und somit nicht honoriert wird; sowahr diese Toilettenhygiene eher als lästig und somit entbehrbar angesehen wird.

Nun werte Damen, stellen Sie sich vor, dass Sie auch diese Zeitgenossen in der Realtität, im Betrieb, auf Veranstaltungen, in der Öffentlichkeit und in ihrem gelebten Umfeld treffen. Bei weiten nicht jedem ist sein eigentlicher Charakter offensichtlich. Gerade diese Zeitgenossen sind geübt im selbstsicherern, selbstherrlichen Auftreten und getrübt mit demütigendem, herablassendem Verhalten dem anderen Geschlecht gegenüber. Es sind oft gerade diejenigen, die die Macht und die Möglichkeit haben, die persönlichen Grenzen eines Menschen zu übertreten, die die Macht für weitreichende Entscheidungen haben.

Werte Damen, fassen Sie bei der weiteren Lektüre etwas Mut. Ich weiß nicht, ob Sie sich die Nachlässigkeit mancher vorstellen können, wenn sich diese nach dem Toilettengang mit ungewaschenen Händen in den Trubel der Öffentlichkeit begeben und dort wie selbstverständlich, da es sich ja um eine kulturelle Grundlage der westlichen Gesellschaft handelt, händeschüttelnd ihrem Tagwerk, ihren sozialen Verrichtungen nachgehend, die durchgegarten Schweißausscheidungen ihrer Genitalien den ahnungslosen Mitmenschen übergeben.

Werte Damen, Sie halten sich hier in den sozialen Medien auf. Diese sind Spiegelbild der Gesellschaft und zugleich Sammelbecken frustrierten Existenzen, Frauenhassern, mißmutigen Trollen; von ekelerregenden Gestalten mit verhämter Schadenfreude, hinterhältigen rücksichtslosen Neidern, eitlen Selbstdarstellern und heimlichen Dauermastrubierern.

Sie alle kennen diese Triebtäter, die in Umkleidekabinen filmen, Toiletten überwachen; die Spanner und Voyeure, die ihre Triebe heimlich am ahnungslosen Mitmenschen ausleben. Manchmal auch die unscheinbaren Selbstunsicheren, die den geschützten Raum der Anonymität suchen um ihren Anliegen zu fröhnen.

Nun, werte Damen, stellen Sie sich vor, dass auch diese Zeitgenossen das eine oder andere Mal Ihren Weg in der realen Welt kreuzen. Ich weiß nicht, ob Sie sich die Sorglosigkeit mancher vorstellen können, wenn diese nach der täglichen Mastrubation, oft vor der heimischen angetrauten Ehefrau verheimlicht, mit ungewaschenen Händen in den Trubel der Öffentlichkeit begeben und dort wie selbstverständlich, da es sich ja um eine kulturelle Grundlage der westlichen Gesellschaft handelt, händeschüttelnd ihrem Tagwerk, ihren sozialen Verrichtungen nachgehend, die Aussonderungen ihrer Fortpflanzungsdrüsen, die sich nach solchen Verrichtungen zwangsweise an den Händen befinden, an die Damen und Herrschaften ihres persönlichen Umfeldes weiterverbreiten.

Werte Damen, seien Sie sich auch sicher: Nicht jede spermabefleckte Hand eines solchen männlichen Mitmenschen ist lediglich aus Nachlässigkeit besudelt. Können Sie sich die, oft nicht erkennbare Boshaftigkeit vorstellen, wenn der Übeltäter, ja ich muss solche Menschen so nennen, ihre Geschlechtsdrüsenausscheidungen nicht ordnungsgemäß entsorgen, sondern sich der angeblich hautpflegenden Eigenschaften ebendieser bewusst, ihre oberen Greiforgane damit eincremen?

Werte Damen, die insgeheime Freude ob dieses unerkannte Machtspiels und des ungestraften, weil unerkannten Mißbrauches stellt einen weitaus größeren Übergriff auf das andere Geschlecht dar, als dies jeder Umkleidekabinenfilmer verbrechen kann. Die klammheimliche Freude ihre eigene, doch sehr intime DNA einem Mitglied des weiblichen Gesellschaftsteils zwangsweise und heimlich zu übertragen, im Wissen, dass diese es nach Hause in ihr persönlichstes Umfeld tragen, ungewollte fremde Reviermarken in der Gesellschaft verbreiten. Ein unerkannter, deswegen doch nicht unbedeutender, Missbrauch.

Nun, werte Damen und Herren, können Sie sich vorstellen, dass Menschen aus anderen Kulturkreisen, die allein aufgrund klimatischen Verhältnisse eine sehr intensivere Körperhygiene pflegen und die sich der Verderbtheit der westlichen Kultur oft schmerzhaften bewusst werden mussten, eine etwas andere Sichtweise auf das Händeschütteln haben?

Mit jedem gezwungenen, unerwünschten Körperkontakt, mit jedem genötigten Händeschütteln wird die individuelle Hygienevorstellung missachtet, wird ein Mensch genötigt die persönliche Grenze zu überschreiten.

Eine Gesellschaft die die Persönlichkeitsrechte zu schützen vorgibt, in der mittlerweile das Betatschen von Hintern und das Greifen unter die Röcke nicht mehr als sozial konform angesehen werden, nötigt Mitbürger, sich der Gefahr des Missbrauches in oben beschriebener Art auszusetzen.

Eine Gesellschaft die es als erforderlich ansieht, auf jeder Autobahnraststätte eine Erinnerung ans Händewaschen anzubringen, sollte angesichts seiner hergebrachten Toiletten- und Grußkultur nicht allzu überheblich auftreten.

So es denn jedem persönlich freisteht, sich in dieser Welt diesen Gepflogenheiten bewußt auszuliefern und unappetitliche Verhaltensweise zu akzeptieren, so sollte und muss es auch jedem freistehen, sich davon fernzuhalten. Und seien wir ehrlich: Unsensible Zeitgenossen die Mitmenschen, insbesondere dem schwachen Geschlecht aus anderen Kulturkreisen solches aufzwingen wollen, besitzen selten die Sensibilität einer gesunden Toilettenhygiene.

Es stellt sich nun die Frage, warum gerade Damen anderer Kulturkreise den Herren ihrer Gesellschaft eher die Hand reichen wollen als den unsigen? Das mag schlichtweg am Vertrauen liegen! Im Koran wie auch in anderen Schriften großer Zivilisationen, so stehts geschrieben, von Kindesbeinen an gelernt, wie das hygienisch einwandfreie Vorgehen vonstatten zu gehen hat.

Und während sich der Vertreter der westlichen Zivilisation mit Mengen von soften oder kratzenden Holzfaserprodukten die brauen Überbleibsel des analen Schließmuskeln weitflächig rund um den Unterleib verteilt, wohlwissend drauf achten, seine Finger nicht allzuviel mit selbigem zu benetzen, reinigen andere Kulturkreise diese Stelle wohlweislich mit ausreichend Wasser. Die Unterhose ist eine Erfindung der westlichen Zivilisation und dient dem Vorteil seine Überhose nicht täglich wechseln zu müssen.

Die stillen Örtchen der meisten Ländern, die westlichen natürlich ausgenommen, besitzen zumeist einen direkten Wasserzugang für die Reinigung der empfindsamen Hautstellen rund um die menschlichen Aussscheidungsorgane. So findet man in Indien am Urinal manchmal kleine Brausen um selbst den letzten Tropfen aus der Harnröhre hinwegzuwaschen. Daran sollte sich eine "grande civilisation" ein Beispiel nehmen.

Bis dahin wäre es mehr als angebracht den Handschlag zu überdenken und sich auf neue Formen des Grußes zu besinnen.

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G. Szekatsch

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