Eine Abenteuerreise nach Wien.

Das schreibt Robby über Jahre auf FuF, aber Wien hat der kleine grüne Frosch noch nicht gesehen. Es wurde also Zeit aus dem beschaulichen Deutschland in den Kriminalitätsmoloch vom Kaliber Moskau, Medellin und Mexiko-City zu reisen. Welche andere Stadt als Wien kann Al Capone das Wasser reichen? Die Premium-Mitgliedschaft bei FischundFleisch, das tagtäglich hilfreich bei der Faktenfindung ist, hat Erwartungen geweckt.

Wien, die Welthauptstadt der Kriminellen! Robby ist im Anmarsch! Er ist glücklich. Endlich ein Abenteuer.

Schon auf der Fahrt stimmt er sich ein: Falco rauf und runter. Eine CD nach der anderen. Bei 10 Stunden Fahrt geht da einiges. Schon zu Falcos Zeiten war Wien bitterkriminell. Welche ein Sound

Ganz Wien… ist heute auf Heroin.

Wenn das nicht vielversprechend ist ;)

„Großstadtdschungel“, „Der Kommissar“, „Auf der Flucht“, „Einzelhaft“. Und natürlich „Jeanny“. Weiß einer, ob das auch Nafris waren; oder wars ein Ur-Wiener Zuhälter?

Die Vorfreude auf das Abenteuer ist unermeßlich. Eine Stadt die seit Jahrzehnten mit Kriminellen verstrickt ist, die kann sicher auch aufdringliche Nafris, Sozialschmarotzer und die vielen armen Teufel, denen der Westen das Dach über dem Kopf weggebombt hat, gut integrieren. Eine Stadt die schon immer von Migration gelebt hat, die schafft sowas auch.

Kaum im Naziland traf Robby den ersten Asylanten. Einen Iraner. Da er in ihn ganz frech gefragt, ob er denn zur islamischen Invasion gehöre. Nichts dergleichen: Er war Christ und traurig. Seine Freundin hatte ihn verlassen, weil er keinen Sex wollte.

In Wien selbst dann der erste Schwarze, einen Äthiopier. Welch eine Enttäuschung: Er arbeitete und hatte ein eigenes Restaurant. Der zweite Schwarze verkaufte Zeitungen. Komisch, wo Robby doch gelernt hatte, dass all diese dem österreichischen Steuerzahler auf der Taschen liegen würden. Sie sind wohl schlecht integriert. In der Bäckerei eine Verkäuferin mit Kopftuch und hautengen Jeans. Etwas verwirrend, wo Robby doch wallende Burka-Gewänder erwartete. Die da, die war zum anbeißen. *rrrrrrrrrrr

Dann fand sie Robby: Die Alkis, die müffelnden Obachlosen, die Bettler (immerhin alle höflich) und die Bahnhofspöbler. Er fand sie untertags und mitten in den Nacht, sie arbeiten rund um Uhr mit deutschen Fleiß und Gründlichkeit. Hach, Robby war glücklich. Aber dann die nächste Enttäuschung: Allsamt mit mitteleuropäischem Aussehen, ab und an einer mit südeuropäischem Einschlag!

robby

Migranten gabs genug, allesamt höflich; selbst aus Australien.

Robby war nachts in der Leopoldsau, er war abends am Karlsplatz, er ist quer durch die Josefsstadt und viermal um den Praterstern und auch am Naschmarkt waren die Migranten alle am arbeiten, er war in Währing, in der Leopoldsstadt, er war am Hauptbahnhof und der Donaustadt.

Alles was von den FuFigen Prophezeihungen übrig blieb, waren höfliche einheimische Bettler, eine handvoll Frauen mit Kopftuch und einige Ecken mit Haschischschwaden rund um belustigte Studenten auf Parkbänken. Die Gaulkutschen haben Kennzeichen mit mobilen Pferdetoiletten und die befrackten Gartenzwerge an der Hofburg und vor dem Stefansdom waren akzentfrei mehrsprachig; trotz ihrer angedunkelten Hautfarbe, von der mir nicht bekannt ist, ob sie genetisch oder solariumbedingt ist.

Und jetzt fragt euch Robby: Wo ist alle diese überbordende Migrantenkriminalität, wenn nicht in euren kruden Köpfen!!!

Vermutlich -Staatsversagen-. ??

Mark Twain sagte einmal: *Ich hab schon viel erlebt in meinem Leben; das allermeiste ist nicht eingetoffen*

robby

Am Museum traf er einen Vertreter der Regenbogenfraktion, am Stephansdom ist er Ross-Karren gefahren

robby

und vom Riesenrad aus, konnte er den Verbrechermoloch Wien von oben anschauen.

robby

Beim Treffen mit Sissy in der Hofburg war fotographieren verboten. Wie sie den Frosch küsste, wurde deshalb nicht für die Nachwelt festgehalten. Dafür gabs aber dahinter eine Lektion in Verfassungsrecht. Da gibt’s zwei schwarze Häuser, das stehn in großen Lettern rundum die Grundsätze der österreichischen und europäischen Werte.

robby

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf Schutz durch das Gesetz“

„Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit“

„Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten und Würde geboren“

„Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen"

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.“

Wie fortschrittlich dieses Bergvolk doch ist ;) Ich bin ganz angetran.

So manchem Konvoi mit den Staatskarossen würde es gut anstehen, dort innezuhalten und diesen Werte zu huldigen.

So wurde diese Tage auch die Generalversammlung der LLGVSVV (Linkslinksgrünversifften Verschwörungsvereinigung) abgehalten. Die FuFAFWKT (FischundFleischAntifaschistenWortKampfTruppe) steht, das sei gleich allen angedroht.

Alles in allem eine sehr erfahrungsreiche Reise, aber all die Erwartungen, die FuF geweckt hatte, wurden bitter enttäuscht. Wien ist nicht mehr und nicht weniger als ein bißchen größeres Rosenheim, idyllisch gelegen; und die Wiener mögen Robby verzeihen; eine verschlafene Stadt, richtig liebenswert.

Zu guter Letzt hat auch Robby das Geld für die Heimfahrt erarbeitet. Er will sich ja integrieren und nicht aus dem Rahmen fallen.

robby

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