Heimat fordern die, die keinen reinlassen.

Aus Paris vor den herannahenden deutschen Truppen geflohen sucht er in Marseille die Gelegenheit zu entkommen. Er hat Papiere eines Schriftstellers bei sich, die ihm ein Visum für Mexiko garantieren würden, wenn er sich als diesen ausgeben würden.

Seit dem 5. April läuft im Kino eine Romanverfilmung von Anna Seghers über Flucht und Vertreibung.; „Transit“ . Er spielt in den 40ern und handelt von der Vetreibung über Marseille ins Exil nach Mexiko.

Heute ist Marseille eine Fluchtstation in die andere Richtung, jetzt kommen hier Menschen, die in Europa Zuflucht suchen.

Für Marseille ist das nichts Neues, gab dort immer eine Wellenbewegung.

Der Regisseur Christian Petzold redet in diesem Interview auch von seiner Familie, vertrieben aus dem Sudetenland:

Meine Eltern haben sich in einem Aufnahmelager kennengelernt. Vielleicht verstehe ich Flüchtlingsgeschichten deshalb sehr gut. Flüchtlinge sind nicht beliebt. Ich war in dieser Kleinstadt in allen Vereinen immer ein Zugezogener. Ich wurde als letzter eingeladen. ... Dieses Nicht-Dazugehören, wenn man in solchen Siedlungen aufwächst, die extra für Flüchtlinge gebaut worden sind, wie unsere Reihenhaussiedlung, so etwas prägt auch.

Heimat wollen alle haben, aber viele die heute von Heimat sprechen sind die, die andere nicht reinlassen. ... Die Menschen haben sich immer vermischt. Aber wer jetzt von Heimat spricht, will eine Entmischung.

Lesenswert

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/film/interview-mit-christian-petzold--heimat-fordern-die--die-andere-nicht-reinlassen--29942202?dmcid=f_yho_Kultur+-+Berliner+Zeitung

http://www.filmstarts.de/kritiken/252072.html

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Aron Sperber

Aron Sperber bewertete diesen Eintrag 07.04.2018 20:31:09

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