Deutschland ist ein Land, in dem der Hass auf Andere mühelos vom Wahlkreuz in die Vernichtung übergeht.

Mut zur Wahrheit

Es ist wichtig zu sehen, was in Halle passiert ist: der Täter war Nazi. Er war Rassist und Antifeminist. Und das nicht zufällig. Diese Dinge hängen zusammen.

Sie schreiben, dass es ein Einzeltäter war. Und das stimmt nicht. Selbst wenn er nicht Mitglied einer Organisation war - das Gedankenkonstrukt ist geteilt. Er lebt die Erzählungen, die auch von Rechtspopulisten in Talkshows vorgetragen werden. So funktioniert stochastischer Terrorismus. Demagogen organisieren Terroranschläge nicht selbst, sondern machen sie durch ihre Rhetorik wahrscheinlicher.

Sie wissen nicht, wann oder wo ein Anschlag passiert. Aber sie wissen, DASS er passiert.

Der Täter leugnete in seinem kurzen Video erst den Holocaust, dann sprach er vom Feminismus, der der Grund für niedrige Geburtenraten im Westen sei, was wiederum zu Massenimmigration führte. Und erklärte, dass "der Jude" der Grund für all das sei. Er hätte genauso Merkel, die Linken, die Gutmenschen oder wen auch immer meinen können.

Opfer werden verhöhnt, Hasskommentare gegen Minderheiten und Frauen sind Teil dieser Subkultur.

Nicht nur, dass er durch die Tür eindringen und Christchurch oder Ütöya wiederholen wollte, es hatte auch den Plan mit Sprengkörpern Feuer zu legen um die potentiellen Opfer bei der Flucht aus der brennenden Synagoge zu töten.

ÄHNLICHKEITEN MIT DUNKELDEUTSCHEN ZEITEN SIND NICHT REIN ZUFÄLLIG, SIE SIND BEABSICHTIGT.

Jeder Rechte mit etwas Verstand distanziert sich natürlich von dieser Tat, aber er darf nicht vergessen, dass die Narrative des Judenhasses (s. Soros), Genderwahn und Bevölkerungsaustausch genau von seinen vergötterten Rechtspopulisten und insbesondere der AfD geschürt und lebendig gehalten werden. Der Antisemitismus braucht keine Zuwanderer, der Antisemitismus ist auch in Deutschland in Volk weit verbreitet und das bedient die AfD mit ihren Statements.

Aus Worten werden Taten.

Aus Worten werden Taten

Es war nicht nur der Mord am Kasseler Regierungspräsident, der uns diese Erkenntnis wieder in Erinnerung gerufen hat. Auch und gerade hier, kann sich die AfD noch so oft vom Antisemitismus distanieren.

Er kommt mitten aus ihren Reihen und alle Distanzierung muss im Kontext des fehlenden Parteiausschlusses solcher Mitglieder gesehen werden. Nichts, aber auch gar nichts, tut die Partei um dies einzudämmen. Im Gegenteil, sie hoffiert Höcke und dem völkischen Flügel noch, weil sie sich dadurch Stimmen bei den Wahlen in den ostdeutschen Ländern erhofft.

Ganz vorne mit dabei, bei den geistigen Brandstiftern ist und steht Björn Höcke und seine faschistischen Gesinnungsgenossen. Die Faschisten, die in der AfD mehr und mehr das Ruder übernehmen; die Faschisten, die geistigen Väter solcher Anschläge.

Tausende hetzen, bis einer abdrückt.

Der Attentäter leugnete in seinem Pamphlet, dass er Tage zu vor veröffentlichte, den Holocaust und ist damit Ziehsohn Höckes, dessen faschistischer Flügel es „als schreiende Ungerechtigkeit empfinde, dass die Holocaustleugnung eine Straftat ist“ Höcke bezeichnete es als „Meinungsdelikt", wenn jemand die Ermordung vieler Millionen Menschen leuge. Höcke spricht von einer "wohltemperierten Grausamkeit" die man Minderheiten zukommen lassen müsse.

Das „Denkmal der Schande“ aus einer Höcke-Rede wurde ausreichend kommentiert, nicht notwendig, darauf nochmal einzugehen.

Der AfD-Abgeordnete Wilhelm von Gottberg hat den Holocaust als „Mythos“ bezeichnet.

Holocaustleugner Gideon (AfD BaWü) stellte die Judenvernichtung in Abrede.

Sayn-Wittgenstein hat den Holocaust als „getürkt“ bezeichnet. Sie ist mittlerweile aus der AfD raus, aber nicht aus diesem Grund.

AfD-Abgeordneter Krah: "Wir schießen und den Weg frei!"

Ein AfD-Politiker, Dirk Helms, Sprecher des Kreises Stormarn, behauptete in einer Rede in Schleswig-Hostein unter anderem, die Gaskammern im Konzentrationslager Dachau hätten die Alliierten gebaut. Ein anderer behauptet, dass kein Jude durch Zykon B ums Leben gekommen sei.

Damaliger CDU-Mann Martin Hohmann, der die Juden als "Tätervolk" bezeichnete, wurde nach dem Rausschmiss aus der CDU in der AfD aufgenommen.

AfD-Bundestagsabgeordnete bleiben nach der Holocaust-Gedenkfeier demonstrativ sitzen und bezeichneten die Veranstaltung als "heuchlerisch".

Dass dann Besuchsdelegationen des AfD-Kreisverbande von Alice Weidel in Sachsenhausen die Existenz der Gaskammern leugneten, ist „nur“ als Symptom der antisemitischen Grundeinstellung dieser Partei anzusehen. Und Kreisvorstände possieren auf Facebook-Posts mit Hitlergruß.

AfD-Bundestagsabgeordneter Droese possiert mit der rechten Hand am Herz vor dem Führerbunker der Wolfsschanze. Jan van Flocken bezeichnete die SA als „Positivbeispiel“.

Ist es da nur Zufall, dass das Emblem der Jungen Alternative frappierend dem der SA ähnelt?

Gauland bezeichnete die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten als „Vogeschiß der Geschichte". Höcke forderte eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad". Dabei sieht er den Unterschied zur NPD nicht in der Ideologie, sondern nur wegen dem bürgerlichen Unterstützungsumfeldes.

Diese Liste könnte man beliebig ergänzen.

Politiker ringen um Worte, die AfD mit dem Anstand

Der AfD ist der Holocaust egal oder sie leugnet dessen Existenz. Gleichzeitig zeigt sie viel Bewunderung für Hitler und die Nationalsozialisten.

Wer dieses Gedankengut hegt, pflegt und verbreitet darf keine solch dummen Fragen stellen, wie die, zu der sich Höcke gestern in einem Anfall von panischer Schadensbegrenzung hinreißen ließ:

Faschist Höcke, deine Frage ist beantwortet: Es sind DEINE Gefolgsleute! Es sind die Geister die DU riefst!

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