Ein wichtiger Aspekt zum Klimawandel ist bislang noch gar nicht erörtert worden. Ein Aspekt, der viel des menschengemachten CO2-Ausstosses verursacht (neben vielen anderen Belastungen für die Umwelt) wurde bislang vergessen; das ist der Mensch – genauer gesagt, es ist die Masse an Menschen die auf dem Globus lebt.

Es ist zwar nicht nebensächlich, wie groß sein persönlicher Fußabdruck des CO2 ist, aber allein, dass er Ressourcen verbraucht und Emissionen verursacht, ist ein Fakt.

Was liegt also näher, als durch gezieltes Bremsen des Bevölkerungswachstums den Anstieg der CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren? Wo China mit der Ein-Kind-Politik gescheitert ist und viele andere denk- und undenkbare Maßnahmen keinem zivilisierten Standard entsprechen, ist die freiwillige Reduzierung der Geburtenrate ein gangbarer Weg.

So schreibt Homi Kharas, er war Ökonom bei der Weltbank: „Es wurde der günstigste, effektivste Mechanismus zur Emissionsreduzierung von der internationalen Gemeinschaft offensichtlich nicht berücksichtigt. Es ist Bildung, oder genauer gesagt Bildung für Mädchen..., die wahrscheinlich Emissionen mehr reduziert als die Umstellung zu erneuerbaren Energien oder andere Strategien."

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Wenn Frauen Schulbildung genossen haben, werden sie emanzipierter, sie haben mehr Entscheidungsfreiheit, sind selbständiger, haben mehr Wissen und Einfluss in die Familienplanung und bekommen im Schnitt weniger Kinder. Es ist die wohl effizienteste Maßnahme und viel günstiger als alle anderen diskutieren Maßnahmen; egal, ob CO2-Vermeidung oder die technische Speicherung. Hier könnte die Weltgemeinschaft und die Staaten den Hebel ansetzen.

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Notwendig wäre insbesondere eine frühe Sexualaufklärung, Zugang zu Familienplanung und Verhütungsmethoden; Information und Equipment. Nicht nur in den armen Ländern, auch in den Industriestaaten machen ungewollte Schwangerschaften einen hohen Anteil aus. In Großbritannien 16% in den USA gar 50%. Weltweit sollen es 40% sein. Ungewollte Schwangerschaften sind also kein Problem allein der armen Länder, wie an den USA zu sehen ist.

Unseco, Earth Policy Institute from UNESCO Institute for Statistics

Diese Bildung muss eine grundlegende Allgemeinbildung beinhalten, ein Verständnis der Zusammenhänge in der Welt und vor allem aber: Zukunfts- und Berufschancen eröffnen. Die Bildung muss nicht unbedingt im regulären Schulsystem erfolgen. So sind in Brasilien Telenovelas sehr beliebt. Ein Fernsehproduzent hat in einer beliebten Serie das Ideal der Kleinfamilie protegiert und so in seinem Sendebereich die Geburtenrate gesenkt.

Unseco, Earth Policy Institute from UNESCO Institute for Statistics

Umrahmt mit weiteren staatlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen, denkbar sind steuerliche Regulierungen, Aufbau eines Rentensystems und Ausweitung der Krankenversicherung auf Geburtenkontrolle ist ein vielvesprechendes Instrument möglich. In der Konsequenz ist die Familienförderung und die Versuche der wohlhabenden Ländern, ihre Geburtenrate zu steigern schlichtweg abträglich.

Wir brauchen keine Welt ohne Menschen, aber wir brauchen; nicht nur aus diesem Grund; eine grundlegende und umfangreiche Bildung auch und gerade der Frauen. Warum das bislang nicht funktioniert: Nationalismus, Ausbeutung, Waffenlieferungen, …. Ihr erinnert euch sicher.. :)

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https://www.brookings.edu/blog/future-development/2016/02/16/climate-change-fertility-and-girls-education/

http://www.biologicaldiversity.org/programs/population_and_sustainability/pdfs/OSUCarbonStudy.pdf

https://www.cgdev.org/sites/default/files/1424557_file_Wheeler_Hammer_Economics_Pop_Policy.pdf

http://pai.org/wp-content/uploads/2012/02/PAI-1293-Climate-Change_compressed.pdf

https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15196-rtkl-klimawandel-stoppt-das-bevoelkerungswachstum?utm_source=Facebook&utm_medium=Post&utm_content=klimawandel

https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2016/07/Homi-figure-1.png?w=600&crop=0%2C0px%2C100%2C365px

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