Welche eine Überraschung: Knackis wurden klimafreundlicher!

Das wohl drängenste Menscheitsproblem ist und bleib die Erderwärmung. Dafür wird viel Geld in die Forschung investiert. Die Arbeit des Weltklimarates IPCC gilt als die komplexeste Wissenschaft, die es in der Menschheitsgeschichte je gab.

Man reibst sich dann aber doch verwundert die Augen über das Untersuchungsobjekt einer Studie der britischen University of Surrey, die den klimatischen Fußabdruck von Kriminellen in den vergangenen 20 Jahren untersucht hat. Das Ergebnis ist auf besondere Weise beeindruckend: Zwischen 1995 und 2015 ist der Treibhausgas-Fußabdruck aller kriminellen Einbruch-Straftaten um 62 Prozent zurückgegangen. So lag der CO2-Fußabdruck der Beschaffungs- und Gewaltkriminalität im Jahr 1995 bei sieben Millionen Tonnen CO2 und fand sich 20 Jahre später auf unter drei Millionen Tonnen ein - nirgendwo sonst gibt es einen derartig drastischen Rückgang.

Die Studie zeigt: Straftäter sind im Umweltschutz vorbildlich. Sie reduzierten ihre Treibhausgas-Emissionen stärker als die Kriminalitätsrate. Die ging im selben Zeitraum lediglich um rund 30 Prozent - also halb so stark - zurück.

Einbruch ist der Studie zu Folge für die Erdatmosphäre am belastensten: Knapp 1/3 aller kriminellen Treibhausgase entstehen beim Einbruch. An zweiter Stelle folgen gleich darauf die Strafverfolgungsbehörden, die mit Polizei, Gerichten und Gefängnissen 21 Prozent des Treibhausgases aus Kriminalität zu verantworten haben.

Recht hat er ja: Studienleiter Helen Skudder weist darauf hin, das alle öffentlichen Körperschaften, Organisationen und die Privatwirtschaft aufgefordert sind, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Daher sollte es auch bei der Kriminalität Maßnahmen zur Reduziezierung geben.

Und so gilt für die Zukunft: Wenn schon bei Ihnen eingebrochen wird, dann aber wenigstens klimafreundlicher als früher!!

Zum Nachzulesen: http://www.surrey.ac.uk/mediacentre/press/2017/carbon-footprint-crime-has-fallen-study-finds

Die vollständige Studie: https://academic.oup.com/bjc/article/3064487/The

Natürlich frag ich mich, wie seriös diese Studie tatsächlich ist. Angesichts der Tatsache, dass das FuF-Team bei einigen Blogschreibern auf die Erstattung einer Strafanzeige wegen Festplattenmißbrauchs verzichtet, komm ich zur Ansicht, dass auch diese Studie ihre Existenzberechtigung in unserem virtuellen Sandkasten hat.

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fischundfleisch

fischundfleisch bewertete diesen Eintrag 11.04.2017 22:32:49

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