Soeben, genauer gesagt am 25. November, war der Internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ Eigentlich sollten sich alle gesellschaftlichen Gruppen da einig sein. Das ist aber nun nicht so und zwar nicht von der Seite, von der es viele erwarten, den islamistischen Kreisen, sondern gezielt aus rechtsextremen Kreisen um AfD und rechten vorgeblichen Frauenschützerbündissen.

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Wir sehen die Verachtung von Frauen quer durch die rechtsextremen Kreise. Ob im Umgang mit Frauen innerhalb der Organisationen, im öffentlichen Auftreten, in sozialen Medien oder den politischen festgezurrten Zielen. Da unterscheiden sich die Rechtsnationalen um keinen Deut von den fundamentalen Islamisten. So auch am 25. November:

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Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen organisierte die Gleichstellungsstelle der Stadt Speyer, gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen“, einen Solidaritätsmarsch.

Gegen 12:30 Uhr hisste die Oberbürgermeisterin Seiler dann stellvertretend für alle Behörden in Speyer die Fahne von Terre des Femmes. Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau e. V. ist ein 1981 in Hamburg gegründeter gemeinnütziger Verein, mit angeschlossener, 2004 gegründeter Stiftung, der sich für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen weltweit einsetzt. Eigentlich sollten wir hinter den Zielen dieses Vereines alle versammeln könnten, oder nicht?

Als die Oberbürgermeisterin in ihrer Begrüßung darüber sprechen wollte, dass „Gewalt gegen Frauen und Kinder – insbesondere häusliche Gewalt - keine Privatangelegenheit sei, melde sich lautstark Marco Kurz, rechtsextremer Kopf des Frauenbündnisses Kandel, zu Wort.

Er stellte sich mit vollem Namen vor und beschimpfte die Oberbürgermeisterin. Gleichzeitig zeigten zwei Mitglieder der Gruppe Fahnen des Frauenbündnisses Kandel und verdeckten gezielt die Fahnen von Terre des Femmes. Unterstützt wurde die Störung auch von AfD nahen Wählergruppen aus Speyer.

Es ist bekannt, dass jener Kurz und sein selbst ernanntes Frauenbündnis die Pfalz seit gut zwei Jahren mit Hass und Hetze gegen Andersdenkende, Andersgläubige und Migranten überzieht. Die Bürgerinnen und Bürgern protestierten gegen diese Störung. Kurz und seine unter den Besuchern verteilte Störer überzogen die Veranstaltung lautstark mit „Heuchler“ Parolen ungestört weiter.

Es ist erschreckend, wie offen hier eine Störung durchgeführt werden kann, die ausschließlich den Zweck hatte, eine Veranstaltung „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ für rassistische politische Zwecke zu missbrauchen.

Die Heuchelei ist, wenn rechte Hetzer das Thema "Gewalt gegen Frauen" ausschließlich auf Migranten verengen. Gewalt gegen Frauen ist weder von Religion, noch von Herkunft abhängig - sie ist männlich und entspringt der Missachtung von Frauen und Frauenrechten durch Männer!

Dass ausgerechnet Männer mit verbaler Gewalt gegen Frauen vorgehen, ist für das Selbstverständnis von Faschisten bezeichnend.

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