Sie sind mehr als "nur" Tiere.

Neue Forschungen über das Bewusstsein der „anderen“ Tiere stellen eine große Herausforderung an die Selbstherrlichkeit des Homo Sapiens und schreien regelrecht nach mehr Mitgefühl und Gewaltlosigkeit in unserem Umgang mit den Tieren. Die Erforschung des Lebens und die Tierrechtsbewegungen nähern sich in ihren Weltanschauungen an und zeigen auf, dass das tierische und das menschliche Dasein gar nicht so unterschiedlich sind.

Viele Tierarten haben ein reichhaltiges emotionales Leben und soziales Verhalten. Manche haben einen Sinn für Gerechtigkeit, für richtig und falsch. In der traditionellen Sichtweise werden Tiere oft als nicht-fühlende biologische Maschinen angesehen, die sich deutlich vom menschlichen Dasein unterscheiden.

Mittlerweile wurde von einigen Neurobiologen anerkannt, dass Tiere und Menschen in den Grundzügen denselben Bewusstseinsgrad haben.

http://www.fcmconference.org/

Diese Beweise fordern eine grundlegende Änderung des Umgangs mit Tieren geradezu heraus – einen Umgang ohne Gewalt und mit Mitgefühl.

Tiere haben die Fähigkeit zu lieben.

Tiere wie Menschen sind in der Lage, ihren Partner, ihre Familien, ihre Kinder, ihre Lehrer, ihre Freunde und auch ihre Anführer zu lieben. Affen zeigen genau dieselben Verhaltensweisen der Liebe und Zuneigung im Umgang mit ihrem Baby wie Menschen. Sie spielen und kitzeln das Baby, waschen, füttern und sorgen sich um sie und sie riskieren ihre Leben, um das Baby zu schützen.

Wer auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, der kennt es, wenn die Kälber gleich nach der Geburt den Kühen weggenommen werden und wie die Mutter noch lange nach dem Kalb sucht. Selbst Fische sorgen sich um ihre Brut. Vögel pflegen oft lebenslange Partnerschaften über Jahre und Wanderschaften hinweg; die Aufregung eines brütenden Vogelpaares, wenn sich eine Katze in der Nähe befindet, ist unüberhörbar.

Affen übernehmen die Waisenkinder von verstorbenen Artgenossen und es ist ein Fall bekannt in der zwei Krähen über Wochen deine dritte, verletzte Krähe mitversorgt haben. Darwin berichtete über Beobachtungen auf einer seiner Reisen wie ein blinder Pelikan von seinen Artgenossen gefüttert wurde und wie in einer wilden Herde von Alpakas die starken Tiere zurück blieben, um sich um Schwächere zu sorgen.

Tiere vollbringen immense Leistungen beim Erinnern.

Davon können die Menschen nur träumen. Ameisen kennen ihre Wege noch nach Monaten. Einige Vögel fliegen jedes Jahr Tausende von Kilometer und finden wieder exakt zu ihren Nistplätzen zurück; ebenso finden Fische sich in den Meeren genauso zurecht. Einige Schneckenarten finden immer wieder zu demselben Stein zurück unter dem sie aus ihren Eiern geschlüpft sind. Spinnen verstärken ihre Netze lange bevor uns der Wetterbereich Sturm ankündigt. Eichhörnchen erinnern sich noch nach Monate an ihre Nussdepots. Hunde, Katzen und Pferde träumen, Papageien sprechen im Schlaf. Das Gedächtnis des Elefanten hat es gar in den Sprachgebrauch und die Literatur geschafft.

Es gibt genügend Beweise, dass Tiere oft außergewöhnliche Fähigkeiten haben, die weit über das hinaus gehen, wozu Menschen intellektuell in der Lage sind.

Wir neigen dazu, das Schlechteste über die Tiere und andere Lebewesen zu denken, wir erachten sie als dumm und interpretieren ihr Verhalten nach unseren Maßstäben. Unsere Sichtweisen über Tiere beruhen auf Vorurteilen. Wir verschließen die Augen vor dem Unbekannten, wir lehnen es ab und versagen ihm seine Existenz.

Wie bei allem, was wir nicht kennen, was uns unbekannt ist oder was nicht in unser Weltbild passt.

pixabay

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