Warum mich Friseure nicht mögen...

Es gibt eine Geschichte aus dem Vietnamkrieg: Die Amis hatten es im südostasiatischen Dschungel wahrlich nicht leicht und waren in den dunklen Wäldern vielen Gefahren ausgesetzt. Was also lag näher, als sich den indianischen Spuren- und Fährtenleser zu bedienen, denen auch ein sechster Sinn für Gefahren nachgesagt wurde. So wurden vermehrt amerikanische Ureinwohner rekrutiert, in Uniform gesteckt und nach Vietnam geflogen.

Dort wurde allerdings festgestellt, dass all diese Soldaten ihre besonderen Fähigkeiten verloren hatten. Bald fand man auch den Grund: Alle die Soldaten gaben übereinstimmend an, dass sie mit dem militärisch obligatorischen Friseurbesuch diese Sinne verloren hatten. In der Folge wurde ihnen erlaubt auch beim Militär das Haar lang zu tragen.

Nicht nur die Indianer, auch die alten Germanen und viele Naturvölker trugen und tragen ihre Haare lang und das nicht ohne Grund. Es war lange normal, dass Frauen ihr Haar nicht schnitten und oftmals bis zum Po hatten.

Solange eine Gesellschaft noch naturverbunden ist, sorgt dies für keinerlei Schwierigkeiten; seit sich jedoch die Menschheit mehr und mehr von den natürlichen Lebensweisen entfernt und die Negativität in den meisten Lebensbereichen zunimmt wurde vor allem den Männern als bestimmendem herrschendem Geschlecht, die Haar kurz geschnitten. Währenddessen behielten viele Herrscher und Könige ihren Schmuck auf dem Kopf. Mittelalterliche und antike Herrscher sind oft mit wallendem Haupthaar abgebildet. Beim Militär wurde der extreme Kurzhaarschnitt eingeführt; er macht gefühlsärmer, führbarer und angepasster. Soldaten sind weniger aufmüpfig und funktionierten besser. Sie konnten zu Kampfmaschinen ausgebildet werden. Auch die langhaarigen Urvölker hatten viele gute Krieger, doch diese waren selbständiger und autonomer in ihren Entscheidungen.

Heute lassen viele Menschen ihre Haare wieder wachsen; auch mein Haar hat seit fast sechs Jahren kein Friseur mehr angefasst. Trotz Widerstände im Umfeld fühle ich, wie sich in mir wieder eine tiefe Verbundenheit zum Leben mit all den Facetten, die die Mainstreamgesellschaft in Abrede stellt, entwickelt. Viele Frauen kommen mit den langen Haaren der Männer nicht zurecht, denn sie spüren die zunehmenden Feinfühligkeit der Männer, was nicht in das Weltbild vieler passt. Frauen schneiden ihr langes Haar oft nach Ende einer Partnerschaft um sich vom Alten zu trennen.

Haare sind Antennen. Sie sind eine Erweiterung des Nervensystems. Zwischen Schädel und Kopfhaut gibt es kein Muskelgewebe und kein Fettgewebe, es ist dort keine Mimik möglich. Die Haare bewegen die Haut, welche die Resonanz an das Gehirn weitergibt. Sie bewegen sich ohne unser Zutun. Sie verhalten sich wie Bäume im Wind, verändern die Richtung des Wachstums oder degenerieren, wenn sich etwas ändert. Wir kommunizieren über die Haare, wir fassen gerne schönes Haar an, teilen damit unsere Liebe den anderen Menschen mit oder wir nutzen sie, wenn wir sie „am Schopfe packen“. Sie senden und empfangen Licht, Energie und Farbe, sie drücken aus und nehmen Eindrücke wahr.

Genauso wie der Fingerabdruck ist der Wuchs der Haare eines jedes Menschen einzigartig. Ihr Erscheinungsbild erzeugt den ersten Eindruck den ein Fremder von uns hat. Natürliche Haare sagen sehr viel über Zustand und Gesundheit eines Menschen aus. Durch den Besuch beim Friseur wird versucht, diesen Eindruck aufzupeppen, sich entgegen seiner Natur darzustellen und ein widernatürliches Bild des „Ich“ zu vermitteln. Der Friseurbesuch ist auch oft ein Versuch, ein mangelndes Selbstwertgefühl zu überdecken oder vorgebliche persönliche Eigenschaften zu transportieren.

Haare wachsen am „Gipfel“ des Menschen, an seinem höchsten Punkt, am Kopf; wie die Blütenblätter einer Blume oder wie der Wald auf einer Bergkuppe. Diese Haare zu beschneiden, zu stümmeln oder zu amputieren hat dieselbe ästhetische Folgen wie das Abholzen eines Bergrückens oder das Abzupfen von Blütenblättern. Nicht umsonst wird eine Glatze oder dünnes Haar als Schönheitsmangel angesehen. Welche innere Gefühlswelt bei Menschen herrscht, die Glatzen zum Lifestyle erheben, kann man sich nur zu gut vorstellen. Welche Gefühlsarmut und Lieblosigkeit in den Handlungen, Taten und politischen Absichten von Glatzenträger zu erwarten ist, davon kann sich nun jeder seine Gedanken selbst machen. Nicht umsonst sind gerade autoritäre Regime besonders auf Konformität in den Kurzhaarfrisuren erpicht.

Haare, auch Gesichtshaare, sind durch das Nervensystem nicht nur direkt mit dem Gehirn verbunden, sie geben auch Energien ab, sie sind Fühler und Sender von riesigen Mengen an Informationen. Sie sind maßgeblich mit daran beteiligt, die Aura des Menschen zu bilden. Nicht umsonst fühlen sich Frauen krank, wenn sie ihre langen Haare abschneiden lassen. Mit der Aura-Fotographie können diese Energien sichtbar gemacht werden. Mit dem Abschneiden der Haare ist das Senden und Empfangen in und aus der Umgebung massiv gestört, dies zeigt sich in der Erscheinung der Aura. Die Sinne sind regelrecht betäubt. Es führt zum Abstumpfen der Beziehungen innerhalb der Gemeinschaften und auch der Partnerschaften.

Wir schneiden uns unsere Haare in Unwissenheit über die tiefen feinen Verbindungen in unserer Welt, wir fördern damit die abstumpfende, härter und unmenschlich werdende Welt, indem wir uns von unseren eigenen Kräften abschneiden. Wir suchen die Lösungen für die Probleme der Welt und berauben und gleichzeitig des wichtigsten Wahrnehmungsorgans. Wir müssen in Frage stellen, ob wir die Realität in dieser Welt überhaupt einschätzen und erkennen können.

Vielleicht fangen wir einmal damit an, uns jeden Morgen im Spiegel ins Gesicht zu schauen, egal wie lange die Haare sind.

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fischundfleisch

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MartinMartin

MartinMartin bewertete diesen Eintrag 04.01.2017 16:33:56

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