Weniger Arbeit ist gut für die Erde.

Der einzige Planet, den wir haben, hat begrenzte Resourcen.

Das Rezept der Wirtschaft seit der Industriealisierung ist das stetige Wachstum und ist angeblich alternativlos.

Unbegrenztes Wirtschaftswachstum hat den Planeten aber an den Rand des Kollaps gebracht. Wachstum ist also in letzter Konsequenz die Ursache des Untergangs.

Das unbegrenzte Wachstum stößt an seine Grenzen und ein Stopp oder gar die Umkehr des Wachstums lässt die Furcht der Menschen vor Verarmung wachsen. So wird es vorgebetet; so wird es ihnen vekauft. Vergessen wird dabei, dass gerade das Wachstum der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik, das in Umsatz und Gewinnen berechnet wird, zur Verarmung großer Teile der Bevölkung führt; dass die Ernte des Wirtschaftswachstums zu immer größeren Teilen einer immer kleiner werdenden Elite zufällt. Im gegenwärtigen System des Wirtschaftswachstums profitiert nicht mehr die Gesamtgesellschaft; das Vertrauen der Menschen in das System wird erschüttert.

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Im gleichen Atemzug ist erkennbar, dass eine Eindämmung des klimaschädlichen und umweltzerstörenden Handelns nur erfolgreich sein kann, wenn der Wohlstand nicht darunter leidet; wenn jeder Mensch seine Vorteile daraus ersieht; wenn er motiviert ist, das umweltschädliche Verhalten zu vermeiden. Eine resourcenschonende Umgestaltung des Wirtschaftssystem kann nur erfolgreich sein, wenn die Ernte der Gesellschaft zufällt.

Mit weiterem Konsum, der von Werbung und Handel als ultimatives Glück verkauft wird, kann das nicht erreicht werden. Wohlstand, auch eine Art des Glückes, kann aber sehr wohl durch freie Zeit, durch gesündere Arbeitsbedingungen, durch weniger Stress und freiere Gestaltung der Arbeit erreicht werden.

Am KIT Karlsruhe (Karlsruher Institut für Technologie) wurde auf den Daten der OECD untersucht, wie sich die Produktion von Treibhausgasen mit dem Bruttoinlandsprodukt und der Nachhaltigkeit zueinander verhalten.

Die Studie kommt zu Schluß, dass wir unsere Arbeitszeit reduzieren müssen. Am nachhaltigsten wäre gar nur eine "Neun-Stunden-Woche". Daneben braucht es aber auch eine radikale Umgestaltung der Wirtschaft, weg von der Produktion, insbesondere billiger Wegwerprodukte und der Förderung, Verarbeitung und Vertrieb von fossilen Energien hin zu Dienstleistungen und grünen Berufen.

Ein geringeres Verkehrsaufkommen durch weniger Pendler, niedrigere Produktion und weniger Transport duch weniger Konsum sind da nur Randeffekte.

"Der Weg zu einer grünen, nachhaltigen Gesellschaft erfordert ein Reihe von Strategien – eine kürzere Arbeitswoche ist nur eine davon.“ sagt der Leiter auftraggebenden Think Tanks im Guardian.

Aber lest selbst: http://autonomy.work/wp-content/uploads/2019/05/The-Ecological-Limits-of-Work-final.pdf

"Die Klimakrise ist ein Symptom für die Übernutzung der Ressourcen unseres Planeten..." sagt dazu die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. „Wenn wir unsere materiellen Ansprüche zurückschrauben – und das müssen wir, auch mit einer Kreislaufwirtschaft – dann muss weniger produziert werden, dadurch wird der Planet entlastet und die Arbeitszeit sinkt.“

Um Resourcen zu schonen, brauchen wir langlebige Produkte und hohe Qualität, also auch sorgfältiger und zeitintensivere Arbeit. Weniger Konsum, dafür Reparaturen oder Gartenarbeit selbst machen und dies auch können. Wegwerfprodukte sind kontraproduktiv; und das Ziel jedes Handelns muss die Schonung der Resourcen sein. Zeit, Wissen, Aufgaben und Fähigkeiten werden sich von beruflichen hin zu privaten Schwerpunkten hin verlagern. Die erlangte Freizeit wird nicht mit zusätzlichem passiven Konsum verbracht; positive Aktivität und Produktion werden auch hier zunehmen.

Solange das Wirtschafts- und Geldsystem von gegenwärtiges Status Quo profitiert, wird es nicht Willens sein, daran etwas zu verändern. Es wird kurzfristige Gewinne über die Resourcenschonung stellen und so das Überleben des Zivilisation gefährten.

„Die Situation ist nicht hoffnungslos. Es sind schon früher Systeme gestürzt oder verändert worden – gegen den Willen der Mächtigen.“

https://www.theguardian.com/environment/2019/may/22/working-fewer-hours-could-help-tackle-climate-crisis-study

http://autonomy.work/

https://ze.tt/wenn-du-was-gegen-den-klimawandel-tun-willst-geh-weniger-arbeiten/?utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&fbclid=IwAR3D5K00HBkO1HWFh97WWyMjb-qfiI2ZdvAF23rh8dD5w_shm7qVxw3folA

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Wurschtbrot02

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MarieRedelsteiner

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