Wenn das Umweltbundesamt ermittelt, dass die realen Kosten einer Tonne CO2 bei 180 Euro liegt, dann ist die Frage doch nur:

„Wer bezahlt das?“

Da gibt es mehrere Kandidaten:

- nachfolgende Generationen

- andere heute Lebende anderswo

- die Verursacher

Was wir derzeit beobachten, ist der Versuch der Verursacher, ihren Anteil des selbst verursachten Anteils dieser Kosten auf „Andere“ zu verlagern. Dass das diesen „Anderen“ nicht passt, ist vorhersehbar.

Wenn wir im März unser CO2 Budget von 200 Millionen Tonnen bereits überschritten haben, kann man in etwa ausrechnen, was das für Kosten sind. Nehmen wir an, es wären für die verbleibenden 9 Monate weitere 600 Millionen Tonnen, sind wir bei Kosten von 180 Euro pro Tonne bei Schadenskosten von 108 Milliarden - überschlägig.

Kauft man „Zertifikate“ für weniger ein, also z.B. für 50€ pro Tonne, kostete das dann 30 Milliarden pro Jahr, wobei die Frage offen bleibt, wer denn die Kosten der Differenz von 78 Milliarden trägt. Das sind dann wohl „die anderen“, also entweder nachfolgende Generationen oder Menschen in anderen Ländern, bei denen dann die Schäden ohne Schadenskompesation auftreten...

Geplant hat unsere Bundesregierung einen CO2-Preis von 10€ pro Tonne, das ist weniger als ein Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest.

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G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 02.12.2019 21:50:21

MartinUSH

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Don Quijote

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