Wie unser Geiz die Migration anfacht.

Uganda hat 2016 mehr Flüchtlinge aufgenommen als die ganze EU zusammen. Es wurde jeder Familie ein Stück Land angeboten, worauf sie eine Hütte bauen und Landwirtschaft betreiben kann, aber es reicht nicht für alle und so braucht es weiterhin Hilfe von Außen.

Uganda ist sicherlich ärmer als jeder EU-Staat und auf die Unterstüztung reicherer Länder bei der Bewältigung des Problems angewiesen.

Im Norden des Sudans sind etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge aus dem Südsudan angekommen (den islamophoben auf FuF sei gesagt, dass es sich bei den Südsudanesen um Christen handelt). Im Südsudan herrscht ein brutaler Bürgerkrieg, die Felder können zu großen Teilen nicht bestellt werden, Ernteausfälle sind die Folge. Auch heute kommen noch viele Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda an, weil sie dort auf Essen hoffen. Dem ist aber nicht so.

Das UNHCR musste schon 2016 die Rationen für die Lebensmittel der Flüchtlinge kürzen, weil die internationalen Geldgeber 2/3 der benötigten Summe einfach nicht überwiesen haben. Es ist nicht so, dass das Geld nicht zugesagt wurde, die Zusage steht, lediglich am Transfer mangelt es.

"Sie geben uns keinen Zucker und auch kein Salz. Das einzige, was wir bekommen, ist Sojamehl, einen Liter Öl pro Monat und Hirse. Die Rationen sind sehr klein, es reicht meistens nicht einmal die Hälfte des Monats."

Adua, 13, Flüchtling aus dem Südsudan

"Wir mussten als UN 2016 schon die Rationen kürzen, das ist die Folge tatsächlich von fehlendem Geld. Uns fehlt in der Region, für die gesamte Südsudan-Situation fehlen uns im laufenden Jahr 600 Millionen US Dollar, das heißt unser Hilfsplan in Uganda und für die Region ist nur zu einem Drittel finanziert, das merken die Menschen vor Ort."

Martin Rentsch, UNHCR – Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen

Doch die Weltgemeinschaft lässt Uganda mit dem Flüchtlingsproblem alleine. Obwohl Politiker auf der ganzen Welt versprochen haben, eine Kürzung der Versorgung in Flüchtlingslagern sollte nie mehr vorkommen. Aber Uganda ist weit weg und die Gefahr, dass Adua und ihre Geschwister sich demnächst auf den Weg nach Europa machen, besteht nicht. Dazu fehlt Ihnen das Geld und die Kraft.

"Als afrikanisches Kind muss man das aushalten, nur eine Mahlzeit am Tag.",sagt Auda. Aber sie bekommt nicht mal jeden Tag was zu essen. Sie gehört zu den Flüchtlingen, deren Schicksal von der Weltgemeinschaft ignoriert wird.

Es ist ja nicht so, als dass wir es nicht wüssten und dann völlig überrascht wäre, wenn doch Menschen von dort kommen. Der Zahltag wir kommen.

pixabay

https://ugandarefugees.org/

http://www.unhcr.org/dach/de/14624-mehr-geld-fuer-fluechtlinge-aus-suedsudan-benoetigt.html

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