Wo die Radikalinskis herkommen.

In Afghanistan herrscht Krieg, wie in manchem anderen Land auch. Soweit sind sich die meisten von uns einig. Dass es da ab und an zu „zivilen Opfern“ kommt, hat die Menschheit mittlerweile irgendwie akzeptiert, aber nur manchmal regt sich Beileid; Beileid natürlich nur, wenn diese zivilen Opfer auf der Seite des Mitleidsbekundenden zu finden sind; eine Situation, die dann schnell als Anlass für Wut und Rache genutzt wird. Für die Betroffenen und Angehörigen interessiert sich eh keiner.

In Afghanistan töten US-Soldaten und die mit ihr verbündete afghanische Armee immer mehr Zivilisten.

Die offiziellen Zahlen sind nun offiziell, die inoffiziellen Zahlen werden wir wohl nie erfahren. Aber schon die offiziellen Zahlen sind erschreckend genug. Laut dem aktuellen UN-Bericht wurden zwischen Januar und März (mindestens) 305 Zivilisten getötet sowie weitere 303 verletzt von den US-Soldaten, den CIA-Milizen und der regulären afghanischen Armee getötet. UND DANN SAGEN EINIGE, AFGHANISTAN SEI SICHER? MAN KÖNNE DORTHIN ABSCHIEBEN??

„Mindestens“, weil die UN sehr sehr vorsichtig schätzt. Jedes Opfer muss durch mindestens drei verschiedene Quellen bestätigt werden; drei verschiedene Quellen in einem Land, in dem sich eh kaum unabhängige Beobachter bewegen können und in dem viele Regionen gar nicht aufgesucht werden können, die von irgendeinem der beteiligten Kriegsbeteiligten besucht werden können. Von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten ganz zu schweigen.

Drohnen- und Luftangriffe, auch von Ramstein in Deutschland aus gesteuert haben massiv zugenommen, eine Beobachtung ist derzeit aufgrund der Masse schier kaum noch möglich. Die Razzien der afghanischen Soldaten und von CIA-Kräften erfolgen ähnlich konzentriert.

Mehr als die Hälfte aller Toten in Afghanistan sind zivile Opfer.

All dies bedeutet natürlich nicht, dass Taliban und Co. nicht weiterhin tötet. Die UN berichtet von mind. 227 Toten.

Die USA sind nicht Mitglied des internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und verweigern deren Ermittlern die Einreise. Kriegsverbrechen der USA, vielfach dokumentiert, können schlichtweg nicht geahndet werden.

Aber all die Afghanen sind natürlich froh, dass ihnen die westliche Allianz beisteht. Dass ihre Familien dabei auch mitgebombt und getötet werden, nehmen sie klaglos hin…… nicht ein einziger kommt auf die Idee, das das ultimative Opfer das seine Kinder für die Wahrung westlicher Interessen in diesem so fernen Land, bringt, ungerecht sein könnte.

Sehr viel Rekrutionspotential für radikale Islamisten.

Im Irak hat ein "US-Elite-Kriegsheld" der Navy-Seals wahllos Menschen erschossen. Spazierende Schulmädchen, alte Männer.... und die Vorgesetzten sollen das alles gedeckt haben.

Immerhin haben andere Soldaten diesen Skandal aufgedeckt; nachdem sie lange eingeschüchtert und bedroht wurden. Trump und Fox-News ergriffen Partei für den Killer; wundert nun wirklich nicht.

Es sind nicht die ersten Kriegsverbrechen von US-Kräften. Der Skandal um Black Water spielen da genauso mit rein, wie die Enthüllungen von Wikileaks.

Sehr viel Rekrutionspotential für radikale Islamisten.

https://unama.unmissions.org/sites/default/files/unama_protection_of_civilians_in_armed_conflict_-_first_quarter_report_2019_english.pdf

https://www.aljazeera.com/news/2019/04/pro-government-forces-kill-afghans-armed-groups-190424055107555.html

https://www.aljazeera.com/news/2019/02/afghanistan-civilian-deaths-hit-record-high-2018-190224071129307.html

https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-skandal-um-edward-gallagher-erschuettert-elite-einheit-navy-seals-a-1264274.html

https://pixabay.com/de/photos/kinder-afghanistan-afghani-mädchen-63175/

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