Trügerische Sicherheit: Sparguthaben wird immer weniger wert

Obwohl die Verbraucherpreise in der Euro-Zone kräftig ansteigen, verharren die Zinsen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Folgen für Sparer sind bedeutend. Denn durch die Rückkehr der Inflation ist der Erhalt des Kapitals gefährdet.

Land der Sparer

Wir Österreicher sind konservative Anleger. Trotz Niedrigzinsniveau schwören wir nach dem Motto „Sicher ist sicher“ weiterhin auf das Sparbuch. Unglaubliche 230 Milliarden Euro sind in Österreich auf Sparbüchern geparkt. In Deutschland sind es sogar 2.209 Milliarden Euro. Zahlt sich Sparen überhaupt noch aus? Das Geld sollte zumindest nicht an Wert verlieren. Aber der Erhalt des Kapitals ist nur möglich, solange die Zinsen höher als die Inflationsrate sind – und das ist seit Jahren nicht mehr der Fall.

Was steht uns noch bevor?

Die vergangenen Jahre waren sowohl von niedrigen Zinsen, als auch von niedrigen Teuerungsraten geprägt. Damit konnte man als Sparbuchsparer ja noch leben. Aber diese Zeiten sind vorbei. Die Verbraucherpreise sind 2017 bereits deutlich gestiegen. Die angestrebte Teuerungsrate der EZB von annähernd 2% ist zum Greifen nah. Damit steigt das Preisniveau zwar wieder, die Zinsen verharren jedoch weiterhin bei Null. Zumindest in absehbarer Zeit dürfte sich im Euro-Raum daran auch nichts ändern. Die EZB muss aufgrund der hohen Staatsverschuldung der Euro-Mitgliedsstaaten das Zinsniveau möglichst tief halten. Niedriges Zinsniveau, gepaart mit steigenden Teuerungsraten bewirkt, dass wir Anleger uns immer ärmer sparen.

Höchste Zeit umzudenken

Die schlechte Ausgangslage ist kein Grund die Sparquote zu senken. Lediglich die Art und Weise wie gespart wird, ist zu überdenken. Im Vergleich zu Tagesgeld oder Sparbuch erweisen sich in Niedrigzinsphasen andere Instrumente als wesentlich zielführender. Vergleichen Sie die Wertentwicklung von 10.000 €, die über 10 Jahre in ein Sparbuch oder eine konservativen Strategie am Kapitalmarkt angelegt wurden. “Konservativ” bedeutet hierbei eine Ausrichtung der Veranlagung auf Werterhalt bei geringem Verlustrisiko und moderaten Kursschwankungen.

Der Vergleich zeigt, dass die konservative Anlagestrategie (am Beispiel der Ergebnisse der überbetrieblichen Pensionskassen, wie sie die Österreichische Kontrollbank seit 2000 veröffentlicht) deutlich höhere Erträge als ein Sparbuch liefert. Im Vergleich zur stabilen Entwicklung beim Sparbuch schwanken Kapitalmarktanlagen zwar zwischenzeitlich, langfristig gewinnt der Kapitalmarktanleger aber deutlich.

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Wenn Sie zudem den Effekt der Inflation auf die Wertentwicklung berücksichtigen, so wird die zunehmende Erosion von Sparguthaben deutlich. Während “risikolose” Sparbücher über die Jahre einen immer höheren realen Verlust erleiden, steigen konservative Kapitalmarktanleger mit Gewinn aus.

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Geld, das 2008 auf ein Sparbuch bei einer Bank eingezahlt wurde, ist heute weniger wert als damals. Es ist daher höchste Zeit umzudenken.

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Manuel Schleifer ist lizenzierter Börsenhändler und Analyst bei Savity

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Michael Schwarz

Michael Schwarz bewertete diesen Eintrag 30.01.2018 10:32:28

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