Größte Kinder- und Tieropferstätte in Peru entdeckt.

Rezension eines Artikels im National Geographic:

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Bei einer Ausgrabung eines 3500 Jahre alten Tempels in Huanaco wurden die Forscher von den Einwohnern auf den Fund von menschlichen Skelettteilen in Küstennähe aufmerksam gemacht. Nach Abschluss der Grabung 2016 hatten die Wissenschaftler im Laufe von 2 Jahren ca 140 Kinder- und 200 Babylamaskelette freigelegt. In dieser Dimension hatte das keiner der Grabungsbeteiligten erwartet.

Wie verzweifelt müssen die Menschen vor ca 550 (zw. 1400 und 1450) Jahren gewesen sein, um in einem einzigen Opfergang mehr als 140 Kinder zwischen 5 und 12 Jahren und 200 Babylamas (nicht mehr als 18 Wochen alt) in einem Opfergang grausam zu töten?

Nach den Knochenverletzungen zu schließen wurden die Kinder und die Tiere mit roter Zinnoberfarbe bestrichen, ihnen die Brust aufgeschnitten und die Rippen gespreizt, um das Herz herauszunehmen.

Das Ereignis fand an Perus Nordküste in der Gegend Huanchacquito-Las Llamas statt, im Chimu-Reich, das sich 600 Meilen entlang der Pazifikküste des heutigen Perus erstreckt. 1475 wurde es durch die Inkas zerstört. In der Nähe wurden auch Überreste von drei Erwachsenen gefunden, die durch ein stumpfes Schädeltrauma ums Leben kamen. Man nimmt an, dass sie an der Opferung beteiligt waren und nachher getötet wurden. Archäologen entdeckten auch Schleifspuren und Fußabdrücke von Hunden, barfüßigen Kindern und jungen Lamas, die offenbar gewaltsam zum Opferplatz geschleift wurden. Es ist das größte bisher entdeckte Opferereignis an Kindern bis jetzt. Opferungen von Kindern und jungen Tieren in dieser Dimension war bisher unbekannt. Da sie im Schlamm begraben wurden, wo normalerweise Trockenheit herrscht, vermuten die Forscher, dass eventuell ein verheerendes El-Nino-Ereignis im Zuge des ENSO-Zyklus, das die Existenz des Reiches ins Wanken brachte, die Menschen dazu bewogen hat. So versuchten die Menschen das zu opfern, was für sie den größten Wert hatte, da die Opferung von Erwachsenen eventuell nicht gereicht hat.

Lt. DNA- und Isotopen-Analyse waren Mädchen und Jungen die Opfer, sie stammten aus verschiedenen Gegenden und Bevölkerungsgruppen des Chimu-Reiches.

Menschen mussten damals in ihrer Hilflosigkeit des Erklärens von Naturphänomenen durch Religionen die absurdesten, unmenschlichsten Regeln widerspruchslos befolgen und so die Macht der Herrschenden festigen. Menschenopfer waren damals in allen Bereichen des Süd-Amerikanischen Kontinents üblich, es gibt zahlreiche Berichte und noch immer Funde darüber.

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