Das Wechselmodell - Kindeswohl statt Eltern-Egoismus

Martin Löhnig, dessen Editorial zum Wechselmodell in der NJW ich ja schon an anderer Stelle kritisiert hatte, hat nun in der taz nachgelegt. Wirklich dazugelernt hat er offensichtlich nicht.

Noch immer versucht er das Wechselmodell als Egoismusmaschine der Eltern zu verkaufen. Natürlich mag es den einen oder anderen Elternteil geben, der das Wechselmodell genau hierfür missbrauchen möchte, aber wenn man glaubt, dass gelte für das Residenzmodell weniger, dann muss man schon sehr naiv sein Ich empfehle da mal einen Besuch auf dem Stiefmutterblog von Susanne Petermann. Da Berichten einige Frauen erstaunliches über die Egoismen von Residenzmüttern.

Insofern ist die Frage der Selbstsucht eines Elternteiles sicherlich nicht vom Betreuungsmodell abhängig.

Was kann sich ein Kind besseres wünschen?

Das schöne an dem aktuellen Text von Herrn Löhnig ist aber, dass er eigentlich selber die besten Argumente für das Wechselmodell liefert.

Eine minimale Änderung seines einleitenden Statements zeigt, sehr deutlich, dass beim Wechselmodell nämlich weniger um das Elterlichen Egoismus geht.

»Aus der Sicht der Kinder ist dieses sogenannte Wechselmodell eine prima Lösung: Vater und Mutter teilen sich die Verantwortung für ihr Kind, können beide weiterhin intensiven Kontakt zu ihm pflegen und den Alltag teilen. Beide haben aber auch kinderfreie Zeit und die Möglichkeit, eine neue Partnerschaft zu leben«, Geld zu verdienen und ihre Akkus wieder aufzuladen, um sich in der nächsten Woche wieder voll auf ihr Kind zu konzentieren.

Klingt für mich auf jeden Fall plausibler, als der elternzentrierte Standpunkt, mit dem Martin Löhnig erlterlichen Egoismus unterstellen möchte, wenn er in diesem Absatz »Eltern« statt »Kinder« schreibt.

das richtige Schuhwerk

Standard heißt nicht Pauschal

Der zweite große und immer wieder gerne gemachte Fehler ist die Unterstellung, dass »Standard Wechselmodell« heißt, dass dieses Modell auf Gedeih und Verderb auf alle Trennungssituationen gestülpt wird. Ebenso wenig wird schließlich der gegenwärtige Standard »Residenzmodell bei der Mutter« jeder Trennung aufgezwungen, sonst wären fälle wie ich, @Thomas Friedrichs und all die Eltern, die gegenwärtig schon erfolgreich das Wechselmodell praktizieren gar nicht möglich. Selbst die von ihm so geschmähte Resolution 2079 des Europarates schränkt ein, dass das Wechselmodell natürlich nicht dem Kindeswohl entgegen stehen darf.

Ähnlich dumm sind die anderen Argumente, die Prof- Löhnig gegen das Wechselmodell bringt.

Was passiert im Wechselmodell wenn eine neue Familie entsteht?

Was passiert denn, wenn Mama im Residenzmodell mit einem neuen Partner ein Kind bekommt? Fühlt sich das Kind dann weniger überflüssig, wenn plötzlich seine einzige Bezugsperson im Alltag plötzlich überglücklich in ihrer Mutterrolle für das gemeinsame neue Kind aufgeht? Plötzlich ist das Kind alleine - als Altlast einer gescheiterten Beziehung - in einer neuen Kernfamilie und wird nie mit der Zuneigung rechnen können, die das neue Halbgeschwisterchen von seinen beiden Eltern bekommt.

Dagegen hat es das Kind im Wechselmodell richtig gut. Denn dass beide Elternteile gleichzeitig neuen Nachwuchs bekommen ist schon sehr unwahrscheinlich. So hat es zu mindestens noch einen Haushalt, in dem seine Position nicht bedroht ist. Bis hier vielleicht auch ein neues gemeinsames Kind ansteht, kann sich die Situation im zweiten Elternhaus wieder normaliseren und entspannen, so dass das Kind nie das Gefühl bekommt nur noch als billiger Babysitter gebraucht zu werden.

Wechselmodellkinder ziehen nicht um

Kinder ziehen nicht jede Woche um. Sie leben eine Woche bei der Mutter eine Woche beim Vater. Das Wort "Umzug" impliziert, dass sie dabei jedesmal den Hausstand mitnehmen müssten. Ich kenne kein Wechselmodellkind, dass das tut. Und wenn die grüne Lieblingshose mal bei der Mutter liegt, dann wird entweder die blaue Liebslingshose in Papas Haushalt benutzt, oder man fährt mal kurz bei Mama vorbei. Sowas passiert selbst im Residenzmodell. Und auch die Frage ob das Kind morgen mit seinen Freunden weiterspielen kann oder die Aufführung im Kindergarten miterlebt stellt sich nicht, denn beides ist vom Vater aus genauso zu erreichen wie von der Mutter, das berichten sogar Kinder, deren Eltern die nicht in der selben Straße gelebt haben.

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Bindung und Stabilität der Kinder

Gerade junge Kinder benötigen natürlich Stabilität und Bindung, aber es ist ein Irrtum zu glauben, dass sie diese nur in EINEM Elternhaus finden könnten. Dass Väter ebenso zum Bindungsaufbau fähig sind ist auch schon lange bewiesen. Da die Bindungtheorie eine universelle ist, müsste sie in Skandinavien genauso wie in Deutschland gültig sein. Komisch nur, dass es in Ländern wie Schweden, welches seit zwanzig Jahren das Wechselmodell als Standard hat, keinen höheren Anteil an verhaltensauffälligen Kindern gibt. Statt dessen kommt eine staatliche Studie über die seelische Gesundheit von Trennungskinder zu einem sehr eindeutigen Ergebnis:

"Psychische Störungen traten bei Kinden im Wechselmodell nicht häufiger aus, als bei Kindern aus Kernfamilien, wohingegen Kinder aus Residenzmodellfamilien deutlich mehr psychische Probleme aufzeigten. Der Unterschied zwischen Wechselmodell und Redienzmodellkönnte nicht durch sozioökonomische Faktoren oder Krankheit der Eltern erklärt werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Wechselmodell den negativen Effekten der Trennung der Eltern entgegenwirkt."

Aber vermutlich sind das genau die schwedischen Studien, die Herr Löhnig - völlig unbegründet - für nicht auf deutsche Trennungskinder anwendbar hält, denn deren deutsche Psyche unterscheidet sich vermutlich grundlegend von der schwedischen.

So small

Überhaupt leben 40% der Alleinerziehenden von HartzIV? Ist das kindeswohlförderliche Stabilität? Der zweitgrößte Risikofaktor für die gesunde Entwicklung von Trennungskindern ist immerhin die finanzielle Unsicherheit nach der Trennung.

Alleinerziehende Mütter klagen überall, dass sie überlastet sind. Ist es im Interesse des Kindeswohls sie alleine mit dem Spagat zwischen Broterwerb, Kindeserziehung und Haushalt zu lassen?

Kalenderblattweissheiten eines Juristen

Am besten gefällt mir allerdings noch herrn Löhnigs Binsenweisheit »Das gemeinsame Tragen der Verantwortung für ein Kind verlangt den Eltern also aus Gründen des Kindeswohls ganz erhebliche Einschränkungen ihres Lebenszuschnitts ab.«

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Genau genommen geht es bei diesen Einschränkungen immerhin um die freie Wohnortwahl und die freie Berufsausübung, denn zwei entscheidende Voraussetzungen für ein funktionierendes Wechselmodell hat Herrn Löhnig ja zu mindestens erkannt:

  • Beide Elternteile müssen in gewisser räumlicher Nähe zueinander und damit auch nahe der Bildungseinrichtungen, die das Kind besucht, wohnen.
  • Sie müssen ihre Erwerbstätigkeit betreuungskompatibel gestalten, was oft mit Einkommenseinbußen verbunden ist.

Interessant an dieser Aussage ist, dass Herr Löhnig spätestens hier demonstriert, dass seine Unterstellung, das Eltern das Wechselmodell nur aus Eigennutz toll finden, totaler Unfug ist.

Warum sollte ein Umgangsvater denn bitte aus Egoismus diese »erheblichen Einschränkungen« haben wollen? Vorher könnte er noch jeder neuen Internet-Beziehung hinterherziehen, oder lukrative Job-Angebote von international renomierten Hochschulen annehmen und plötzlich ist er wegen des Wechselmodelles darauf verdammt, im seinem piefigen Kuhdorf Regensburg zu bleiben um dort drittklassige Juristen auszubilden? Nur weil die Mutter dort wohnt und er hier pünktlich zum Kindergartenschluss den Hammer fallen lassen kann?

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Das liebe Geld

Gerade was in Bezug auf die Geldeinbußen, kann jeder Wechselmodellverfechter eigentlich nur dankbar sein für Herrn Löhnigs Inkompetenz zur stringenten Argumentation, denn Herr Löhnig bietet eigentlich das beste Argument, gegen die von Alleinerziehendenverbänden gerne vorgetragene Unterstellung, dass Väter das Wechselmodell ja nur aus Geiz praktizieren wollen, denn neben den von ihm genannten Einkommenseinbußen »muss auch die Wohnung groß genug sein – ebenfalls ein erheblicher Mehrkostenfaktor«. Überstunden fallen im Wechselmodell praktisch weg. Er muß während seiner Erziehungswoche bei Krankheit des Kindes zu Hause bleiben. Er muss auch Lebensmittel und einen Grundstock an Kleidung und alle Alltagsausgaben des Kind in "seiner" Woche bezahlen. Kaum ein Vater wird mit dem Wechselmodell finanziell besser fahren. Die meisten Männer würden billiger fahren, wenn sie das Kind einfach bei der Mutter zu lassen, am besten noch auf den kostspieligen Umgang verzichten und die freie Zeit lieber in ihrer Karriere investieren würden.

Wo Professor Löhnig da elterlichen Egoismus beim Interesse am Wechselmodell ausmacht, wird vermutlich für immer sein Geheimnis bleiben.

Und mal ehrlich, glaubt eigentlich irgendjemand wirklich, dass die Einkommensverluste im Residenzmodell geringer sind? Verdienen die Eltern in Summe weniger, wenn im Wechselmodell beide Eltern 75% arbeiten, als wenn im Residenz Modell einer nur 50% arbeitet und der andere 100%?

Nicht wirklich. Im Residenzmodell wird der viel größere Einkommensverlust des betreuenden Elternteil einfach nur durch den Unterhalt und ggf. Hartz IV-Aufstockung etwas kompensiert. Dummerweise hilft DAS, aber gegen die oft bei alleinerziehenden Müttern beklagte Altersarmut gar nicht. Und die Chancen irgendwann seine Karriere im Unternehmensvorstand mit einer 20 Stundenstelle vorzubereiten sind auch eher mau. Siehe auch die Wahrheiten 5, 9 und 10 meiner »13 Wahrheiten über das Wechselmodell«.

Natürlich ist es Unsinn dass die Mehrheit der Eltern das Wechselmodell aus elterlichem Egoismus heraus favorisieren.

Zurück in die 50er

Nichtsdestotrotz ist die bessere Arbeitsaufteilung zwischen den Eltern eines der wichtigsten Argumente für das Wechselmodell, denn wie kann man sich ernsthaft beklagen, dass Frauen es so selten in Vorstände von DAX-notierten Unternehmen schaffen, wenn man spätestens nach der Trennung ein 50er Jahre Rollenverständnis zementiert. Wie kann man von einem Unternehmer ernsthaft erwarten, dass er eine Frau als Mentor unter seine Fittiche nimmt, wenn Kind und Trennung sie umgehend an den Herd zurückkatapultiert. Dann nehme ich mir doch lieber gleich den Mann, der spätestens nach der Trennung sowieso keinen Grund mehr hat früh nach Hause zu gehen.

Erst wenn Kinder auch für Väter zum Karriereproblem werden, werden die Arbeitgeber auch in Deutschland anfangen müssen umzudenken und familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen, denn erst wenn der Betriebskindergarten auch für Männer wichtig wird, lohnt sich so eine Investition in den meisten Betrieben. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen erkennen das langsam als Pluspunkt im Kampf um Fachkräfte.

Wer Weiß vielleicht ist Herr Löhnig ja auch ein kleiner Chauvi, dem DIESE Rolle der Frau persönlich sehr am Herzen liegt.

Wechsel von Paar- auf Elternebene

Falls man nach der Hälfte des Taz-Artikels noch einen Funken Hoffnung hat, dass jemand, der sich in seiner Selbstbeschreibung als Familienrechtler bezeichnet und auf den ›gesammelten, an jahrzehntelanger Praxis geschulten Sachverstand‹ deutscher Familienrichter verweist, zu mindestens einen Funken Ahnung vom Kindeswohl oder der Kinderseele hat, dann wird diese Hoffnung spätestens in folgenden Absatz zunichtegemacht:

»Man muss sich klarmachen, was der Gesetzgeber da von Eltern verlangt, die – was inzwischen die Regel ist – nach ihrer Trennung weiterhin gemeinsam sorgeberechtigt sind: Sie müssen Paarebene und Elternebene strikt trennen können. Die Paarebene mit allen erlittenen Verletzungen, Kränkungen, Trennungskrach beiseite schieben und als Eltern fair miteinander umgehen zum Wohl des Kindes.«

Deutlicher hätte herr Löhnig seine emotionale Unreife und die verfehlte Berufswahl wohl nicht unter Beweis stellen können.

Egal, ob das Betreuungsmodel Residenz- oder Wechselmodell heißt. Egal, ob das Kind den anderen Elternteil gar nicht mehr sieht oder jeden zweiten Tag: DAS was Herr Löhnig für unmöglich von den Eltern abzuverlangen findet, nämlich der Wechsel von der Paar- auf die Elternebene, ist DAS, was jeder Therapeut oder Familienberater den ich bislang kennengelernt habe, für die absolute Grundvoraussetzung hält, wenn die Trennung der Eltern nicht zum Trauma der Kinder werden soll.

Je eher Eltern es schaffen, von der Paar- auf die Elternebene zu wechseln, desto besser ist es für die Entwicklung ihrer Kinder.

In der Ausgabe 04/2010 hat das Magazin für Psychologie und Neurologie »Gehirn und Geist« den Artikel »Scheiden tut weh« veröffentlich, in welchem diverse Studien zu Trennungskonsequenzen zusammengefasst wurden.

Kernaussage des Textes ist, dass Kinder relativ unbeschadet aus einer Trennung der Eltern hervorgehen, wenn der Streit der Eltern mit der Trennung wirklich aufhört.

So wird z.B. eine Studie unter Leitung von Sabine Walper von der Ludwig-Maximilians-Universität in München erwähnt.

»Die Psychologin und ihr Team begleiteten 700 Kern-, Stief- und Einelternfamilien über einen Zeitraum von sechs Jahren. Dabei fiel den Forschern auf, dass Kinder, deren Eltern sehr viel stritten, bereits bis zu elf Jahre vor der Trennung Entwicklungsdefizite aufwiesen: Die Nachkommen der Streithähne waren unsicherer und weniger selbstbewusst als Gleichaltrige aus weniger belasteten Familien. Insbesondere Jungen reagierten häufiger aggressiv und hatten Probleme in Kindergarten und Schule. Je konfliktreicher später der eigentliche Trennungsprozess verlief, desto eher verstärkten sich Verhaltens- und Selbstwertprobleme beim Kind, so Walper.«

Wer der Meinung ist, dass es zuviel verlangt sei, seine negativen Gefühle gegenüber seines Ex-Partners lieber mit einem Therapeuten aufzubereiten, als mit seinem Kind, der sollte vielleicht doch bitte beim Verlassen der gemeinsamen Wohnung einfach das Sorgerecht an der Tür abgeben.

Eigentlich sollte schon der pure Egoismus die Eltern dazu bringen, diese emotionale Reife zu entwickeln. Wer einmal Eltern erlebt hat, die noch zwanzig Jahre nach der Trennung jedes Familienfest ihrer Enkelkinder zu einem strategischen Kriegsschauplatz ausbauen, wird kotzen und sagen »so will ich nicht enden«.

Letztendlich gruselt es mich bei der Vorstellung, dass Herr Löhnig im Zusammenhang mit seinen Plättitüden auf den »gesammelten, an jahrzehntelanger Praxis geschulten Sachverstand deutscher Familienrichter« in der Kinderrechtekommission des Deutschen Familiengerichtstages verweist.

Da scheint die Wochenzeitung »Die Zeit« es gut getroffen zu haben, als sie über die Situation an Familiengerichten schrieb:

»Manche Familienrichter in Deutschland haben ihre eigenen fortschrittlichen Methoden entwickelt, sind psychologisch geschult. Doch an welchen Richter streitende Paare geraten, ist eine Frage des Glücks, oder des Pechs. Eine Pflicht, regelmäßig an Fortbildungsseminaren teilzunehmen, existiert für Familienrichter nicht. Psychologiekenntnisse sind nicht erforderlich. Auch gibt es für Richter zu wenige Möglichkeiten, sich psychologisch zu schulen. Die Deutsche Richterakademie bietet dieses Jahr genau einen Kurs zum Thema Umgangs- und Sorgerecht an. 40 Plätze für schätzungsweise 2.500 Familienrichter in Deutschland.«

Vielleicht war für die Damen und Herren vom Familiengerichtstag gerade keiner der 40 Plätze frei.

Im Grunde genommen gibt es zwei mögliche Gründe, weshalb Herr Löhnig wie fast jeder, der in diesem Bereich in den letzten zehn Jahren krampfhaft mit der hohlen Floskel des "Kindeswohles" seinen Besitzstand wahren wollte, soviel Unfug schreibt. Entweder macht er sich Sorgen um schwedische Zustände, denn die Gleichberechtigung der Eltern hat durchaus zu einer Verringerung von Sorgerechtsstreitigkeiten geführt, und dann müssten sich die Anwälte ja vielleicht Gedanken um ihre Altersvorsorge machen.

Wie es der Familienrichter a.D. Jürgen Rudolph beschreibt:

»Man könnte sagen: Auch ich habe (...) eine Blutspur hinterlassen, wie ich sie heute durch die Bank in deutschen Gerichten wiederfinde.... (Man gibt) Gutachten in Auftrag, ohne zu wissen, welcher Sachverständige für diesen konkreten Fall der richtige ist. So ziehen Monate ins Land. Auf Gutachten folgen Anträge und Gegenanträge. Eine ganze Industrie aus Anwälten und Sachverständigen profitiert davon. Eine ganze Generation von Trennungskindern verliert.«

Jürgen Rudolf ist übrigens einer der Väter des Cochemer Modelles bei dem das Familiengericht von den Eltern genau das erwarten, was Herr Löhnig für unzumutbar hält: im Interesse des Kindeswohles von der Paar- auf die Elternebene zu wechseln.

Aber die Tatsache, dass Herr Löhnig bei seinem Rückzugsgefecht, wirklich so inkompetente Argumente verwendet, die ohne viel Fachkenntnis gegen ihn verwendet werden können, lässt mich eher an einen anderen Grund glauben. Jedesmal, wenn ich von ihm eine Abhandlung über das "Kindeswohl" lese oder an unseren kurzen Disput in der Chronik einer gemeinsamen Freundin auf Facebook denke, fällt mir immer der hervorragende Kommentar von John Cleese über die Dummheit ein.

»Wenn man wirklich, wirklich dumm ist... Woher soll man selber wissen, dass man dumm ist? Man muss schon einigermaßen intelligent sein um zu erkennen, wie dumm man ist.«

Als Menschenfreund ist letzteres für mich die sympatischere Erklärung.

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