Asyl: Sind österreichische Beamte unmenschlich?

Eigentlich kann ich es schon nicht mehr hören! Sobald ein Asylantrag abgelehnt wird, weil eben keine ausreichenden Asylgründe vorliegen, heißt es, dass Kanzler Kurz und Beamte, die diese Entscheidungen treffen müssen, unmenschlich, grauslich, kaltherzig und böse seien. Und dass Österreich generell rassistisch, fremdenfeindlich und das Letzte vom Letzten wäre.

Wie im aktuellen Fall einer ukrainischen Familie aus Wien-Ottakring:

Angeblich wegen Probleme in der Schwangerschaft kam die Mutter 2012 nach Wien und blieb nach der Geburt hier. Ihr Mann und die beiden älteren Söhne zogen 2014 nach. Wie es diesen beiden Buben damit erging, die restliche Familie, die Freunde und das gewohnte Umfeld zu verlassen, sich in Wien einzugewöhnen und deutsch lernen zu müssen, wissen wir nicht - auch nicht, wie gut das gelungen ist. Das interessiert momentan niemanden, denn die Unterstützer der Familie konzentrieren sich ausschließlich auf Timi, den Jüngsten, der nicht in Ottakring, sondern in Wien-Neubau die Volksschule besucht und als lieber Bub beschrieben wird.

Der Asylantag der Familie wurde abgelehnt, beeinsprucht, wieder abgelehnt und im November 2019 wurde der Bescheid zugestellt, bis 31.1.2020 ausreisen zu müssen.

meinbezirk.at Mathias Kautzky

https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/volksschule-zieglergasse-kaempft-gegen-abschiebung-von-timi_a3872088

Ich will und muss hier die österreichischen Asylbeamten nicht verteidigen. Und ich möchte diesen Fall auch wirklich nicht selber entscheiden müssen. Aber was sollen sie denn machen, wenn Asyl beantragt wird, aber kein Asylgrund vorliegt?

Ich möchte hier zur Diskussion stellen, ob den Beamten dennoch die Möglichkeit gegeben werden soll, positiv zu entscheiden, wenn die Antragsteller "lieb" sind.

Im vorliegenden Fall werden von den Unterstützern außer "lieb" sogar noch viele weitere (Asyl)Gründe angeführt:

- Die Antragsteller haben daheim die Wohnung verkauft.

- Die Antragsteller haben daheim keine Freunde.

- Die Antragsteller sprechen nur mehr deutsch.

- Der Familienvater ist fleißig und hat ein Einkommen.

- Die Antragsteller wollen lieber da bleiben.

- Die Lehrerin des jüngsten Sohnes, Frau Claudia Hainzl, ist über die Ablehnung des Asylantrags empört.

- Die Schuldirektorin, Frau Romana Wunderlich, ist über die Ablehnung des Asylantrags empört.

- Die Leiterin von Timis früherer Kindergartengruppe ist über die Ablehnung des Asylantrags empört.

- Alle 7-jährigen Klassenkammeraden bekunden völlig unbeeinflusst unisono, dass sie ihren Timi behalten wollen.

- Alle Mütter der Klassenkameraden bekunden völlig ohne Gruppenzwang, dass Timi hier bleiben muss.

- Der Bezirksvorsteher des Bezirkes Wien-Neubau, Markus Reiter (Grüne), steht solidarisch hinter der Familie.

- Der gesamte Bezirk Wien-Neubau steht angeblich solidarisch hinter dem jüngsten Sohn des Antragstellers.

Müsste das jetzt nicht längst für einen positiven Bescheid reichen?

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Allerdings stellt sich nun schon die Frage: Wozu dann überhaupt noch Asylverfahren? Warum nicht bei der Einreise den Fall sofort positiv abschließen und fertig. Zumindest diejenigen, die lieb ausschauen. Und ich finde, dass alle lieb ausschauen, denn alles andere wäre rassistisch. Damit könnte man auch hunderte Dienstposten einsparen und jede Menge Aufregungen und Ärger vermeiden, die jedesmal folgen, wenn jemand gehofft hatte, unter falschen Prämissen einen Aufenthaltstitel erwirken zu können.

Ich hoffe, die neue Regierung ist einsichtig und schafft diese sinnlosen Asylverfahren ab.

Weg mit dieser GFK! Was soll das denn? Es beiben doch sowieso (fast) alle hier. Jedenfalls alle Kriminellen, weil denen wömöglich Schlimmes oder gar Unmenschliches in der Heimat drohen könnte. Warum sollen dann aber nicht auch alle Guten und Braven bleiben dürfen?

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P.S. Wie dieser vorliegende Fall ausgehen wird kann ich jetzt schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit voraussagen. Man hat schließlich jahrelange Erfahrung mit solchen Fällen und weiß, wie es ist, wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt. Notfalls muss eben BP Van der Bellen ein Machtwort sprechen. Jeder andere Ausgang dieses Asylverfahrens wäre ganz undenkbar in diesem angeblich so xenophoben Land Österreich!

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Vorsicht! Dieser Blogbeitrag kann im zweiten Teil Spuren von Ironie enthalten.

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