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Schwedens Corona-Politik hat von Anfang an für Irritation gesorgt: Während die meisten europäischen Länder drastische Lockdown-Massnahmen verhängten, ging das Leben in Schweden beinahe unbehelligt weiter. Statt auf harte Regeln zu setzen, wurden nur Empfehlungen ausgesprochen: Man setzte auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung, die lediglich aufgefordert wurde, zu Hause zu bleiben und wenn möglich auf Fernarbeit zu setzen. Schulen, Restaurants oder Geschäfte wurden aber niemals geschlossen und Ausgangsbeschränkungen gab es keine. Das Versammlungsverbot liegt bei maximal 50 Teilnehmern, ein Einreiseverbot gilt lediglich für Menschen außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone.

Immer wieder blickten daher viele Deutsche und Österreicher neidvoll nach Schweden.

Nun hat sich Schwedens Chef-Epidemiologe Anders Tegnell jedoch erstmals selbstkritisch über diesen Sonderweg geäußert. Zu viele Schweden seien zu früh gestorben. Man hätte besser schon von Beginn an mehr Maßnahmen ergreifen sollen.

Wikipedia

Den schwedischen Weg mit deutlich freizügigere Maßnahmen hießen zwar viele anfangs gut, jedoch mehrte sich nach und nach die Kritik - vor allem, weil die Infektions- und Todeszahlen im Vergleich zum restlichen Skandinavien weiter hoch sind. Bisher sind in Schweden mit seinen etwas mehr als zehn Millionen Einwohnern knapp 4.500 Menschen mit Corona-Infektion gestorben, es gab bisher rund 39.000 positive Corona-Fälle.

Dass Schweden einen anderen Weg geht, sorgt nun für Spannungen unter den sonst so eng verbundenden Skandinaviern. Die Folge: Ab dem 15. Juni will Dänemark wieder Deutsche, Norweger und Isländer ins Land lassen, Schweden aber nicht. Auch Dänen dürfen dann wieder nach Norwegen fahren, Schweden aber nicht.

https://www.kleinezeitung.at/international/corona/5821782/Schwedischer-Sonderweg_Staatsepidemiologe-Anders-Tegnell

https://k.at/news/schwedens-staatsepidemiologe-anders-tegnell-selbstkritisch/400929830

https://www.bz-berlin.de/welt/schweden-epidemiologe-anders-tegnell-haetten-mehr-corona-massnahmen-ergreifen-sollen

https://www.nau.ch/news/europa/schweden-meldet-mehr-als-3000-corona-tote-65704256

Schwedens Chef-Epidemiologe Anders Tegnell hat das Beste für sein Land gewollt, lag damit aber leider nicht ganz richtig. Er hat aber die Größe, das zuzugeben, nachdem auch die Zahlen momentan nicht gerade für ihn sprechen.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112994/Schweden-verzeichnet-im-April-hoechste-Todesrate-der-vergangenen-Jahre?fbclid=IwAR0n1_Ja0DuyEqBS3Csz38DooKoFXHteuggqABGvtZQR31pwZ3_mwoasVK4

Mein Trost für die Verharmloser und Leugner von Covid-19 und dessen Folgen, also für jene, die das Ganze für die größte Verschwörungstheorie halten, den Shutdown als völlig überflüssigen Unsinn bezeichnen und als Beispiel dafür Schweden anführen:

Euer Kartenhaus bricht nicht zusammen, wenn ihr nur weiterhin standhaft alle Fakten negiert und euren Kopf ganz fest in den Sand steckt! Ihr wisst ja inzwischen wie das geht und habt ausreichend Übung darin.

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