Wie viele Städte im südlichen Bayern ist Kempten eine sehr alte Stadt. Wie in Augsburg, Regensburg oder Passau waren in Kempten die Menschen bereits dekadent, als sich am Zusammenfluß von Spree und Havel noch die Wildschweine an den Bäumen rieben. Schon Strabon erwähnt die Stadt in einem Buch aus dem Jahre 18 nach Christus.

Kempten lag damals in einer ungemein flachen Gegend, so flach, daß die Tränen zu laufen begannen, wenn man länger als drei Minuten in eine Richtung schaute. Und so erließ der Landpfleger Quintus Maximus ein Gesetz, demzufolge in Kempten und um Kempten und um Kempten herum eine Gebirgslandschaft zu schaffen sei, auf daß die Augen ein Gefallen daran hätten.

Er ließ den (später so genannten) Domberg von Freising, der damals zweieinhalbtausend Meter hoch war, abtragen und ließ das Material nach Kempten schaffen, wo nach und nach eine liebliche bis wildromantische Berglandschaft aus der Ebene wuchs. Freising hieß damals übrigens noch Friesing, weil es die Freisinger (eigentlich ja Friesinger) immer frieselte, der enormen Höhenlage wegen.

Wie das bis heute so ist bei Bauarbeiten, verschwand ein Gutteil des Baumaterials unter der Hand, so daß das hügelige Voralpenland entstand.

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