Die Gladiole: Einst schmückte sie den Sieg in der Arena und heute unseren Garten

“Tod oder Gladiolen” - manch einer mag schon einmal von diesem Sprichwort gehört haben. Doch was soll das genau bedeuten? Der Hintergrund des Sprichworts reicht bis weit in die Antike zurück, genauer gesagt bis ins alte Rom. Dort wurden Gladiolen einst den siegreichen Recken in den Arenen dargereicht - den Unterlegenen blieb meist nur der Teil vor dem “oder” im Sprichwort. Aus dem alten Rom stammt darüber hinaus auch der Name der farbenfrohen Zwiebelpflanzen. Denn ihr Name stammt vom lateinischen “Gladius” ab, womit eigentlich ein römisches Kurzschwert bezeichnet wurde. Ein Blick auf den aufrechten, schwertförmigen Wuchs der Gladiole zeigt, dass diese Verbindung zur damaligen Zeit wohl recht naheliegend schien.

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Heute sind die Arenen von damals natürlich Geschichte - die Beliebtheit der zur Familie der Schwertliliengewächse zählenden Blumen ist jedoch ungebrochen. Dank ihrem großen Variantenreichtum an Farben und Formen sind Gladiolen eine Bereicherung für jeden Garten und jeden Wohnraum. Einst galten sie nicht ohne Grund ebenso wie Rosen als großer Liebesbeweis.

Bei Gladiolen handelt es sich also um Blumen mit großer Tradition. Kein Wunder also, dass sie auch heute noch bei vielen Gartenbesitzern hoch im Kurs stehen. Doch was gilt es eigentlich zu beachten, wenn man selbst Gladiolen pflanzen möchte?

Von der Blumenzwiebel bis zur vollen Blüte: so gelingt die Anzucht von Gladiolen

Die ersten Pflanzen sprießen, die Vögel kehren aus ihrem langen “Urlaub” in der Sonne zurück und mit dem letzten Frost hat sich der Winter endgültig verabschiedet - ganz klar, es ist Frühling. Gartenbesitzer freuen sich dann schon darauf, dass der heimische Garten bald wieder in voller Pracht erstrahlen kann. Doch bis es soweit ist gilt es noch den ein oder anderen Schweißtropfen zu vergießen. Denn vom Vorbereiten des Bodens über das Beseitigen eventueller Frostschäden bis hin zum setzen der Blumenzwiebeln wartet zunächst einiges an Arbeit - die sich jedoch auf jeden Fall lohnen wird.

Neue Gladiolen werden idealerweise im Frühjahr, spätestens jedoch im Sommer gepflanzt. Da die Blütezeit mit etwa zwei Wochen recht kurz ist, empfiehlt es sich mehrere Blumenzwiebeln mit etwas zeitlichem Abstand zu pflanzen. So blühen immer wieder neue Gladiolen nach und man kann sich den ganzen Sommer über an ihrer Pracht erfreuen.

Die einzelnen Blumenzwiebeln sollten dabei nicht zu eng, sondern in einem Abstand von etwa 10 Zentimetern zueinander gepflanzt werden. So stellt man sicher, dass die einzelnen Pflanzen genügend Platz bekommen, um sich optimal zu entwickeln.

Gladiolen sollten darüber hinaus idealerweise an einem sonnigen Plätzchen gepflanzt werden. Denn die ursprünglich aus Afrika stammenden Pflanzen benötigen viel Sonne, um sich bestmöglich zu entfalten.

Befolgt man diese wenigen und einfachen Tipps, wird man schon bald große Freude an der farbenfrohen Pracht der eigenen Gladiolen haben.

Pflegetipps für strahlend schöne Gladiolen

Natürlich sollten die frisch eingepflanzten Gladiolen regelmäßig gepflegt werden, damit man sich möglichst lange an ihnen erfreuen kann. Grundsätzlich sollte der Boden, in den die Gladiolen gepflanzt wurden, stets feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Nach dem Verblühen sollten die Blumenstiele abgeschnitten werden, um eine zusätzliche Schwächung der Knollen durch die Bildung neuer Samen zu verhindern.

Hin und wieder kann es passieren, dass die eingepflanzten Gladiolen und ihre Blüten vom sogenannten “Gladiolenblasenfuß” befallen werden. Ein entsprechender Hinweis dafür sind weißlich-graue Flecken auf den Blättern, die sich mit der Zeit weiter ausbreiten. Betroffene Stellen sollten auf jeden Fall zügig abgeschnitten werden, um die Ausbreitung weiter zu verhindern. So sollte grundsätzlich auch bei anderen Pilzerkrankungen vorgegangen werden.

Sollte der Befall zu stark sein, kann im äußersten Notfall auch mit Fungiziden vorgegangen werden.

Bonustipp: mit der richtigen Vorgehensweise ist es ohne weiteres möglich, Gladiolen überwintern zu lassen. Dazu müssen die Reste nach dem verblühen etwa 5-10 Zentimeter über der Knolle abgeschnitten werden. Die Knollen sollten dann vor dem eigentlichen Einlagern noch auf Schädlinge kontrolliert und sorgfältig getrocknet werden. Ist beides erledigt, werden die Knollen in Zeitungspapier eingewickelt und an einem frostfreien Ort eingelagert. Im Frühling können die Blumenzwiebeln dann wieder wie oben beschrieben eingepflanzt werden.

Gladiolen bereichern auch jedes Zuhause

Mit ihrem variantenreichtum und den strahlenden Farben vermögen Gladiolen jedoch nicht nur den Garten, sondern auch das eigene Zuhause zu verschönern. Denn da sie in einer Vase sehr lange halten, sind Gladiolen nahezu ideale Schnittblumen. Will man Gladiolen aus dem eigenen Garten als Schnittblumen verwenden sollte man jedoch den richtigen Zeitpunkt abwarten. Sobald die unteren Blüten erblüht sind können die Pflanzen geschnitten werden. Idealerweise sollten Gladiolen morgens geschnitten werden, da sie dann noch länger haltbar sind. Nach dem schneiden sollten die Pflanzen zudem so schnell wie möglich in einer Vase mit frischem Wasser versorgt werden.

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