Für viele Menschen ist er die morgendliche Essenz des Lebens, ohne die sie nicht mehr existieren wollen. Die einen trinken ihn gerne allein, andere grundsätzlich nur in der gesellschaftlichen Runde mit anderen. Doch für alle stellt er ein Zeichen der Freude, Liebe und Geborgenheit dar. International gesehen ist es jedoch immer eine andere Art der Zubereitung, die besonders gerne konsumiert wird.

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Kulturell gesehen war Kaffee schon immer eines der stärkeren und vor allem kräftigen Getränke. Luxus möchte man meinen - Noch vor einigen Jahren war er wirklich nur den Reichen vorbehalten. Erst im Zuge der Industrialisierung gelang der Sprung in die Unterschicht. Heutzutage ist es kaum noch denkbar, einen Tag völlig ohne Kaffee zu gestalten.

Vielfalt international - Vom Klassiker bis Cold Brew

Ein Glück, das wir heutzutage alle genießen dürfen, ist die leichte Zubereitung. Fast alle greifen inzwischen auf den hochmodernen Kaffeevollautomaten zurück und doch gibt es den einen oder anderen Fanatiker, der sich den Muckefuck auch noch per Filter herstellt. Diese Trends zeichnen sich auch international ab.

Schauen wir uns doch einmal an, für welche Zubereitungen die unterschiedlichen Länder schwärmen:

● USA: Kalt zubereiteter Kaffee ist nach zehn Stunden im Kühlschrank bereit für den Filter, um zum vollwertigen Cold Brew zu mutieren. Daneben gibt es das Zwischending von Espresso und Cappuccino, den Flat White. Zwar ist der Americano noch immer ein Lieblingsgetränk der Amerikaner, doch schlagen sich auch Red Eye, sowie die weitere Variante Black Eye ganz gut. Selbstverständlich mit unterschiedlichem Koffeingehalt.

● Österreich: In den Wiener Kaffeehäusern wird heutzutage besonders gerne der Mokka genossen. Abgeschwächt mit Sahnehaube und Puderzucker wird er zum sogenannten Einspänner. Noch besser geht es mit etwas Obstbrand, was sich dann Fiaker nennt. Selbstverständlich darf hier auch die berühmte Wiener Melange nicht fehlen.

● Spanien: Eine Spezialität, die man auf spanischen Karten heutzutage findet, ist der Café con Leche, eine Version des Milchkaffees. Wer es etwas herber mag, zieht eher einen Cortado mit Schuss zur Rate, in dem ein Teil warme Milch steckt.

● Portugal: Etwas weiter westlich trinkt man seinen Kaffee gerne in Form des Galaõs. Ein eher dünner Kaffee, der mit einem Großteil aufgeschäumter Milch versehen wird. ● Italien: Wie immer, müssen die Italiener es mal wieder ein wenig übertreiben. Eine italienische Kaffeemaschine arbeitet mit Präzision und verarbeitet heutzutage vorzüglich Third-Wave-Röstungen. Doch dem nicht genug: Italien weiß auch mit Klassikern, wie dem Affogato zu überzeugen. Hier schwimmt eine Kugel Vanilleeis auf dem Espresso. Eine Renaissance erlebt aktuell in den italienischen Gefilden auch der Ristretto, der hauptsächlich wegen seines geringeren Wassergehalts und einem größeren Kaffeearoma überzeugt.

Die Deutschen sind dagegen schon fast langweilig

Innerhalb Deutschlands glänzt nach wie vor der traditionell angerührte Filterkaffee. Wobei man zugeben muss, dass die Deutschen sich inzwischen mit seiner Zubereitung ein klein wenig mehr Zeit lassen. Gleichzeitig legt man es hier auf bessere Bohnen an, sowie eine hochwertigere Röstung. Aber auch wir greifen bei der Zubereitung gerne auf den Kaffeevollautomaten zurück.

Man kann mit einem Augenzwinkern sagen, dass es wenigstens ein bisschen den Anschein erwecken soll, dass wir uns dem aktuellen Trend und Fortschritt beugen.

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