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Symbole des Glücks gibt es auch heute noch in zahlreichen Ausführungen. Vierblättriges Kleeblatt, Hufeisen, oder aber der Kaminkehrer. Gerade bei Letzterem fürchten manche sein Aussterben, da traditionelle Berufe wie diese immer mehr unter einem Fachkräftemangel leiden. Aber auch heute noch ist er gefragter denn je. Zwar haben sich viele Bestimmungen verändert, Kamine sind aber auch heute noch Teil eines jeden Hauses. Zudem sich das Tätigkeitsfeld des Kaminkehrers stark erweitert hat.

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Früher ging es in dem Beruf hauptsächlich darum, den Kamin von Häusern frei zu bekommen. Man machte sich schmutzig, weswegen dieser traditionelle Beruf über einige Zeit hinweg um Nachwuchs kämpfen musste. Doch die Zeiten haben sich geändert. Der schwarze Mann, den man in jedem Fall anfassen sollte, wenn er kommt, hat heute sehr viel mehr Aufgaben als damals.

Nach einem Hauskauf meinerseits war beispielsweise einiges an Sanierungen notwendig. Unter anderem musste der Kamin an die heutigen Standards angepasst und ein Edelstahlkamin installiert werden. Wen ruft man da am besten? Den Installateur? - Nein, es ist der Kaminkehrer. Er übernimmt nicht nur die Prüfung, sondern vermittelt auch sämtliches Wissen, was für eine Kaminsanierung und den Kaminbau notwendig ist.

Seitdem schaut er für die regelmäßigen Wartungsarbeiten vorbei, übernimmt die Reinigung der Lüftungs-, Abgas- und Heizungsanlage. Er misst auch sämtliche Werte der Anlagen aus und sorgt dafür, dass sie auf dem neuesten Stand bleibt. Wenn nötig, spricht er Empfehlungen aus, wenn es um die Neuinstallation geht und berät, wenn Brandschutz und Energieverwendung eine Rolle spielen.

Nicht jeder ist in der Lage, diesen traditionellen Beruf auszuüben, zudem er inzwischen auch höhere Anforderungen auf intellektueller Ebene fordert. Jeder Kaminkehrer muss zum Beispiel heutzutage über die Gesetze und Verordnungen Bescheid wissen. Gleiches gilt für die Einhaltung der Bestimmungen innerhalb des Denkmalschutzgesetzes.

Früher gehörten Kehrgeräte, Stoßbesen und Leinen zu seinem Werkzeug. Heute sieht man kaum noch einen Kaminkehrer ohne Computer, inklusive spezieller Software. Was nicht zuletzt daran liegt, dass im digitalen Zeitalter sämtliche Anlagen mit einer Elektronik versehen sind, die man mit dem Gerät auslesen, oder aber steuern kann. Auch damit sollte er sich zwingend auskennen, um gute Arbeit zu leisten.

Geschichtlich gesehen hatten Kaminkehrer immer ein positives Image. Der seit dem 13. Jahrhundert entwickelte Beruf ist nicht umsonst heutzutage für viele noch immer ein Glücksbringer, der mit viel Menschlichkeit in Verbindung gebracht wird. Die Frage, warum er als solches auch heute noch gilt, lässt sich sogar historisch erklären: Er war speziell in der Anfangszeit maßgeblich am aktiven Brandschutz beteiligt. Denn fing ein Haus mal Feuer, waren oftmals ganze Viertel davon betroffen und trieben viele Menschen in den persönlichen Ruin. Dass er gute Arbeit leistete, bedeutete pures Glück.

Trotz des Fortschritts findet ein Großteil seiner Arbeit noch immer auf dem Dach statt, wo er sich schwindelfrei und ohne Sicherung bewegen muss. Extreme Höhen sollte er also in jedem Fall ertragen können. Gleiches gilt für die Angstfreiheit bei Dunkelheit. Es ist zwar selten geworden, dass er noch in Kamine klettern muss, das Risiko besteht jedoch nach wie vor.

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